Motormäher / Balkenmäher

Ein Motormäher ist ein selbstfahrendes, einachsiges Mähgerät. Er wird üblicherweise zum Mähen von Gras oder dünnen Gehölzen eingesetzt.

Allgemein

Aufbau & Funktion

Die Schneidmesser sind dreieckig und befinden sich – anders als beim üblichen Rasenmäher – außen. Und zwar auf einem Mähbalken, der etwa 80 bis 150 cm breit ist (daher auch „Balkenmäher“). Weil sich die Messer gegeneinander bewegen, wird das Gras abgeschnitten, ähnlich wie bei einer elektrischen Heckenschere.

Einsatzbereich

Ein Motormäher dient eher als „Mäher fürs Grobe“. Durch Motor, Radantrieb und Schnittmechanismus kann er sowohl auf Naturwiesen mit hohem Gras als auch auf recht steilen Berghängen eingesetzt werden. In weiten Teilen Österreichs hat er die Mahd mittels Sense abgelöst.

 

Zahlen & Fakten

Ökologische Bedeutung

Österreichs bunte, artenreiche Blumenwiesen sind größtenteils durch den Menschen entstanden. Verzichtet man aufs regelmäßige Mähen, verschwinden die Wiesen wieder: Sie wachsen mit Büschen und Bäumen zu. Damit geht nicht nur die Artenvielfalt bei Wiesenpflanzen verloren, sondern ganz besonders auch bei den Tieren. Denn auf jede Pflanzenart kommen bis zu 100 Tierarten, die auf diese Pflanze angewiesen sind: Schmetterlinge, Tagfalter, Käfer, Heuschrecken, Grillen, Spinnen oder Grasfrösche, Bienen, Vögel. Auf manchen Wiesen leben bis zu 5.000 verschiedene Tierarten!

Schonende Mahd

Wichtig ist aber nicht nur, dass Wiesen gemäht werden, sondern auch wie. Denn durch das Mähen ändert sich nicht nur schlagartig der Lebensraum (z. B. weniger Nahrung, weniger Deckung). Die Mahd selbst ist auch eine unmittelbare Bedrohung, der viele Tiere zum Opfer fallen. Untersuchungen zufolge werden bei jedem Mähvorgang 10 – 50 % der wiesenbewohnenden Tiere getötet. Sense und Motorbalkenmäher sind dabei noch die „schonendsten“ Mähformen (z. B. verglichen mit Rotationsmähwerken). Das ist insofern bedeutend, weil auch die nachfolgenden Arbeitsschritte bei der Grasernte bzw. Heubearbeitung (Wenden, Schwaden, Aufladen, Pressen) zu weiteren Verlusten in der Tierwelt führen. Untersuchungen haben ergeben, dass über den gesamten Prozess, von der Mahd bis zum Abschluss der Ernte, 65 bis 85 % der Wiesenheuschrecken sterben, je nach eingesetztem Mähwerk.

Was es beim möglichst naturnahen, schonenden Mähen sonst noch zu beachten gibt, erfährst du im Naturlexikon unter „Mahd“.

 

Blühendes Österreich-Artikel:

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Literatur im Wirtshaus
Auf Initiative der Alpenkonvention feiern viele Orte in den Alpen den Tag der Berge mit alpiner Kultur und alpiner Literatur. Im Gesäuse heißt das: ein fröhlicher Vorleseabend im Wirtshaus! Die Besucher/-innen selbst lesen eigene oder fremde Texte vor, bringen ein Gedicht oder singen ein Lied. Auch nur Zuhören ist erlaubt.

Anmeldung nicht erforderlich

Treffpunkt: 19:00 Gasthof Kölblwirt in Johnsbach 65

Dies soll kein Abend im Sinne einer Lesung sein - es geht im Grunde einfach darum, zusammenzusitzen, zu plaudern und im Zuge dessen andere an eigenen Lieblingstexten teilhaben zu lassen - oder auch, ein Lied zu singen, ein Gedicht zu bringen... Immer wieder kommt einem ein Absatz oder eine Stelle unter, die einen berührt, oder anspornt, oder was auch immer. Vielleicht denken andere gleich. Vielleicht erhält man einen Denkanstoß. Oder man läßt sich einfach nur berieseln. Lockere Atmosphäre, mal ein paar Zeilen hier, mal ein Absatz da, so könnte der Abend aussehen.

Wir freuen uns auch über jeden buchlosen Zuhörer - Vorlesen ist nicht Muß, man kann auch nur als Genießer kommen!

Hintergrund:

„Berge lesen“ wurde erstmals vom Deutschen Vorsitz der Alpenkonvention 2015-1016 und dem Ständigen Sekretariat ins Leben gerufen, um den International Tag der Berge 2015 zu feiern. Die Idee ist es, Veranstaltungen an vielen unterschiedlichen Orten rund um die Alpen zu initiieren, die der Lesung moderner Alpenliteratur gewidmet sind. Kerntag ist der Internationale Tag der Berge, der jedes Jahr am 11. Dezember gefeiert wird. Das "Berge lesen Festival" ermutigt das Feiern von kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten in den Alpen und verbindet gleichzeitig Berge und Kunst.

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