Pflanz’ ein Bäumchen für die Zukunft – und zwar am besten heimische, alte Apfelsorten! Im Herbst ist für Apfelbäume die beste Zeit, um ihnen ein neues Zuhause zu schaffen. Denn über den Winter können ihre Wurzeln gut treiben und im nächsten Jahr – mit etwas Glück – sogar die ersten Früchte tragen. Wir haben fünf alte, heimische Apfelsorten ausgewählt, die dich nicht nur mit süßen Früchtchen belohnen. Mit ihrer Pflanzung erhältst du auch die genetische Streuobstvielfalt Österreichs.

Die Stiftung Blühendes Österreich schützt und fördert im Rahmen ihres Naturschutzprogramms alte Streuobstwiesen, die in Österreich als stark gefährdet gelten. Streuobstwiesen, auf denen immer seltener werdende alte Hoch- und Mittelstammbäume stehen, bieten mit ihren großen Baumhöhlen, nahrhaften Blüten und selten gemähten oder beweideten Wiesen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Ihr Fortbestand ist daher von großer ökologischer Bedeutung.

1. Kronprinz Rudolf

Unter den alten Apfelsorten ist der Kronprinz Rudolf in aller Munde. Denn der bekannte Winterapfel, der ursprünglich aus der Steiermark stammen soll, findet man nicht nur in privaten Gärten. Als Tafelobst wird der kernige Steirer von November bis Jänner oftmals in heimischen Supermärkten angeboten.

Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner sollten wissen: Der Kronprinzer ist bei Baumschulen als Hoch-, Mittel- und Niederstamm erhältlich und findet somit in jedem Garten ein Platzerl. Allerdings gilt es, wie bei jedem Apfelbaum zu beachten, Apfelsorten sind selbststeril und benötigen somit einen zweiten Apfelbaum als Befruchter. Beim Kauf eines Apfelbaumes sollte man sich bei den Experten in der Baumschule erkundigen, welche Befruchtersorte dafür am besten geeignet ist.

Der steirische Biobauer Wolfgang Stix pflegt mit der Unterstützung von Blühendes Österreich alte Streuobstwiesen. Die Apfelsorte Kronprinz Rudolf ist bei ihm stark vertreten.

→ Die ganze Geschichte lesen: „Streuobstwiesen: Der Apfel fällt nicht weit vom Stix“

Image
Alte Apfelsorten. Kronprinz Rudolf

2. Steirische Schafsnase

Die Steirerinnen und Steirer haben in Sachen saftige Äpfel die (Schafs-)Nase ganz klar vorne. Für die Naturschutzstiftung Blühendes Österreich war das Grund genug mit OPST, der steirischen Erzeugerorganisation Obst Partner Steiermark GmbH, zum Schutz der gefährdeten Streuobstflächen zusammenzuarbeiten. Bei Österreichs größter Streuobstausstellung in Graz (19. Oktober 2017) unter dem klingenden Titel „Hirschbirne trifft Schafsnase“ kommen nicht nur NaturparkführerInnen, BiologInnen und PomologInnen (Obstkundler) zusammen. Alte „Ur-Steirer“ wie die Schafsnase stehen bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt.

Der schmal kegelförmige Apfel schmeckt süßsäuerlich, kann ab Mitte September gepflückt werden und ist in Baumschulen als Mittel- und Hochstammbaum erhältlich.

3. Steirischer Maschanzker

„Der Apfel meiner Kindheit war so intensiv im Geschmack, dass er trotz Verschwindens in Erinnerung bleibt“, schreibt der Journalist Günther Strobl in seiner Ode an den „Maschanzkale“. Ein Apfel, der einen dermaßen intensiven Nachgeschmack hinterlässt, sollte keinesfalls aus unseren heimischen Gärten verschwinden, so finden wir.

Der g’schmackige Steirer wird als fest und saftig beschrieben. Er wächst gemächlich und bildet mit Zeit und Liebe eine beachtliche Krone. Der Maschanzker benötigt in jedem Fall die „gute Erziehung“ einer Baumschule, damit er einen kräftigen Stamm entwickeln kann.

Tipps: Apfelbaum pflanzen

  • Im Herbst ist der beste Zeitpunkt, um Apfelbäume zu setzen.
  • Beim Kauf solltest du unbedingt auf eine unverletzte Rinde, einen gesunden geraden Stamm mit mindestens drei langen Seitenästen achten.
  • Äpfel mögen Sonne: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz für deinen Apfelbaum aus.
  • Wie viel Platz hast du im Garten? Je nachdem solltest du dich für einen Hoch-, Mittel- oder Niedrigstammbaum entscheiden.
  • Apfelbäume brauchen einen Befruchter. Erkundige dich beim Kauf deines Apfelbaumes nach einer passenden Befruchtersorte.
  •  Grabe den Apfelbaum nicht tiefer als in der Baumschule ein.
  • Der Aushub sollte doppelt so groß wie der Wurzelballen deines Apfelbaumes sein.
  • Zur Unterstützung solltest du deinen jungen Baum mit einem Kokosstrick an einen festen Stützpfahl binden.

4. Waldviertler Böhmer

Lass’ dich nur nicht vom Namen verwirren. Dieser Apfel ist in erster Linie ein echter Waldviertler und bekam die Böhmer Namenserweiterung, weil ein Obsthändler die süßsäuerliche Frucht einst geschmacklich mit der Südtiroler Sorte „Kalterer Böhmer“ assoziierte. Im nordwestlichen Waldviertel ist diese alte heimische Apfelsorte leider nur noch selten zu finden. Umso erfreulicher wäre es, wenn er mit deiner Hilfe wieder neuen Boden gewinnen könnte.

Ab Ende September können seine Früchte geerntet werden und alle zwei Jahre bringt der Waldviertler verlässlich hohe Ernten. In der Sortenbeschreibung der Arche Noah heißt es dazu: „Der Waldviertler Böhmer wächst kräftig und ist ein imposanter und schöner Landschaftsbaum.“

5. Oberösterreichischer Brünnerling

Dieser Oberösterreicher ist wirklich alt, denn seine erste Erwähnung durch Freiherr von Hochberg, Wolf Helmhard, ist auf das Jahr 1659 zurückzuführen. Mittlerweile konnte diese alte Apfelsorte nicht nur in Oberösterreich, sondern auch im niederösterreichischen Wein- und Mostviertel Wurzeln fassen.

Nachdem die Krone üppig und schön kugelig gewachsen ist, haut diesen Baum so schnell nichts mehr um. Auf fast jeden Boden treibt der Brünnerling aus, erfreut seine Besitzer mit geschmackvollem Tafelobst und ist gegenüber Schädlingen besonders widerstandsfähig.

Verwandte Naturerlebnisse

no reuse Nachtwanderung

Nachtwanderung - jeden Samstag im Juli und August

4. Juli Ab 19:00 |
Steiermark
Icon Pin_brown

Gstatterboden 105
Johnsbach 8912
Österreich

Johnsbach, 8912

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Nachtwanderung
Das Betreten eines Waldes in stockfinsterer Nacht ist ein spannendes und einprägsames Erlebnis. Begleitet von Nationalpark Rangern erleben Sie die Nacht mit allen Sinnen!

Diese Führung findet im Juli und August regelmäßig jeden Samstag und bei jeder Witterung statt!

Treffpunkt: Campingplatz Forstgarten, Gstatterboden

Zeit: 21:00 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden

Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich!

Kosten: freiwillige Spende

Anmerkung: Taschenlampe nicht erforderlich - die Wanderung wird in völliger Dunkelheit durchgeführt.

Nachtwanderung - jeden Samstag im Juli und August
Der Fährte folgen
no reuse Buch dir deinen Guide Ranger

Buch dir deinen Guide

4. Juli Ab 22:00 |
Steiermark
Icon Pin_brown

Hauptstraße 35
Admont 8911
Österreich

Admont, 8911

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Nationalpark Ranger/innenZu den schönsten Plätzen des Nationalparks Gesäuse – individuell und persönlich betreut durch unsere Nationalpark Ranger/innen. Ihr/e Nationalpark Ranger/in kennt nicht nur unglaublich viele Tiere und Pflanzen, sondern auch viele Geschichten: vom Leben der Natur, über Almwirtschaft und Erzabbau bis hin zur Sagenweltdes Gesäuses.

Berg- und Wanderführer/innen
Sich auf schwierige Wanderwege und Felsschluchten ins Hochgebirge wagen oder im Winter eine atemberaubende Skitour ohne Sorge um Orientierung bestreiten. Die Berg- und Wanderführer/innen garantieren nicht nur ein Höchstmaß an Sicherheit und Professionalität, sie kennen auch unzählige Besonderheiten und Geheimnisse: Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem sagenumwobenen Peternpfad?

Termin: nach Vereinbarung

Nationalpark Ranger/in:
Pauschalbetrag € 255,- / ganztags $Pauschalbetrag € 170,- / halbtags

Bergführer:
ab € 360,- / Tag, je nach Anforderung

Bergwanderführer/in:
ab € 230,- / Tag, je nach Anforderung

Buch dir deinen Guide
Der Fährte folgen
Wulka Safari

Wulka-Safari - Mit dem Kanu durchs Schilf

5. Juli Ab 06:30 |
Burgenland
Icon Pin_brown

Bahnhof
Donnerskirchen 7082
Österreich

Donnerskirchen, 7082

Veranstalter: Naturpark Neusiedler See - Leithagebirge

Erkunden Sie zusammen mit erfahrenen Biologen den sonst verborgenen einzigartigen Schilfgürtel des Neusiedler Sees, seine Vogelwelt und das vielfältige Unterwasserleben. Auf der Aussichtsplattform im Donnerskirchner Kanal, der nur im Rahmen dieser Touren zugänglich ist, genießt man einen einmaligen Ausblick auf den enormen Schilfgürtel und das Leithagebirge. Ein spannendes Erlebnis für die ganze Familie. 

Wulka-Safari - Mit dem Kanu durchs Schilf
Der Fährte folgen