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gesund leben in der natur
Wir sind mittendrin im Frühling. Alles sprießt und blüht und wächst und gedeiht. Und vor allem: Alles ist sattgrün. Keine andere Farbe steht so sehr für Wachstum und Leben. Aber welche Wirkung hat sie konkret auf uns Menschen? Welche Rolle spielt es für unsere Gesundheit, Grünraum und damit ein Stück Natur um uns zu haben – und wo ist er zu finden im Großstadtdschungel?

Schwarz auf weiß: Grün ist gesund

Immer mehr Menschen leben weltweit in Städten: Das bringt viele Vorteile für die Großstadtbewohner, wie zum Beispiel guten Zugang zu medizinischer Versorgung, gesunder Ernährung und Bildung. Allerdings bringt das städtische Leben mit all seinem Beton auch negative Effekte für die Gesundheit mit sich: Eine im Februar 2019 veröffentliche Studie dänischer Wissenschaftler ergab, dass ein hoher Anteil von Grünflächen in der Kindheit in Zusammenhang mit einem verminderten Risiko für viele psychische Erkrankungen oder Störungen im späteren Leben steht. Das Risiko einer solchen Erkrankung lag bei Kindern mit sehr wenig Grünflächen und Natur in der Umgebung um bis zu 55 % höher als bei solchen, die besonders viel Grün um sich hatten. Die Berücksichtigung von Naturraum bei der Stadtplanung ist deswegen für die Studienautoren ein wichtiger Ansatz, um die mentale Gesundheit der Menschen zu fördern und das Risiko für psychische Störungen zu reduzieren.

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Entspannte Veranstaltungstipps für WaldbademeisterInnen

Wer lieber in Gesellschaft tief durchatmet: Gemeinsam Waldbaden kann man zum Beispiel im Tiroler Modalwald, geführte Tai Chi Einheiten gibt es am Fuße des Zahmen Kaisers im Kufsteinerland. Die Naturschule Rabe bietet im Burgenland Workshops mit Elementen aus der Natur- und Wildnispädagogik und Techniken aus dem Yoga, sowie der Meditation.

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Die gute Nachricht für alle, die in Österreichs größtem Ballungsraum, der Hauptstadt Wien, leben: Die Stadt besteht zu 50 % aus Grünflächen und liegt damit im internationalen Vergleich ganz vorne. Auch wenn dazu gesagt werden muss, dass diese Flächen nicht immer gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt und nicht immer allgemein zugänglich sind – wusstest du, dass laut einer Untersuchung der Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 ...

  • 6 Prozent des Bundeslandes Wien öffentliche Parkanlagen sind
  • es 12.600 Hektar öffentliches Grün in Wien gibt
  • zwei Drittel der Wienerinnen und Wiener näher als 250 Meter von der nächsten öffentlich zugänglichen Grünfläche entfernt wohnen
  • 96 Prozent der Wienerinnen und Wiener innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln das nächste Erholungsgebiet für einen Tagesausflug erreichen
  • 78 Prozent innerhalb von 15 Minuten das nächste Halbtagesausflugsziel erreichen können

Also - raus aus den vier Wänden, der nächste Park, Weingarten oder Wald ist nur einen Katzensprung entfernt!

Der Dschungel am Dach

Mit all diesen Grünflächen ist das Potenzial an Naturraum in der Stadt aber längst noch nicht ausgeschöpft. Denn genau dort, wo Grünflächen durch Gebäude zubetoniert wurden, könnte wieder neuer Grünraum entstehen – nur einige Meter weiter oben. Das Begrünen von Dächern trägt in vieler Hinsicht zu einer besseren Lebensqualität in der Stadt bei. Abgesehen von den Ergebnissen der dänischen ForscherInnen, bieten Dachgärten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sie filtern die Luft, kühlen in heißen Sommern und senken die Energiekosten für darunter liegenden Wohnräume. Die Stadt Wien hat sich das Potenzial genauer angeschaut: Von rund 5.242 Hektar Dachfläche sind leider nur rund 5 Prozent begrünt. Vielleicht hat ja auch euer Wohnhaus Potenzial? Die Stadt Wien berät und vergibt Förderungen für Dachbegrünungen. Damit die Katze nicht mehr übers heiße Blechdach laufen muss...

Waldluft schnuppern von Japan bis Österreich

Weltweit nehmen die Waldflächen ab. Und auch wenn richtige Urwälder bei uns in Österreich rar sind – einer ist übrigens im Lainzer Tiergarten Wiens zu erkunden – ist die Hälfte des Landes doch von Wald bedeckt. Zwar überwiegen bei uns forstwirtschaftlich genutzte Fichtenwälder - Tannenwälder haben für Erholungsuchende aber ein gewisses Extra zu bieten. Denn es muss es nicht immer der gute alte Waldspaziergang sein. Aus Japan erreicht uns ein Trend, der dort schon lange als erprobtes Mittel zur Stressbewältigung und Gesundheitsvorsorge gilt: Shinrin Yoku, das Waldbaden. Dabei taucht man ganz ein in die Atmosphäre des Waldes, nimmt Bäume, Sträucher, Flechten und Moose ganz bewusst wahr. Dass Nadelbäume wie die bei uns so verbreitete Fichte da ein gewisses Extra haben, wusste der Naturheilkundler Sebastian Kneipp schon im 19. Jahrhundert: Er empfahl "Athemgymnastik" in Fichtenwäldern. Das Waldbaden soll jedenfalls den Blutdruck senken, das Immunsystem stärken, Stresshormone reduzieren und die Konzentration fördern.

 

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Als Anpassung an ihren aquatischen Lebensraum ist der Körper des Fischotters sehr schlank und stromlinienförmig. Mit bis zu einem Meter Körperlänge der Männchen erreichen sie auch stattliche Dimensionen, wenngleich es schon einiges an Glück bedarf, um diesen meisterhaften Fischjäger in freier Wildbahn zu begegnen. Die Färbung des Fells ist sehr einheitlich dunkelbraun, lediglich Kehle, Brust und Bauch heben sich hell davon ab. Der Kopf ist flach und breit mit einer stumpfen Schnauze, kurzen Ohren und langen Barthaaren. Wie sein Name schon verdeutlicht besteht seine Hauptnahrung aus Fischen. Er ist jedoch grundsätzlich nicht wählerisch und frisst genauso Muscheln, Amphibien, Wasservögel oder kleinere Säugetiere.
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Vollmondwanderung Mühlgraben

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Kommen Sie mit zu einer Wanderung bei Mondschein durch die Naturparkgemeinden und erleben Sie den Naturpark Raab bei Nacht! Treffpunkt nach Vereinbarung!

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Erfahren Sie mehr über diese und andere Fledermausarten. Als Highlight können Sie die Tiere bei ihrem nächtlichen Ausflug aus dem Schloss beobachten.

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Schon seit jeher hat der Steinadler die Menschen in seinen Bann gezogen. Von vielen Völkern wurde er als Sinnbild für Stärke, Willenskraft und Anmut verherrlicht. Wer schon einmal beobachtet hat wie sich ein Steinadler scheinbar mühelos in hohe Himmelsweiten schraubt, der versteht auch warum.Bei dieser Naturexkursion wandern wir inmitten eines besetzten Adlerreviers. Hier können wir ideal in die Welt der Steinadler eintauchen und direkt vor Ort über ihre Lebensweise erfahren. Wo bauen sie ihr Horste? Von was ernähren sie sich im Winter? Was sind die typischen Merkmale dieses Vogels?
Auf dem Programm stehen zudem allerlei Hintergrundinformationen zum Naturpark und mit Glück das Beobachten weiterer Karwendelbewohner. Dazu stehen uns Ferngläser und ein Spektiv von Swarovski Optik zur Verfügung!

Um eine hohe Qualität der Führung zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl auf max. 12 Personen pro Führung beschränkt. Mindestteilnehmerzahl 3 Personen.

Geschlossene Gruppen (ab 8 Personen) können auch individuelle Termine vereinbaren.

Treffpunkt: Parkplatz Karwendeltäler (Mautstelle), Pertisau

Reine Gehzeit: 4,5 Stunden
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