In Österreichs Bergen hat der Countdown begonnen – mit Anfang Dezember laden die Wintersportorte zum Wintersportvergnügen. Skifahrer und Snowboarder sollten sich ranhalten: Aufgrund des Klimawandel werden die schneereichen Winter immer rarer.

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Es ist ein allgemeiner Fakt: Die Schneefallgrenze ist in den österreichischen Bergen seit den 1950er Jahren um 100 Meter nach oben gestiegen, alljährlich werden die Winter milder. Der Dezember 2015 etwa war der drittwärmste Dezember seit Anbeginn der Messgeschichte der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik 1768. „Der Klimawandel findet statt“, konstatiert Axel Borsdorf, Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Gebirgsforschung mit Hauptsitz in Innsbruck. Das Institut feiert heuer sein zehnjähriges Bestandsjubiläum und blickt auf langjährige Forschungsprojekte im Alpenraum zurück: High-Arctic etwa, bei dem der Einfluss des Klimawandels auf arktische und Alpenseen untersucht wird, oder Galpis, ein umfassendes alpines Monitoringsystem, das neben ökologischen etwa auch demografische und touristische Daten erfasst.

Der Klimawandel ist also so real wie die heimischen Berge massiv sind. Wobei die Entwicklung bei weitem nicht linear abläuft. „Der Klimawandel verläuft in Wellen und ist eng an die Globalisierung geknüpft. Die Auswirkungen sind sowohl im Sommer als auch im Winter sichtbar“, erklärt Borsdorf. So verlieren die österreichischen Gletscher kontinuierlich an Masse und somit im Sommer an Bedeutung als Wasserspeicher, auftauende Permafrostböden stellen – vor allem auf Berggipfeln – vermehrte Sturzgefahren dar, die Artenvielfalt am Berg, ein Biodiversitätshotspot par excellence, nimmt ab (siehe auch: "Österreichs Alpen werden warm").

Im Winter leidet vor allem der heimische Tourismus unter den neuen Klimabedingungen. „Schneesichere Wintersportorte verlieren zusehendes an Schneesicherheit. Dafür müssen Alternativen gefunden werden“, sagt Borsdorf. Verlagert sich der Wintersport aktuell in höhere Lagen, ist auch dort irgendwann einmal – sprichwörtlich – der Gipfel erreicht.

„Der Klimawandel birgt aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen“, ist Borsdorf überzeugt.

Im Sommer ist es etwa der sich neu entwickelnde Obst- und Weinbau in Tirol, im Winter sind es beispielsweise Winterwanderangebote statt Saisonskipässe. Wie lange den Menschen der Schnee am Berg wirklich noch erhalten bleibt, kann man konkret jedoch nicht sagen. "Die kleine Eiszeit in der es ab dem 14. Jahrhundert bis in die 1870er Jahre stets kühler wurde, hat sich auch nicht linear entwickelt", sagt Borsdorf.

Für die heurige Wintersaison ist Borsdorf jedenfalls optimistisch: „Der Winter hat früh begonnen, wenn sich der Schnee in den hohen Lagen hält, dann haben wir eine gute Saison.“ Passionierte Skifahrer und leidenschaftliche Snowboarder können sich also freuen.

Autorin: Maria Schoiswohl

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