Zum Naturlexikon Anodonta cygnea | Wissen

So erkennst du die Große Teichmuschel:

  • relativ dünne Schale
  • kein verbindendes Schloss zwischen den Schalenhälften
  • Färbung von schwarz bis grün-gelblich
  • breit-ovale Schalenform

 

Beschreibung

Durch ihre versteckte Lebensweise im Schlamm von Stillgewässern ist es meist nicht leicht, lebende Große Teichmuscheln zu entdecken. Noch am ehesten findet man die Schalen toter Exemplare am Ufer oder am Grund abgelassener Teiche. Als größte heimische Muschel fällt sie sogleich alleine schon aufgrund ihrer Größe auf und zeigt eine sehr breite Schalenform. Die beim Wachstum entstehenden Fältchen auf der Außenseite der Schale können von schwarz über grün und gelb bis ins Olive gehen. Die Innenseite besitzt einen typischen, perlmutterfarbigen Glanz.

 

Verbreitung

Durch die Verwechslungsmöglichkeit mit der Gemeinen Teichmuschel ist das Verbreitungsgebiet nicht bis ins Detail bekannt. Sie dürfte jedoch in fast allen Bundesländern vorkommen.

 

Lebensraum

Die Große Teichmuschel ist eine typische Art der Stillgewässer und besiedelt Teiche, Seen und gelegentlich auch langsam fließende Gewässer. Beim Substrat auf dem Gewässergrund bevorzugt sie Schlamm und feinkörnige Sedimente. Hier liegt sie vergraben und es ragen nur die Ein- und Ausströmöffnungen heraus, durch die sie im Wasser schwebende Nahrungspartikel herausfiltert. Die Fortbewegung erfolgt mit Hilfe eines sog. „Fußes“, mit dem sie langsam kriechen und sich im Schlamm weiterschieben kann.

 

Gefährdung

Wie fast alle Großmuscheln in Österreich erlitt auch die Große Teichmuschel teils dramatische Bestandseinbußen und gilt als „stark gefährdet“. Neben natürlichen Faktoren wie Parasiten oder Räuber sind es vor allem negative menschliche Einflüsse, die zum Rückgang geführt haben. Dazu zählen u. a. Gewässerverunreinigungen und -regulierungen, ungünstige Teichbewirtschaftung, Absenken des Wasserspiegels oder Konkurrenz durch eingeschleppte Arten.

 

Besonderheiten

Die Große Teichmuschel betreibt Brutpflege und schützt die Larven in den ersten Lebensmonaten im Inneren der Muschelschalen. Anschließend werden sie ausgestoßen und heften sich an die Haut und Kiemen von Fischen, ohne bei diesen jedoch großen Schaden anzurichten. Nach der Metamorphose zu kleinen Muschelformen lösen sie sich wieder vom Wirt und leben eigenständig weiter.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Alter
bis 10 Jahre

Größe
bis 26 cm

Aktivität
ganzjährig

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