Projekte Naturbildung & Engagement

Mit der kostenlosen Schmetterlingsapp „Schmetterlinge Österreichs“ rufen Blühendes Österreich und die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 auf, Österreichs Schmetterlinge zu zählen und zu bestimmen. Und sie damit vor den Vorhang zu holen. 13.000 Menschen bauen seit 2016 das größte Schmetterlingsportal Österreichs auf. Denn die flatternden Schönheiten sind, wie viele andere Insekten, stark bedroht. Die Bestandserhebung liefert wichtige Daten für Schutzmaßnahmen. Als wichtige Bestäuber der Obstbäume und als Futter für Vögel sind sie für unser menschliches Wohl unentbehrlich.

Was ist die Vision des Projektes „Schmetterlinge Österreichs“ ?

Blühendes Österreich möchte gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation und den beteiligten Menschen den Schmetterlingen eine starke Stimme geben.

Die konkreten Ziele der Schmetterlingsapp sind:

  • Aufbau eines erfolgreichen und innovativen Citizen-Science Projekts
  • Aufbau einer Gemeinschaft, die sich für Schmetterlinge stark macht (Stand Mai 2019: 13.000 Beteiligt)
  • Einbezug der Wissenschaft – der wissenschaftliche Leiter der Schmetterlingsapp Helmut Höttinger wertet die Daten aus und veröffentlicht diese in Reporten

Motivation für das Projekt

Schmetterlinge haben im Vergleich zur Honigbiene keine Lobby. Das möchten wir mit der App und unserem Schwerpunktthema „Schmetterlinge“ ändern.

Schmetterlingsmomente einfangen und Gutes tun, so könnte man den Sinn und Zweck der beliebten Schmetterlingsapp „Schmetterlinge Österreichs“ nennen. Die treue Lobby der Schmetterlinge holt die gefährdeten Insekten vor den Vorhang und unterstützt die Wissenschaft mit ihren Meldungen in der App.

Die Schmetterlingsapp auf der anderen Seite möchte die Bedürfnisse der Nutzenden weiterhin erfolgreich erfüllen und darüber hinaus die Grundlage für Österreichs größtes Citizen Science Projekt bieten.

Wie funktioniert die App?

Mittels Foto und einem ausgeklügelten Filtersystem können registrierte App-Nutzer in Österreich gesichtete Tagfalter ganz einfach bestimmen: Sie fotografieren das Tier, wischen zur Bestimmung über den Screen, vermerken Sichtungsort und -zeitpunkt, und fragen, sind sie sich ob der Art unsicher, die Community um Rat. Gesichtete Tiere können die User gleich liken, teilen oder sie per Herzsymbol zu Favoriten küren. Praktische Tipps der App helfen beim Beobachten und ein umfangreiches App-Lexikon informiert über Lebensräume und Merkmale der Schmetterlinge. Aktuell sind knapp 160 Tagfalterarten in der App-Datenbank hinterlegt, samt Steckbrief und Fotos. Sie sind den sechs in Österreich vorkommenden Tagfalterfamilien – Ritterfalter, Weißlinge, Edelfalter, Würfelfalter, Bläulinge, Dickkopffalter – zugeordnet. Weitere Arten sollen folgen.

Die App steht kostenlos in den App-Stores von Apple und Android zur Verfügung. Auf www.schmetterlingsapp.at gibt es auch eine Desktopversion.

Wen unterstützt Blühendes Österreich?

Blühendes Österreich unterstützt über die App einerseits die Schmetterlinge und ihre Lebensräume und andererseits die Menschen, die sich für Schmetterlinge interessieren. Außerdem verhilft die App der Wissenschaft zu mehr Daten. Verbreitungskarten können angepasst werden oder spezielle Funde wie die Berghexe in St. Pölten oder exotische Arten veröffentlicht werden.  

Blühendes Österreich gibt mit der App den Schmetterlingen eine starke Stimme und mehr Sichtbarkeit. Über diverse Schwerpunkte ladet unser Schwarm, so wie wir unsere Citizen-Scientists und SchmetterlingsfreundInnen nennen, Schmetterling hoch. Begeistert tauschen sich die Schmetterlingsfreundinnen über ihre besonderen und schönen Exemplare aus. In der App kann man sich gegenseitig bei der Bestimmung von Schmetterlingen helfen, sich über Stammbuch Einträge nette Nachrichten hinterlassen und kommunizieren. Die App begeistert und stärkt den Schwarm.

Welche Herausforderungen werden gelöst?

  • Sensibilisierung für den Schmetterling

 „Schmetterlinge sind stark gefährdet“

Die Schmetterlings-App soll die österreichische Bevölkerung für die flatternden Insekten sensibilisieren – im Gegensatz zu den Bienen haben die Schmetterlinge noch keine Lobby. Doch die Tiere sind für unsere Umwelt äußerst wertvoll: Als Blütenbestäuber, als Nahrungsquelle für andere Lebewesen und als Indikator für ein funktionierendes Ökosystem. Intensive Landwirtschaft, Pestizideinsatz, Zersiedelung und Lichtverschmutzung zählen zu den Bedrohungen für die Falter. Von den 208 in Österreich registrierten Tagfalterarten etwa werden laut den aktuellen Roten Listen knapp 52% als gefährdet eingestuft. Fünf Arten sind bereits ausgestorben. In ganz Europa hat sich der Tagfalterbestand seit 1990 halbiert. „Wir möchten mit dieser App den Schmetterlingen Österreichs eine Stimme verleihen – und gleichzeitig aufzeigen, was getan werden kann, um das Schlimmste zu verhindern,“ fasst Martin Aschauer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von GLOBAL 2000, zusammen.

  • Falter-Volkszählung

Ergänzend zur Steigerung des Bewusstseins um die Schmetterlinge, wollen die Stiftung Blühendes Österreich und GLOBAL 2000 mit der App die Österreicherinnen und Österreicher zur Schmetterlingsvolkszählung aufrufen. Mangels ausreichender Forschungsfinanzierung zur Bestandsentwicklung der Schmetterlingspopulation weiß man aktuell gar nicht, wie viele Schmetterlinge es derzeit in Österreich überhaupt gibt. Haben interessierte Laien-Forscher bereits bisher zur Abschätzung der Bestandsentwicklung beigetragen, erhoffen wir uns durch die App zusätzliches Engagement.

Möchtest du mehr Wissenswertes über Schmetterlinge erfahren, ihre Lebensweise, was sie bedroht – und vor allem, wie du sie schützen kannst, dann lade unsere Broschüre „Wie helfe ich den Schmetterlingen?“ 

 Was ist das Besondere am Projekt?

  • Die Schmetterlingsapp ist ein Ergebnis von begeisterten Citizen-Scientists, die mit ihren tausenden Fotos, Kommentaren und Hilfestellung eine große Gemeinschaft für die Schmetterlinge aufgebaut haben.
  • Die junge Stiftung Blühendes Österreich ist die erste Privatstiftung eines österreichischen Unternehmens für den Erhalt der heimischen Biodiversität. Die REWE International gründete die Stiftung 2015. Ein Pionier am österreichischen Markt.
  • 140.000 gezählte und hochgeladene Schmetterlinge von 13.000 Menschen (Stand Juni 2019)
  • Ein Zusammenschluss der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und der Privatstiftung der REWE Blühendes Österreich
  • Der Schmetterling ist nicht nur der Star in der App sondern zugleich Symbol unserer Stiftung Blühendes Österreich - er findet sich in unserem Logo wider und viele unserer Naturerfolge- also Projekte die wir umsetzen oder ermöglichen- kümmern sich um den Schmetterling. Zum Beispiel das Tagfalter-Monitoring in Tirol.

Die Aktivitäten in und rund um die Schmettrlingsapp

Das ganze Jahr über findet die größte Schmetterlingszählung über die App statt. Fotos von gesichteten Schmetterlingen können immer hochgeladen werden.

Während des Jahres finden unterschiedliche Schwerpunkte statt:

  1. Zählung der Aurorafalter im Frühling
  2. Zählung der Schmetterlinge in Österreichs Gärten: Zeig‘ her deinen Schmetterlingsgarten

Auswertungen der App:

Jahresauswertungen der Schmetterlingszählungen in der App

2018:

88.000 Schmetterlinge von 13.000 Citizen Scientists gezählt. Kaisermantel ist meist gesichteter Schmetterling 2018.
Die Highlights 2018
Wissenschaftliche Abschlussbericht der Schmetterlingszählung 2018 

2017:

26.000 Schmetterlinge von 8.000 Citizen Scientists gezählt.
Admiral auf Platz 1. Nachtfalter neu in die App.
Die Highlights 2017
Wissenschaftliche Abschlussbericht der Schmetterlingszählung 2017

2016:

Alarmierende Zahlen und Hoffnungsschimmer
Die wichtigsten Highlights der App aus dem Jahr 2016
Die Highlights 2016
Wissenschaftlicher Abschlussbericht der Schmetterlingszählung 2016

 

Zählung in Österreichs Gärten: Zeig her deinen Schmetterlingsgarten

Schmetterlingszählung in Österreichs Gärten 2018:
„Zeig‘ her deinen Schmetterlingsgarten“ liefert neue Erkenntnisse: 23.000 gezählte Schmetterlinge - Kaisermantel hat das Große Ochsenauge eingeholt

Auswertung Schmetterlingszählung in Österreichs Gärten
„Zeig‘ her deinen Schmetterlingsgarten“
(Download: PDF, 4MB)


Mehr Infos zum Schmetterlingsgarten
 

Sommerzählung 2017: Zeig her deinen Schmetterlingsgarten: die größte Schmetterlingszählung in Österreichs Gärten
2017: 12.000 Schmetterlinge in Österreichs Gärten bei „Zeig her deinen Schmetterlingsgarten“ von 13.07 bis 06.08.2017 gezählt. Großes Ochsenauge auf Platz 1.

Die Schmetterlingszählung des Aurorafalters im Frühling

Die Schmetterlings- Volkszählung Aurorafalter. Suche nach dem orangenen Frühlingsboten.
Ergebnisse der Zählaktion Aurorafalter 2018
Ergebnisse der Zählaktion Aurorafalter 2017

Die App steht kostenlos in den App-Stores von Apple und Android zur Verfügung. Auf www.schmetterlingsapp.at gibt es auch eine Desktopversion.

 

Initiator
Blühendes Österreich
Partner
GLOBAL 2000
Projekttitel
Schmetterlingsapp „Schmetterlinge Österreichs“
Beteiligte
13.000 Menschen in Österreich
Region
Österreich
In der App enthaltene Schmetterlinge
160 Tagfalterarten und 32 Nachtfalterarten
Projektdauer
seit Mai 2016
Website Schmetterlingsapp
www.schmetterlingsapp.at
Download
Play Store (android) und App Store (apple) mit “Schmetterlinge Österreichs” oder unter www.schmetterlingsapp.at

Verwandte Naturerlebnisse

Durch Höhlen zu verborgenen Wassern

Durch Höhlen zu verborgenen Wassern

20. Aug. | Ab 11:00
Icon Pin_brown

Hinterstoder 4573
Österreich

Hinterstoder, 4573

Veranstalter: Nationalpark Kalkalpen

Begleiten Sie einen ausgebildeten Höhlenführer in die faszinierende Unterwelt der Kalkalpen. Gut ausgerüstet mit Helm und Stirnlampe entdecken Sie die geheimnisvolle Welt des Karstes. Die Kreidelucke bei Hinterstoder ist eine naturbelassene Höhle, gerade das macht diese Tour zur erlebnisreichen Herausforderung. Jahrtausende alte Felsformationen tauchen im Lichtkegel der Stirnlampen auf, Sie durchwaten kurze Wasserstellen und bewältigen einfache Kletterpassagen.
Dauer ca. 2 ½ Stunden

Schüler ab der 4. Schulstufe!

Ausrüstung: Bergschuhe oder rutschfeste Gummistiefel, warme Bekleidung, Wechselkleidung (Hose, Socken, Schuhe und Handtuch) bitte mitnehmen. Man wird nass!

Bitte beachten: Trittsicherheit erforderlich! Kurze Wasserstellen sind kniehoch zu durchwaten. An einigen Stellen bieten Sicherheitseinrichtungen wie Seile und Trittbügel zusätzlichen Halt.

Durch Höhlen zu verborgenen Wassern Der Fährte folgen
Reise in den Mikrokosmos

Reise in den Mikrokosmos

20. Aug. | Ab 12:00
Icon Pin_brown

Gstatterboden 8913
Österreich

Gstatterboden, 8913

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Tauchen Sie unter fachkundiger Anleitung unserer Nationalpark Ranger in die faszinierende Welt der Wasser- und Bodenlebewesen ein. Bestaunen Sie beim Mikroskopieren jedes einzelne Bein eines Tausendfüßlers, das Schneidewerkzeug einer Ameise, den Düsenantrieb einer Libellenlarve oder die Geburt eines Wasserflohs. Beim Mikroskopieren entdecken Sie Tiere, die Sie vorher noch nie gesehen haben und bewundern im Mikrotheater winzige Mikroorganismen und andere Naturobjekte live in Großprojektion.

Termine: während der Öffnungszeiten des Weidendoms jeweils um 11:00, 14:00, und 16:00

Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
Juli, August, bis Mitte September: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
September: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Reise in den Mikrokosmos Der Fährte folgen
Lebe ich auf großem Fuss

Lebe ich auf großem Fuß?

20. Aug. | Ab 12:00
Icon Pin_brown

Gstatterboden 8913
Österreich

Gstatterboden, 8913

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?
Um die im Labyrinth gewonnenen Erfahrungen zu erweitern und zu vertiefen, bieten wir betreute Programme zum Ökologischen Fußabdruck an. Erfahren Sie hier spielerisch und spannend aufbereitet von unseren Rangern, wie Sie Ihren Ökologischen Fußabdruck verringern und die Umwelt schonen können. Lernen Sie mehr über die globalen Zusammenhänge des Ökologischen Fußabdrucks der Menschen der Welt, der jeweiligen Länder und jeder einzelnen Person…

Termine:
während der Öffnungszeiten des Weidendoms jeweils um 11:00, 14:00, und 16:00

Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni:
Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Juli, August, bis Mitte September:
täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

September:
Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt:
Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer:
Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Lebe ich auf großem Fuß? Der Fährte folgen