Feuer machen, Spuren lesen, Bogen bauen – so genannte Wildniscamps bringen Erwachsene und Kinder der heimischen Natur wieder ein Stück näher.

„Unser Ziel ist es, die Menschen mit der Natur, mit anderen Menschen und mit sich selbst zu verbinden,“ sagt Natur- und Wildnistrainer Tom Schwarz von der Wildnisschule Wildniscamps. Gemeinsam mit seiner Frau Karin, Sozial- und Erlebnispädagogin, leitet er Kurse und Camps für Kinder und Erwachsene "in einer kleinen Wildnisoase am Aiterbach" im oberösterreichischen Almtal. Umgeben von kleinen Waldhainen und einer lebendigen Fauna – „bei uns sieht man vom Eisvogel bis zum Fuchs“ – tauchen die beiden mit den Kursteilnehmern tief in die Natur ein. Etwa beim Oachkatzlcamp im Sommer für die Acht- bis Dreizehnjährigen oder beim Winter Survival mit Erwachsenen.

Gleichzeitig bilden die Schwarzs Natur- und Wildnistrainer aus, nach dem Vorbild der Natur- und Wildnisschule der Alpen in Tirol, wo sie selbst ihr Können gelernt haben. „Wir haben uns 2007 bei der Ausbildung kennen gelernt und uns war schnell klar, dass wir die Menschen in die Natur bringen möchten. 2011 haben wir die Wildniscamps gegründet.“

Von Vorarlberg bis Wien kommen die Kursteilnehmer ins Almtal, um ihre handwerklichen und geistigen Fähigkeiten zu erweitern: Wie baue ich einen Korb? Wie fertige ich ein Gefäß aus Ton? Wie kommunizieren Vögel? Wie bilde ich eine Dorfkultur? „Uns geht es bei den Camps nicht nur um Überlebensstrategie im Freien, sondern um Beziehungen“, erklärt Tom Schwarz. „In der westlichen Zivilisation ist manches gut, aber die unsichtbaren Verbindungen, die in traditionellen, mit der Natur verbundenen Kulturen bestehen, fehlen immer mehr.“

Beim Geschichten erzählen am Lagerfeuer, beim Tarnen und Schleichen, beim Übernachten unterm Sternenhimmel oder auch im Spiel festigen die Wildniscamps gerade diese Beziehungen. Schwarz: „Die Kinder haben eine richtig gute Zeit hier. Erwachsene kommen oft mit Erwartungen, wollen etwas lernen, aber meist geht es einfach um die Verbindung. Mit der Natur, mit sich und mit anderen.“

Wildniscamps in Österreich

Nicht nur bei den Wildniscamps im Almtal (im Bild: Familie Schwarz) kann man in die österreichische Wildnis eintauchen, sondern u.a. auch hier:

Natur Agentur – Österreich/Norditalien
Nawisho – Natur und Wildnisschule Ost – Niederösterreich
Wildniscamp im Nationalpark Gesäuse – Steiermark
Überlebensschule Tirol – Tirol
Native Spirits – Schule der Steinzeit – Tirol
Natur- und Wildnisschule der Alpen – Tirol

Autorin: Maria Schoiswohl

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Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Obersiebenbrunn

17. Jan. |
Niederösterreich
Veranstalter: Verein Land-Impulse

„Wie kann ich in die Imkerei einsteigen?“, lautet eine häufig gestellte Frage an die Projektbetreuerinnen. Interessierte an der Imkerei können ohne Vorkenntnisse einen 8-stündigen Grundkurs besuchen und sich selbst ein Bild machen, ob Sie für die Betreuung von Bienenvölkern geeignet sind. In diesem theoretischen Teil der Grundausbildung bekommt der/die ImkerneueinsteigerIn einen Einblick zu den Themenbereichen persönliche Eignung, Anschaffung von Imkereibedarf, Völkerführung im Jahreskreislauf, Leben der Biene, Bienenprodukte, gesetzliche Bestimmungen und vieles mehr, in einfacher Form vermittelt. 

 

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Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Obersiebenbrunn
Der Fährte folgen