Warum sich freiwillig die Hände schmutzig machen, schweißtreibende Arbeit verrichten und das an seinem freien Wochenende? Das könnte man die aktiven Helferinnen und Helfer fragen, die für den Verein Lanius und dem Alpenverein im Rahmen der Bergwaldprojekte für Wiesen und Wälder vollen Einsatz zeigen. Weil helfen - ganz eigennützig betrachtet - wirklich gut tut. Blühendes Österreich unterstützt diese Projekte und zeigt dir wie du am besten helfen kannst und warum du es auch unbedingt tun solltest.

"Die Anderen werden es schon richten!" Da ist sie schon wieder: die altbekannte Ausrede, die unserem inneren Schweinehund sanft über den Kopf streichelt. Eigentlich finden wir Umweltschutz total wichtig, wir wandern Lieder trällernd auf den nächsten Hausberg und sind uns absolut sicher, dass für die Entwicklung unserer Kinder die Natur wirklich wichtig ist. Aber sobald es darum geht selbst aktiv zu werden, die Schaufel in die Hand zu nehmen und einige Stunden der eigenen wertvollen Freizeit zu opfern, beginnt er schon wieder zu bellen: der alte Schweinehund.


Bis zu fünfmal jährlich organisiert der regionale Naturschutzverein Lanius Freiwilligen-Einsätze in Niederösterreich, bei denen der Natur auf die Sprünge geholfen wird. Blühendes Österreich unterstützt diese Projekte.

Natur aktiv schützen: Der Schweinehund bleibt zuhause

Die Anderen, das bist DU. Und das kannst du auch deinem Schweinehund mit freundlichen Grüßen ausrichten, wenn du dich auf den Weg in Richtung Mostviertel machst. Denn dort werden Fichten geschnitten, Wiesen gemäht, Bäume gepflanzt, da wird entbuscht und Astwerk entsorgt. Bis zu fünfmal jährlich organisiert der regionale Naturschutzverein Lanius Freiwilligeneinsätze in Niederösterreich, bei denen der Natur auf die Sprünge geholfen wird. Blühendes Österreich unterstützt diese Projekte auch finanziell.

Natur schützen aus Überzeugung

„Die Freiwilligen-Arbeit hat für den Naturschutz einen extrem hohen Stellenwert“, sagt der Biologe Hannes Seehofer, der selbst seit 15 Jahren bei Lanius mit anpackt. „Die Naturschutzbudgets der Bundesländer sind sehr gering, deswegen ist der Einsatz der Freiwilligen so wichtig für den Naturschutz.“ Diese Überzeugung lebt er auch und hat deswegen selbst schon an unzähligen Einsätzen aktiv teilgenommen. „Ein paar hundert werden es schon sein“, sagt er und denkt dabei auch an die Wiesen und Wälder am Buchberg bei Spitz. Im Frühjahr werden hier Fichten geschnitten, damit sich der Laubwald – und mit ihm fünfmal so viele Vogelarten, wie etwa die bedrohte Hohltaube – besser ausbreiten kann.

Für Schmetterlinge, Smaragdeidechsen und Orchideen

Die angrenzende Buchbergwiese ist einzigartig und extrem artenreich. „Hier findet man über 100 Pflanzenarten, darunter sieben bis acht Orchideen-Arten wie zum Beispiel das Dreizähnige Knabenkraut oder die Mückenhendlwurz“, schwärmt der Biologe Seehofer. Außerdem gibt es 30 Heuschrecken-Arten, Smaragdeidechsen und viele Schmetterlingsarten – oder solche, die es gerne wären, wie der Schmetterlingshaft. Die Artenvielfalt ist eines der wichtigsten Indikatoren für ein intaktes Ökosystem und das macht auch die Freiwilligen-Projekte des Vereins Lanius, die von Blühendes Österreich unterstützt werden, so besonders wertvoll.

„Eine Besonderheit ist der böhmische Enzian, der europaweit gefährdet ist“, erzählt Seehofer weiter und macht damit noch einmal deutlich, wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen ist. Denn wer kann am Ende des Tages schon von sich behaupten, den Bestand einer gefährdeten Pflanzenart gesichert zu haben, die unsere Enkel sonst nur noch aus Büchern kennen würden?

"Bei den Freiwilligen-Einsätzen kann ich mir sicher sein, dass meine Arbeit und mein Engagement Sinn machen und da ankommen, wo es nötig ist. Außerdem sind die Einsätze sehr gut angeleitet, man lernt viel über die Pflanzen- und Tierwelt hier in Niederösterreich"

Wie man in den Wald hineinruft...

Thomas Ullmann ist selbst drei- bis viermal im Jahr bei den Freiwilligen-Einsätzen mit dabei und mittlerweile sogar im Vorstand des Vereins Lanius: „Ich bin Sozialarbeiter und hatte immer schon ein latentes Interesse für die Natur. Bei den Freiwilligen-Einsätzen kann ich mir sicher sein, dass meine Arbeit und mein Engagement Sinn machen und da ankommen, wo es nötig ist. Außerdem sind die Einsätze sehr gut angeleitet, man lernt viel über die Pflanzen- und Tierwelt hier in Niederösterreich.“ Die Arbeitseinsätze dauern meist einen halben Tag, die Jause wird von Lanius spendiert.

Heute mitmachen für ein schönes Morgen

Spezielle Kenntnisse oder Voraussetzungen braucht man übrigens nicht, um mithelfen zu können. „Vor jedem Einsatz gibt es eine kurze Begehung und Einschulung in die Besonderheit des Gebiets. Die Motorsäge oder Motorsense bekommen aber nur diejenigen in die Hand, die damit schon viel Erfahrung haben“, sagt Seehofer. Die Arbeit der HelferInnen, die dann das geschnittene Astwerk oder gemähte Gras zusammenrechen, ist besonders wichtig. Hört sich schweißtreibend an, ist es auch. Allerdings betont Ullmann, dass „jeder nur so viel macht, wie er sich zutraut und körperlich schafft. Aber der Muskelkater am nächsten Tag fühlt sich richtig gut an.“

Pflanzen und Tiere vor dem Aussterben retten, lernen mit und in der Natur - darum geht es also, wenn man sich aktiv für die Natur einsetzt. Und da kann man schon mal dem Muskelkater vor dem Schweinehund den Vortritt lassen.

Der Naturschutzverein Lanius freut sich immer über neue Gesichter! Der nächste Termin ist für Mitte Juli geplant – weitere Details dazu findest du auf der Lanius Website.

 

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Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Interessen und Intensität der Halb- oder Ganztagestour werden individuell angepasst.

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Gibt es Beispiele für solche Touren?
Eine Übersicht über bestehende Standard-Touren steht hier zur Verfügung. Darüber hinaus können auch individuelle thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten festgelegt werden. Auf dieser Basis wird ein:e passend qualifizierte Ranger:innen organisiert.

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Bei anspruchsvollen Wanderungen in alpine Gipfelregionen sowie bei Kletter- oder Schitouren wird die Begleitung durch Bergwanderführer:innen oder Bergführer:innen empfohlen. Eine entsprechende Übersicht ist hier zu finden.

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Familien, Erwachsene mit Kindern
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Treffpunkt und Zeitpunkt wird gemeinsam mit dem Guide bei Buchung vereinbart

Geführte Touren sind ganzjährig möglich.

€ 230,00 für eine Halbtagestour (bis zu 5 Stunden), € 330,00 (bis zu 8 Stunden) für eine Ganztagestour mit eine:m Nationalpark Ranger:in

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Unsere Nationalpark Ranger:innen machen diese exklusive Führung zu einem maßgeschneiderten Naturerlebnis!

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen unscheinbaren blauen Käfer besonders? Bei dieser individuell gestalteten Führung greifen die Ranger:innen diese und viele weitere Fragen auf und setzen gewünschte Schwerpunkte.

Das Infobüro in Admont vermittelt gerne erfahrene Nationalpark Ranger:innen. Anfragen sind telefonisch unter +43 (0)3613 / 21160-20 oder per E-Mail an info@nationalpark-gesaeuse.at möglich. Alternativ steht eine einfache Direktbuchung zur Verfügung: Datum auswählen, Halb- oder Ganztag festlegen – die gesamte weitere Organisation übernimmt der Nationalpark.

Die Buchungsabwicklung und Bezahlung erfolgen über das Infobüro des Nationalparks Gesäuse in Admont.

Ergänzend dazu bieten Gesäuse Partner der Kategorie „Outdoor Anbieter“ ein vielfältiges Programm an individuellen Touren und Erlebnissen – von Rafting, Kletter- und Wandertouren bis hin zu Schitouren im Winter.

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Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

€ 320,- (Pauschalbetrag Ganztag), € 220,- (Pauschalbetrag halbtags)

Gibt es Beispiele für derartige Touren?
Ja, Sie können sich gerne hier (Link zu Buch dir deinen Guide auf der Website) einen Überblick über unsere Standard-Touren verschaffen. Sie können sich aber auch gerne einfach thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten wünschen und wir organisieren eine:n genau für Ihre Bedürfnisse passende:n Ranger:in.

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Bei schwierigen Wanderungen in alpine Gipfelregionen, Klettertouren oder Schitouren sollten Sie sich von Bergführer:innen oder Bergwanderführer:innen begleiten lassen. Die Kosten liegen bei Bergwanderführer:innen bei € 320,- pro Tag und bei Bergführer:innen ab € 480,- pro Tag, je nach genauer Anforderung. Wenden Sie sich gerne an uns, wir vermitteln Sie weiter.

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