Frühlingsbote: Aurorafalter finden & erkennen

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„Betrachtet das Erwachen des Frühlings und das Erscheinen der Morgenröte! Die Schönheit offenbart sich denjenigen, die betrachten“, schrieb der berühmte Philosoph Khalil Gibran. Dachte er dabei an einen Aurorafalter? Passen würde es jedenfalls, denn der Aurorafalter ist nicht nur ein schöner Frühlingsbote. Auch die Morgenröte steckt in seinem Namen und bei den männlichen Vertretern sogar in seinen feinen Flügelzeichnungen. Deswegen: Geht hinaus in den Garten, in die Wälder und Wiesen und beobachtet das Frühlingserwachen. Blühendes Österreich startet gemeinsam mit GLOBAL 2000 und dem Aurorafalter als schillernden Frühlingsboten in eine neue Schmetterlingssaison 2017.

Mit dem Aurorafalter geht die Sonne auf

Schmetterlinge im Bauch und Hummeln unter’m Hintern – der Frühling kann kommen! Mit den zaghaft steigenden Temperaturen beginnt der schöne Aurorafalter erstmals seine Kreise zu ziehen und ist allerorts zu finden. Damit ist der Aurorafalter der perfekte Schmetterling, um mit frischem Elan in eine neue Schmetterlingssaison zu starten. Denn mit der App „Schmetterlinge Österreichs“, die Blühendes Österreich in Zusammenarbeit mit GLOBAL 2000 entwickelt hat, sollen wieder zahlreiche Schmetterlinge fotografiert, mit der Community geteilt und am Ende des Jahres in einem Bericht ausgewertet werden. Der Wissenschaftliche Abschlussbericht 2016 der Citizen-Science-App kannst du hier kostenfrei herunterladen.

Selbst für Menschen, die nur mit Mühe einen Zitronenfalter von einem Tagpfauenauge unterscheiden können, ist der männliche Aurorafalter relativ leicht zu erkennen. Denn seine markanten orangefarbenen Zeichnungen auf der Flügeloberseite entlarven ihn schnell. Schwieriger wird es bei den weiblichen Aurorafaltern. Sie zeigen keine orangefarbene Flügelfärbung und sind somit leicht mit anderen Weißlingen zu verwechseln.

So erkennst du den Aurorafalter auf einen Blick! 

Aurorafalter Merkmale

(c) Shutterstock / jps

 

 

Der mittelgroße Tagfalter fühlt sich in Österreich sichtlich wohl, denn er gilt im Gegensatz zu anderen Artgenossen – wie zum Beispiel Apollofalter, Kleiner und Großer Waldportier und vielen anderen – nicht als gefährdet. Bereits im März hebt der Aurorafalter zu Höhenflügen ab und zieht bis tief in den Juli von Wien bis Vorarlberg, vom Tiefland bis ins Gebirge seine Kreise. Im Tiefland schließt er seine Hauptflugzeit bis Ende Mai ab. Mit etwas Glück kann man aber sogar bis September Vertreter einer zweiten Aurorafalter Generation treffen. Im Bergland flattert er im Gegensatz dazu wesentlich länger. Doch allgemein gilt: Auf Waldwiesen, an Waldrändern, Dämmen, Böschungen und gelegentlich in Parks und Gärten solltest du nach den schönen Frühlingsboten Ausschau halten. Seinen Nachwuchs findest du vor allem auf früh blühenden Kreuzblütlern wie zum Beispiel Knoblauchsrauke oder Schaumkraut.

Mitmachen zahlt sich aus: Die ersten zehn Schmetterlings-App User, die einen männlichen Aurorafalter sichten, fotografieren und mit der Community teilen, erhalten ein „Erste Hilfe Schmetterlingspaket“!

"Wenn der Aurorafalter flattert, ist der Frühling nicht mehr weit. Entdecke mit uns die ersten männlichen Aurorafalter und genieße das Frühlingserwachen auf Wald und Wiesen!" 

Aurorafalter: der Frühling im Anflug

Mit dem Aurorafalter startet nicht nur der Frühling, sondern auch eine neue Saison für unsere SchmetterlingsbeobachterInnen. Denn mit ihrer Hilfe wollen wir auch dieses Jahr herausfinden, welcher Schmetterling wo flattert. Im Rahmen eines österreichweit angelegten Citizen-Science-Projekts entwickelte Blühendes Österreich in Kooperation mit GLOBAL 2000 die App „Schmetterlinge Österreichs, die kostenfrei für iOS und Android Smartphones heruntergeladen werden kann:

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Engagierte Menschen fotografieren Schmetterlinge in ganz Österreich und teilen ihre Bilder mit der App Community. Und das ist wichtig für Mensch und Natur:

  1. Mit euren Schmetterlingsfotos können wir wertvolle Rückschlüsse über Artbestand und Schmetterlingsvielfalt ziehen. Mit dem Wissen, das ihr mit uns teilt, seid ihr somit direkt Teil eines wissenschaftlichen Projekts.
  2. Wir wollen nicht nur fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen, sondern auch ein größeres Bewusstsein für die sensiblen Zusammenhänge in der Natur schaffen. Geht es dem Schmetterling schlecht, kann das viele Ursachen haben: von schmetterlingsfeindlichen „Hochleistungsäckern“ bis hin zu umweltzerstörenden Klimawandel. (Download: Lade hier unsere aktuelle Schmetterlingsbroschüre herunter.)
  3. Lernen im Vorbeiflug: Wenige Menschen kennen noch den Unterschied zwischen Tagpfauenauge und Admiral. Die App „Schmetterlinge Österreichs“ soll Wissen vermitteln, teilen und vergrößern.

 

Deswegen: Geht hinaus in die Natur erkundet, erforscht und entdeckt mit den neugierigen Augen eines Kindes. Wenn ihr das bereits macht, umso besser. Lasst uns daran teilhaben und am besten ihr beflügelt auch andere Menschen dazu!

Frühlingspost für Schmetterlingslobbyisten: Wie geht es dem Schmetterling, was braucht er und wie kann man ihm am besten helfen? Wir versorgen dich laufend mit neuen Informationen rund um den Schmetterling. Mach’ dich stark für unsere Flatterfreunde und melde dich jetzt für unseren Newsletter an!

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