Manchmal erklärt sich die Natur nicht von selbst. Dann ist ein beschilderter Pfad mit Informationen und interaktiven Stationen zum Anfassen äußerst hilfreich. Und unterhaltsam. Wo man in Österreich beim Spazierengehen etwas über die heimische Flora und Fauna lernt, hat Maria Schoiswohl recherchiert.

1Wien: In der Au

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Das Ökosystem Auenwald eröffnet sich Besucherinnen und Besuchern am Stadtrand von Wien. Auf dem fünf Kilometer langen Naturlehrpfad Obere Lobau im Nationalpark Donau-Auen verbringen Interessierte bis zu drei Stunden. Tiersymbole kennzeichnen die Stationen, die in einem Begleitfolder (der im Nationalparkhaus Wien-Lobau aufliegt) erklärt werden. Die Route führt vom Nationalparkhaus zur Dechantlacke über den Josefsteg bis zur Saltenstraße. Biber, Schildkröten, Karpfen und Wasservögel sind kein seltener Anblick in der Oberen Lobau.

www.donauauen.at

2Wien: Durch den Tiergarten

Durch den Lainzer Tiergarten führen gleich zwei Lehrpfade: Der rund ein Kilometer lange Waldlehrpfad vom Lainzer Tor bis zur Hermesvilla – vorbei am Dammhirsch- und Mufflongehege – fokussiert auf die Pflanzen des Wienerwaldes. So wächst etwa der seltene Speierling im Lainzer Tiergarten. Der knapp zweieinhalb Kilometer lange Naturlehrpfad vom Nikolaitor zur Grünauer Teichwiese setzt seinen Schwerpunkt auf den Tiergarten selbst – fünf Schautafeln informieren über Geschichte, Flora und Fauna des seit über 100 Jahren für die Bevölkerung zugänglichen Gebietes.

www.lainzer-tiergarten.at

3Niederösterreich: Ab ins Moor

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25 Hektar Naturschutzgebiet auf 860 Metern Seehöhe. Elf interaktive Informationsstationen, rund zwei Stunden Unterhaltung. So die Hard Facts des Moorpfades durchs Naturschutzgebiet Leckermoos im Wildnisgebiet Dürrenstein. Das Moor liegt auf einem Hochtalboden in Hochreith in Göstling an der Ybbs. Kids und Erwachsene tauchen dort tief in die Moorwelt ein – etwa beim Moorlexikon oder beim Moorauge, dem kleinen See im Zentrum des Gebietes. Mit etwas Glück sieht man dort auch einen seltenen Hochmoor-Perlmutterfalter.

www.wildnisgebiet.at

4Burgenland: Durchs Schilf

Wie ist der Neusiedler See entstanden? Welche Tiere und Pflanzen leben im Schilfgürtel? Wie bewirtschaftet man Schilf? In acht Stationen und auf drei Kilometern bringt der Schilflehrpfad in Purbach am See im Naturpark Neusiedler See–Leithagebirge die regionale Natur Spaziergehenden entgegen. Ganzjährig barrierefrei begehbar geht es von der Dammstraße in Purbach bis ans Ufer des Neusiedlersees – mitten durchs Schilf. Für eine gemütliche – und lehrreiche – Wanderung mit Kind und Kegel sollte man rund zwei Stunden einrechnen.

www.purbach.at

5Kärnten: Unter Wasser

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Über 20 Fischarten tummeln sich im Weissensee im gleichnamigen Naturpark in Kärnten. Seeforellen, Reinanken, Hechte, Karpfen, Schleien und Zander zählen zu den beliebtesten Fischen bei den Anglern vor Ort. Einen Blick in die reichhaltige Unterwasserwelt – ohne dabei nass zu werden – bietet der Themenweg Von Fischern und Fischen. Knapp drei Kilometer führt der Pfad von Praditz nach Techendorf. Fünf Schautafeln zeigen die heimischen Fischarten, ihre Lebensräume, fischereiökologische Projekte sowie Tipps für werdende Petrijünger (Anm.: Angler).

www.weissensee-naturpark.at

6Steiermark: Über den Gipfel

Der Natur- und Umwelt-Erlebnislehrpfad für Kinder in der Ramsau führt über den Sattelberggipfel. In rund drei Stunden geht es vorbei an 15 interaktiven Spielstationen, darunter eine Forschungsstation mit Waldcomputer, ein Waldspielhaus, ein Wasserspielplatz, Schafe und Hasen zum Streicheln oder zwei Kinderklettersteige, um die eigenen Kraft und Geschicklichkeit zu testen. Alle Entdeckerinnen und Entdecker erhalten für ihren Forscherdrang eine Forscher-Urkunde im Tourismusbüro Ramsau am Dachstein. Der Weg wurde mit dem Österreichischen Wandergütesiegel ausgezeichnet.

www.raumsau.com

7Oberösterreich: In den Alpen

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Zwei Millionen Jahre vereint der Themenrundwanderweg der Wurzeralm Naturerlebniswelt in Spital am Pyhrn. Knapp sechs Kilometer und zwei Stunden dauert die Runde, die von der Beobachtungsstation und die Almwirtschaft, über das Nebeneinander von Kultur- und Landwirtschaft, bis zum Gebirgswald und den Mooren im Teichlboden informiert. Die gesamte Naturerlebniswelt will das Bewusstsein für den Lebensraum Alpen schärfen, um diesen langfristig zu erhalten. Ausgangs- und Zielpunkt des Weges für Besucher jeglichen Alters ist die Bergstation der Wurzeralm-Standseilbahn.

www.urlaubsregion-pyhrn-priel.at

8Salzburg: Im Urwald

Durch den Jahrhundertealten Blocksturzwald im Talschluss Kolm Saigurn im Nationalpark Hohe Tauern führt ein Lehrpfad. Dreizehn Informationstafeln beschreiben den Rauriser Urwald auf 1.700 Höhenmetern, im kleinen Waldmuseum erfährt man alles über die geologische Entstehung des Gebietes, seine Tier- und Pflanzenwelt. Der Weg, der einen durch Torfmoose, Sauergräser und Seggengewächse leitet, ist in gut zwei Stunden zu bewältigen und besticht vor allem mit seinen Sturzfichten, Zirben, dunklen Moortümpeln und grünen Moosen.

www.raurisertal.at

9Tirol: Bei den wilden Tieren

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Der Naturpark Kaunergrat zwischen Oberem Inntal und Öztaler Alpen ist mit einigen Themenwegen durchzogen. Der Gletscher, das Moor, die Wald- und Strauchflora lassen sich dabei erwandern. Besonders unterhaltsam für Familien ist jedoch der Wildtiererlebnispfad, der die heimischen Tiere porträtiert. Das Eichhörnchen, der Hase oder der Rothirsch sind im Naturpark zu Hause – mittels Informationstafeln und lebensgroßen Figuren aus Holz lernen Groß und Klein die Tierwelt auf rund einem Kilometer in einer gemütlichen Stunde Gehzeit kennen.

www.kaunergrat.at

10Vorarlberg: Zwischen Wald und Wasser

Woher kommt das Wetter? Wie kommen die Steine auf den Berg? Wie das Wasser in den Fluss? Diese und mehr Fragen beantwortet der interaktive Natursprünge-Weg im Brandnertal in der Alpenregion Bludenz. Auf elf Stationen geht es unter anderem um Geologie, Wald, Wiese und Wasser, um die Jagd, aber auch um Gefahren in den Alpen. Der vier Kilometer lange Pfad ab der Bergstation der Dorf- oder Panoramabahn ist in rund zwei Stunden gut zu bewältigen – auch mit Bollerwägen, die zum Ausleihen angeboten werden.

www.vorarlberg-alpenregion.at

Autorin: Maria Schoiswohl

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Tauchen Sie unter fachkundiger Anleitung unserer Nationalpark Ranger in die faszinierende Welt der Wasser- und Bodenlebewesen ein. Bestaunen Sie beim Mikroskopieren jedes einzelne Bein eines Tausendfüßlers, das Schneidewerkzeug einer Ameise, den Düsenantrieb einer Libellenlarve oder die Geburt eines Wasserflohs. Beim Mikroskopieren entdecken Sie Tiere, die Sie vorher noch nie gesehen haben und bewundern im Mikrotheater winzige Mikroorganismen und andere Naturobjekte live in Großprojektion.

Termine: während der Öffnungszeiten des Weidendoms jeweils um 11:00, 14:00, und 16:00

Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
Juli, August, bis Mitte September: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
September: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

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Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni:
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Juli, August, bis Mitte September:
täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

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Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt:
Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

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Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

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