Zum dritten Mal in Folge hat die verlässliche Schmetterlingslobby die orange-getupften Aurorafalter dokumentiert.
Von Vorarlberg bis ins Burgenland gingen insgesamt 617 Meldungen des flatterhaften Frühlingsbotschafters ein.
Der Aurorafalter erfreut sich seiner wachsenden Beliebtheit und heimst bei dieser Zählung Rekorde ein!
Welches Bundesland zählt die meisten Sichtungen? Welchem frühen Vogel gelang der erste Nachweis?

Die diesjährige Aurorafalterzählung hat unsere Erwartungen übertroffen: Insgesamt gingen 2019 (nach den unten genannten Kriterien ausgewertet) 617 Meldungen des Aurorafalters (Anthocharis cardamines) aus allen Bundesländern ein. Diese stammen von 259 verschiedenen App-UserInnen. Die Inventur der Aurorafalter scheint sich unter den SchmetterlingsfreundInnen herumgesprochen zu haben: 2018 haben im Vergleich 59 fleißige SchmetterlingsbeobachterInnen bei der Aurorafalterzählung 2018 teilgenommen.

Die Lobby der Aurorafalter hat sich somit verVIERfacht! 

 

Die Flügelspitze vorne: Niederösterreich führt im Bundesländer-Ranking

 

Die meisten Meldungen (195) wurden mit deutlichem Abstand aus Niederösterreich übermittelt, die wenigsten aus dem Burgenland (28 Meldungen). Auch aus Oberösterreich (89) und der Steiermark (66) langten zahlreiche Meldungen ein. Auf den hinteren Plätzen reihen sich Tirol, Wien, Vorarlberg, Kärnten und Salzburg.

  1. Niederösterreich (195)
  2. Oberösterreich (89)
  3. Steiermark (66)
  4. Tirol (58)
  5. Wien (51)
  6. Vorarlberg (50)
  7. Kärnten (45)
  8. Salzburg (35)
  9. Burgenland (28)


 

Wer waren die fleißigsten BeobachterInnen?

Elf emsige NutzerInnen haben jeweils zehn oder mehr Meldungen übermittelt.

Die früheste Beobachtung stammt von Chris W. aus Wien (Himmelswiese im 23. Bezirk) vom 21.3.2019 – so früh wie nie. (Zum Vergleich: 2017 flatterte der Aurorafalter das erste Mal am 28.3. vor die Linse und 2018 gelang die erste Meldung am 2. April).
Am 23.3. folgen bereits Meldungen aus Niederösterreich, Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark. Am 24.3. gingen die ersten Meldungen aus Kärnten und Vorarlberg ein. Am 30.3. folgten Tirol und am 4.4. Salzburg. Dieser Flugzeitbeginn spiegelt sehr gut die günstigen Witterungsverhältnisse im März 2019 wider, die den (frühen) Schlupf aus den überwinternden Puppen natürlich begünstigt haben.

Auf den drei „Stockerlplätzen“ landeten Anna Sö. (26 Meldungen), knapp gefolgt von Chris W. (24 Meldungen) und Stefan Gr. sowie Moni K. mit jeweils 23 übermittelten Datensätzen.

  1. Anna Sö. (26)
  2. Chris W. (24)
  3. Stefan Gr. (23)
  4. Moni K. (23)
  5. Anton K. (17)
  6. Hansjörg  V. (14)
  7. Dieter L. (14)
  8. Momcilo B. (13)
  9. Petra Z. (13)
  10. Franziska E. (12)
  11. Anna W. (10)

 

Der wissenschaftliche Betreuer der Aurorafalter-Zählung, Helmut Höttinger, zeigt sich von den Ergebnissen beeindruckt:

„Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Meldungen dieses auffälligen „Frühlingsboten“ übermittelt wurden. Die Daten zeigen zwar die weite Verbreitung der Art in Österreich auf, tragen aber in vielen Gebieten zu einer Verdichtung der Verbreitungspunkte bei. Zudem lassen die Daten zur Flugzeit und insbesondere zum Flugzeitbeginn nicht nur Aussagen zum Witterungsverlauf im jeweiligen Jahr zu, sondern sind mittel- bis langfristig betrachtet auch ein wissenschaftlicher Beitrag zu den Effekten des Klimawandels, zu dem somit jede Userin und jeder User der App einen Teil beitragen kann“.

Image
schmetterlingszaehlung 2018

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Informationen zur Auswertung

Im Gegensatz zu den letzten Jahren wurden alle bis Anfang Juli 2019 einlangenden Daten bei der Auswertung berücksichtigt und somit auch die Daten vom Ende der Flugzeit mit berücksichtigt. Somit können Aussagen über die gesamte Generation getätigt werden. Aussagen zu eventuell auftretenden einzelnen Individuen einer teilweisen 2. Generation im Spätsommer/Frühherbst (August/September) können damit aber natürlich nicht getroffen werden. Dies geschieht dann im Jahres-Endbericht.

In die Auswertung einbezogen wurde pro NutzerIn nur jeweils ein Datensatz von einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Datum. Wenn sowohl Männchen als auch Weibchen gemeldet wurden, wurde dies als zweiter Datensatz gewertet und auch bei den eruierten Individuenzahlen mit berücksichtigt. Nach diesen Kriterien wurden vor Beginn der Auswertung 255 Doppel- oder Mehrfachmeldungen (in den allermeisten Fällen Fotos von ein und demselben Individuum) eliminiert.

Vom Ei zum schüchternen weiblichen Falter: Der Aurorafalter „im Bild"

Vor allem die mit ihrer orangen Flügelspitze auffälligen Männchen wurden von den Nutzern gemeldet (468 Datensätze), jedoch nur 126 der eher unscheinbaren Weibchen (davon auf einem Foto gleich zwei Weibchen). Zusätzlich gingen 20 Fotos ein, bei denen ein Pärchen des Aurorafalters zu sehen ist (davon zwei Nachweise mit Kopula). Zudem wurden drei Mal Eier fotografiert. Insgesamt wurden 2019 somit 635 Individuen des Aurorafalters während der Zählaktion gemeldet.

 

Du möchtest bei der nächsten Schmetterlingszählung teilnehmen? Lade unsere kostenlose App herunter und hilf mit, die Bestände unserer Schmetterlinge zu dokumentieren. Schließlich ist fast jede zweite Falterart in ihrem Bestand gefährdet! --> Zur Schmetterlingsapp.

 

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