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Blühendes Österreich setzt sich für den Erhalt von Artenvielfalt ein.
Mit der Initiative Blühendes Österreich setzen wir uns für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität in Österreich ein, damit unser Land so grün und artenreich bleibt, wie wir es kennen. Auch zukünftige Generationen sollen dieselbe, oder sogar noch eine bessere, Lebensquailtät vorfinden wie wir.

Aber was genau ist „Biodiversität“?

Unter dem Begriff „Biodiversität“ oder auch „Biologische Vielfalt“  versteht man ganz allgemein die reichhaltige Bandbreite der Lebewesen auf unserer Erde einschließlich ihrer innerartlichen und genetischen Vielfalt.

Der Begriff Biodiversität beschreibt aber auch den vielfältigen Reichtum an unterschiedlichen Lebensräumen, Lebensgemeinschaften und Ökosystemen, in denen die Tier- und Pflanzenarten leben und gedeihen.

Der Wert der Vielfalt

Aus unserer Sicht ist eine reichhaltige Biodiversität eine ebenso wichtige und erhaltenswerte Ressource wie saubere Luft, sauberes Wasser und gesunde Böden. Das vielfältige und großteils noch unerforschte Zusammenspiel von unterschiedlichsten Pflanzen- und Tierarten, Lebensräumen und Lebensgemeinschaften ist der Schlüssel zur Welt, wie wir sie kennen (so Edward O. Wilson) und Grundvoraussetzung für

  • die Erzeugung von Lebensmitteln,
  • die Gewinnung von Rohstoffen,
  • die Herstellung von Arzneimitteln (z.B.: Aspirin: der Wirkstoff stammt aus der Weidenrinde),
  • und den Erhalt lebenswichtiger, natürlicher Prozesse, wie zum Beispiel die Erzeugung von Sauerstoff, das Filtern von Wasser, die natürliche Schädlingsregulierung, die Bestäubung von Pflanzen sowie die Auf- und Abbauprozesse im Boden.

Der Erhalt der Biodiversität ist vor allem auch eine Notwendigkeit für die langfristige Sicherstellung der landwirtschaftlichen Produktion und Versorgung mit gesunden, regionalen Lebensmitteln. Die biologische Vielfalt zu schützen und zu fördern zählt somit zu den wichtigsten Voraussetzungen für unser langfristiges Wohlergehen.

Wodurch ist die Biodiversität gefährdet?

Biodiversität ist weltweit, aber auch in Österreich bedroht. Der Rückgang und das Aussterben von Arten und Lebensräumen ist dabei hauptsächlich durch menschliche Aktivität gefährdet. Die weitaus größte Gefahr für die biologische Vielfalt auf der Erde wird in der Zerstörung und Zerstückelung von Lebensräumen gesehen. Weitere Hauptfaktoren der Bedrohung sind:

  • die Industrialisierung und Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion,
  • die Verschmutzung unserer Umwelt (z.B. Luftschadstoffe, unkontrollierter Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, ungeklärte Abwässer),
  • und der Klimawandel.

Was passiert wenn Arten aussterben?

Durch den fortschreitenden Artenrückgang gehen bislang unerschlossene Wirkstoffe, Kulturpflanzen, Arzneien, Hölzer, Fasern, Erdölersatzstoffe und viele weitere Produkte sowie ungeahnte Nutzungsmöglichkeiten verloren. Durch den Verlust wertvoller Lebensgemeinschaften sind davon letzten Endes auch unsere Lebensgrundlagen bedroht: Die Erzeugung von Sauerstoff, die Reinigung des Wassers und die Nährstoffanreicherung im Boden.

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stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

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Kräuterwanderung in Heiligenblut

Kräuterwanderung Heiligenblut

8. Febr. |
Kärnten
Veranstalter: Nationalpark Hohe Tauern

„Gegen jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen“, lautet eine alte Volksweisheit. Welches genau lernen die Teilnehmer/-innen im Rahmen einer geführten Kräuterwanderung im Bereich „Kräuterwand“ in Heiligenblut. Die Kräuterwand ist ein sehr trockener, südost-ausgerichteter Steilhang oberhalb der Möllschlucht. An diesem Standort kommen viele Pflanzen vor, die sonst nur auf felsigen Rasen sowie in den Felsspalten wachsen.

Kurzbeschreibung der Tour:
Ausgehend vom Haus der Steinböcke geht man über die alte Glocknerstraße bis zur Himmelschleife. Von dort über den Haritzersteig zur Kräuterwand und weiter über die Sattelalpe zur Briccius-Kapelle, welche man nach 1 ½ Stunden erreicht. Der Weg führt durch eine gut erhaltene, ursprüngliche Kulturlandschaft, mit steilen, blumenreichen Bergmähdern. Im Frühsommer bieten die mit Steinen durchsetzten Viehweiden und Lärchenwiesen mit ihrer Blütenpracht einen zauberhaften Anblick.  Die legendenumwobene Briccius-Kapelle soll sich an einem Ort der Kraft befinden. Der dortigen Quelle wird dem Volksglauben nach eine Heilende Wirkung bei Augenleiden zugesprochen.  Auf dem Weg befindet sich auch die Briccius Sennerei Sattelalm (1.606m) die zu einer Rast einlädt.

Besonderheit:
Die Kräuterwand (ca. 1.600m) ist ein durch einen Steig zugänglicher Steilhang. Sonnige Felsbänder wechseln mit schattigen, von Wasser überrieselten Stellen und schaffen ein Mosaik von Kleinlebensräumen. Die Vielfalt der Gesteine, die sonnenexponierte Lage sowie die aufgelockerte Waldstruktur bilden die Grundlage für einen großen Artenreichtum an Pflanzen (Besonderheit Fiederblättriges Veilchen).

wichtige Informationen:
Empfohlen wird stabiles Schuhwerk, warme und wetterfeste Kleidung, Sonnenschutz sowie ein Rucksack mit Getränk und Jause. Eine gute körperliche Verfassung ist Voraussetzung! Bei schlechten Witterungsbedingungen behält sich die Nationalparkverwaltung vor, Exkursionen aus Sicherheitsgründen abzusagen. Die Teilnahme an den Programmen erfolgt auf eigene Gefahr. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung! Hunde an der Leine erlaubt.

Unterwegs Möglichkeit einer Einkehr bei der Briccius Sennerei Sattelalm.

Alter: Für Kinder ab 6  Jahren geeignet.

Charakter: leichte Wanderung im alpinen Gelände, Dauer 6 Stunden (davon 3 Stunden Gehzeit)

Kosten: Erwachsene € 20,00  Kinder € 13,00, gratis mit Nationalpark Kärnten Card

Anmeldung: bis spätestens 16.00 Uhr am Vortag

Kräuterwanderung Heiligenblut
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