Die Große Brennnessel (Urtica dioica) zählt nicht unbedingt zu den beliebtesten Pflanzen im Garten. Dabei ist die kratzbürstige Wilde in vielerlei Hinsicht eine echte Perle unter den Wildkräutern.

Brennnesseljauche ist z.B. ein hervorragender, kostenloser Krafttrunk zur Düngung hungriger Gemüsepflanzen. Ein großer Vorteil bei Düngern aus eigener Herstellung oder gekauften organischen Düngemitteln gegenüber Kunstdüngern ist, dass Sie genau wissen, womit Sie Ihre Pflanzen füttern. Damit können Sie sicher sein, dass nur gesundes, unbelastetes Gemüse und Obst auf Ihrem Teller landen. Genaue Informationen zum selbst brauen von Brühen, Jauchen und Tees für Ihre Pflanzen finden Sie unter www.naturimgarten.at/infoblätter. Beim Einpflanzen von jungen Paradeiser-, Kürbis- oder Paprikapflanzen sorgt eine Hand voll grob zerkleinerter Brennnessel in das Pflanzloch gegeben für einen guten Start. Junge Blätter sind auch für uns Menschen ein frisches, gesundes Wildgemüse. Sie können z.B. zu Spinat, Knödeln oder in grünen Smoothies verarbeitet oder getrocknet für Teemischungen genutzt werden. 

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Brennnessel

Wer Schmetterlinge im Garten liebt, der wird bestimmt auch ein Herz für die Brennnessel haben. Sie ist die einzige Futterpflanze für die Raupen des Tagpfauenauges. Der farbenprächtige Falter ist einer der ersten, die uns schon im zeitigen Frühling erfreuen. Die meisten Schmetterlinge überwintern als Puppe, Raupe oder Ei. Nur ein paar wenige wie das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs oder der C-Falter überwintern als fertige Schmetterlinge. Dafür nutzen sie größere Hohlräume wie etwa zugängliche kühle Dachböden, Scheunen oder Keller. Deshalb ist es wichtig, im zeitigen Frühjahr regelmäßig zu lüften. So können die Falter ihr Überwinterungsquartier auch wieder verlassen. Nach dem Erwachen aus der langen Winterstarre brauchen sie Nahrung durch Frühlingsblüher wie Sal-Weide, Primeln, Huflattich oder Gundelrebe. 

Die Brennnessel ist nicht nur für das Tagpfauenauge, sondern noch für einige weitere Schmetterlingsarten die wichtigste Raupenfutterpflanze. Gut in der wehrhaften Pflanze geschützt, haben dort vor allem die Raupen der „Brennnesselfalter“ ihre Kinderstube. Der Kleine Fuchs (Aglais urticae) trägt die Brennnessel (Urtica) sogar in seinem lateinischen Namen. Auch für die Raupen von Admiral, C-Falter und Landkärtchen ist die Brennnessel die beste Babynahrung. Verzichten Sie beim Gärtnern aus Rücksicht auf die kleinen Wesen, ebenso wie Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe, auf chemisch-synthetische Pestizide.

Jeder Brennnesselfalter bevorzugt andere Plätze, an dem die Raupenfutterpflanze wächst. Der Kleine Fuchs mag es sonnig und trocken. Das Tagpfauenauge liebt ebenso sonnige Brennnesselflächen, braucht es aber luftfeucht, z.B. entlang von Gewässern. Das Landkärtchen mag lieber Schatten oder Halbschatten und hohe Luftfeuchtigkeit. Alle drei Falter bevorzugen große Brennnesselbestände. Der Admiral nimmt auch eine kleine Ansammlung von Pflanzen an, wie z.B. in einem ungemähten Streifen am Rand des Gartens oder in einem Wilden Eck. Sonnig bis halbschattig gelegen und höhere Luftfeuchte sind ihm recht. 

Egal wo in Ihrem Garten - irgendwo finden sich bestimmt eine oder sogar mehrere verschiedene Brennnesselflächen, die für die Räupchen der „Brennnesselfalter“ geeignet sind. Und wenn Sie der Brennnessel das nächste Mal im Garten begegnen, dann denken Sie daran: hier könnten die Tagpfauenaugen, Kleinen Füchse und Admirale von morgen heranwachsen! Vielleicht darf dadurch sogar eine freundschaftliche Beziehung zu der kratzbürstigen Perle entstehen. Wer der Brennnessel einen Platz im Garten gönnt, wird auf jeden Fall mit wunderschönen Schmetterlingen belohnt! 

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

13. Sep |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
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