Wer fliegt wo? Zwischen dem 13. Juli und 6. August wurde in der Schmetterlings-App von Blühendes Österreich und GLOBAL 2000 emsig fotografiert, hochgeladen und mit über 11.000 Kommentaren diskutiert, um welches flatterhafte Exemplar es sich handeln könnte. Im Zuge der Aktion “Zeig her deinen Schmetterlingsgarten” kamen aber nicht nur beflügelte Schönheiten ans Licht, auch die fleißige Community hat sich als starke Lobby für die Schmetterlinge entpuppt.

Die Anzahl der Meldungen innerhalb der 25 Tage hat jede Erwartung übertroffen. Auch der wissenschaftliche Betreuer der Schmetterlings-App, Helmut Höttinger von der BOKU Wien, wurde von den zahlreichen Uploads überrascht: “Nur zum Vergleich – im gesamten ersten Jahr der Schmetterlings-App (Mai bis Dezember 2016) gingen 4.700 Meldungen zu Tagfaltern ein, in den dreieinhalb Wochen der Zählaktion in den Gärten waren es aber 10.100! An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle!”

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Community Macht Wissenschaft

Welcher Falter wurde hochgeladen? Der Schmetterlingsexperte Höttinger verifiziert jedes einzelne Exemplar und ist von den vielen Helferleins in der App begeistert: “Viele unbestimmte oder vorerst falsch bestimmte Arten werden durch Kommentare richtig bestimmt. Der Aufwand für die Verifizierung durch Thomas Holzer und mich ist damit deutlich reduziert.”

Es sind auch wahrlich Schmetterlingsexperten in der App anzutreffen: An Gernot Macsemniuc kommt man zum Beispiel nicht vorbei, der mit 1.150 Kommentaren die Liste der Top-Nutzer anführt. Er kann nicht nur jede Art bestimmen, das Geschlecht des Schmetterlings nennt er zudem mit Links.

Auch Rolf Wieser, der sich seit über 35 Jahren mit Schmetterlingen beschäftigt, ist ein bekanntes Gesicht in der App. Er jongliert im Zweifelsfall bei einer Bestimmung gekonnt mit lateinischen Begriffen. Zuhause, in seinem extra schmetterlingsfreundlich-gestalteten Garten, flattern zahlreich seine Lieblinge, um die er sich jedoch zunehmend sorgt, “da ihre Lebensräume zunehmend schwinden und die Bestände bedrohlich abnehmen bzw. manche Arten vor dem Aussterben stehen,” sagt Wieser.

Maria Rennhofer oder Sissi Lechner sind ebenso beim digitalen Schmetterlingstreffpunkt zur Stelle und teilen großzügig ihr fundiertes Wissen, sobald ein neues Foto hochgeladen wird. Sissis Interesse zu den Faltern wurde geweckt, als sie vor 40 Jahren ein Schmetterlingsbuch geerbt hatte. “Es ist schon fast eine Sucht, alles Fliegende zu beobachten,” lacht Sissi und fasst die Zählaktion zufrieden zusammen: “Während der Zählung habe ich viel über Schmetterlinge dazu gelernt und mit den Uploads und Kommentaren in der App fast einen Stress bekommen – aber schließlich ist es ja für den guten Zweck!”

Das sind nur einige Stimmen der 2.539 Teilnehmenden, ohne denen die erfolgreiche Citizen-Science-Aktion nicht zustande gekommen wäre! VIELEN DANK!

(Im nächsten Jahr werden übrigens die fachlichen Experten der Schmetterlings-App Helmut Höttinger und Thomas Holzer über persönliche Kommentare zu den Meldungen versuchen, die Community noch mehr zu motivieren. Damit soll die Bestimmungssicherheit verstärkt werden und die Freude an der App noch weiter wachsen. Dazu sind wir laufend bemüht, die App der Wünsche der NutzerInnen anzupassen. So gibt es seit heuer die Funktion, Schmetterlinge auch nachträglich zu melden. Per GPS kann man die Fotos auch im Hier und Jetzt hochladen. Dazu ist nun auch das Schmetterlingsbild bei der Bestimmung oben fixiert und scrollt nicht mehr mit.)

App

Top 15 Lieblinge der Schmetterlings-Gemeinde

In die Herzen der Teilnehmenden hat es der Große Eisvogel von Dietmar Kain geschafft. Der Schnappschuss einer ganzen Schmetterlingssippe von Gelbgefleckten Mohrenfaltern hat es ebenso der Community angetan. Auch die vielen Bläulinge von Helmut Federspiel wurden bis in die Top 3 geliked! Klicke auf das Bild, um die 15 beliebtesten Schmetterlingsfotos zu bewundern: (Beim Hochalpenapollofalter hat sich leider ein Foto vom Apollofalter eingeschummelt)

 

Die lebendigsten Schmetterlingsgärten Österreichs

In einigen Gärten treiben es die Schmetterlinge besonders bunt: Allen voran im Garten von Marlene Melcher (244 Meldungen), gefolgt von Verena S. mit 145 Meldungen und Michaela Wanz mit 121 Sichtungen. Schmetterlinge sind wählerisch und flattern nicht jedes Grün an, das weiß auch Gottfried Zivithal: “Es ist toll, dass diese App so viele Menschen erreicht hat. Hoffentlich lassen mehr Leute dadurch der Natur in ihrem Umfeld, in ihrem Garten mehr Platz indem sie heimische Sträucher, Vogel- und Schmetterlingsgehölze und naturnahe Wiesen statt einem monotonen Rasen den Vorzug geben”, erklärt der Schmetterlings-App-Nutzer Zivithal und hofft, dass unsere Gärten und unser Umfeld so naturnah wie möglich gestaltet werden.

 

Die artenreichsten Gärten:

  1. Marlene Melcher (244 Meldungen)
  2. Verena S. (145 Meldungen)
  3. Michaela Wanz (121 Meldungen)
  4. Andrea Obereder (117 Meldungen)
  5. Traudl Staller-Mattersberger (87 Meldungen)
  6. Franz Schuster (73 Meldungen)
  7. Maria Rennhofer (72 Meldungen)
  8. Familie Doblhammer (69 Meldungen)
    Tatjana Mähnert (69 Meldungen)
  9. David Jaros (58 Meldungen)
  10. Nicole Krenn (57 Meldungen)
  11. Momcilo Borek (56 Meldungen)
  12. Christina G. (55 Meldungen)
    Rupert Hartenberger (55 Meldungen)
  13. Brigitte List (54 Meldungen)
    Elisabeth Koller-Schmee (54 Meldungen)
    Gottfried Zivithal (54 Meldungen)
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Die häufigsten Schmetterlinge von “Zeig her deinen Schmetterlingsgarten”

874-Mal wurde das Große Ochsenauge geknipst und reiht sich somit ganz oben in die Liste ein. Danach kommt mit 870 Sichtungen der Kaisermantel auf Platz zwei. Auf den dritten Platz hat es mit 801 Uploads der Admiral geschafft.

Sensationelles aus der Zählaktion

Den Schmetterlingsexperten Höttinger und Holzer zufolge kamen einige Überraschungen ans Licht. So wie die Meldung über den Zahnflügel-Bläuling (Polyommatus daphnis) aus der Steiermark (Leoben), da die Art in den letzten Jahrzehnten in der Steiermark nur sehr selten nachgewiesen wurde und in diesem Bundesland akut vom Aussterben bedroht ist. Auch der totgeglaubte Thymian Bläuling (Pseudophilotes vicrama), der im Südburgenland fotografiert wurde, ist eine kleine Sensation: Denn er wurde dort nur drei Mal gesichtet, zuletzt vor 19 Jahren im Jahr 1998!

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Beteiligten! Als Konsequenz des großen Erfolges wird die Zählaktion auch 2018 wieder durchgeführt, nämlich von 12. Juli bis 5. August 2018!

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Jetzt den ganzen Report zu "Zeig her deinen Schmetterlingsgarten" herunterladen!

365 Tage im Jahr Schmetterlings-App nutzen!

Nachdem die Zählaktion "Zeig her deinen Schmetterlingsgarten" vorbei ist, können die Schmetterlinge wieder auf Wald, Wiese aber auch im Garten fotografiert und hochgeladen werden.

 

Schmetterlings-App: Gratis, aber nicht umsonst – denn Schmetterlinge brauchen dringend unsere Hilfe!

Falls du die kostenlose App "Schmetterlinge Österreichs" noch nicht installiert hast, lade dir diese gleich hier herunter:

 

Weitere Links für mehr blühende und flatternde Vielfalt:

Ergebnis der Schmetterlingszählung: Totgeglaubte fliegen länger!

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Verwandte Naturerlebnisse

Naturkundliche Wanderung

Naturkundliche Wanderung

9. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Für Kurzentschlossene ist keine Anmeldung erforderlich

Teilnahme kostenlos

 

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Haltestelle/ Parkplatz Haindlkarhütte
Dauer: 09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Haindlkar (RegioBus 912)
Wetterfeste Kleidung, feste Schuhe; Getränk und Jause nach eigenem Bedarf

Leichte bis mittelschwere Wanderung
Gehdistanz: 5,0 km (hin und retour)
Höhenmeter: 500 hm
Reine Gehzeit: 1,5 Stunden (Aufstieg)

 

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis! Sollte das Wetter eine Wanderung ins Haindlkar nicht erlauben, findet eine Wanderung im Talbereich statt.

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.

Diese geführte Tour mit Nationalpark Ranger:in führt zur Haindlkarhütte und vermittelt Wissenswertes über Natur, Tiere und Pflanzen.

Eine leichte Wanderung führt zur Haindlkarhütte, die zu Füßen der imposanten Hochtorgruppe liegt. Unser:e Nationalpark Ranger:in erzählt von der Alpingeschichte der Region und gibt einen Überblick über die Geologie und die Naturräume des Nationalparks.

Leitung: Nationalpark Ranger:innen


 

Naturkundliche Wanderung
Der Fährte folgen
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

9. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
Der Fährte folgen