Die Mykologie, die Wissenschaft über die Pilze, ist ein faszinierender und vielschichtiger Tätigkeitsbereich. Viele Fäden der Pilzforschung in Österreich laufen bei der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft zusammen. Unsere Fachgesellschaft, die vor zwei Jahren ihr 100-jähriges Jubiläum feierte, bietet ein interessantes Mitmach-Angebot für Citizen Scientists.

Die Pilzforschung trat in den letzten Jahren aus ihrem Schattendasein hervor. Das vielfältige Problemlösungs-Potenzial der Pilze rund um den Klimawandel wird mehr und mehr erkannt. Populäre Bücher und Kinofilme über das Wesen der Pilze wurden zu Bestsellern. 

In ihrer Bedeutung für die Funktion der weltweiten Ökosysteme den Pflanzen und Tieren ebenbürtig, waren Pilze über lange Zeiträume hinweg ein Stiefkind der Naturwissenschaften. Dies liegt nicht nur daran, dass Pilze bis weit ins Zeitalter der Aufklärung als etwas sehr Geheimnisvolles angesehen wurden, sondern auch an der Tatsache, dass das Leben der Pilze die meiste Zeit über im Boden verborgen bleibt. 

Viele der 8.000 in Österreich bekannten Pilzarten zeigen ihre sichtbaren Fruchtkörper nur in manchen Jahren und nur für kurze Zeit an wenigen Orten.

Endlich am Schirm: die Erforschung und Dokumentation der heimischen Pilzflora (=„Funga“)

Durch die langjährige Arbeit der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft und die MitarbeitInnen der pilzinteressierten Bevölkerung konnte der Kenntnisstand über die Vielfalt sowie die Gefährdung der Pilzarten in Österreich wesentlich verdichtet und fundiert abgesichert werden. 

Die seit 1980 aufgebaute umfassende mykologische Datenbank sowie das daraus hervorgegangene im Jahr 2017 veröffentlichte Verzeichnis und die Rote Liste der Pilze Österreichs sind eine wichtige Grundlage für zukünftig angestrebte konkrete Projekte im Sinne von Biodiversität, Biotop- und Pilz-Artenschutz. 

Irmgrad Greilhuber

Den Pilzen auf den Hut, Stiel oder aufs Myzel fühlen

Bist du so wie wir von Pilzen fasziniert, möchtest du neue Pilzarten kennenlernen und uns dabei gleichzeitig in der Dokumentation der Artenvielfalt unterstützen? Dann laden wir dich zu folgenden Mitmach-Angeboten ein:

1. Der „Pilzfinder“
Der Pilzfinder ist ein Citizen Scientist Projekt. Damit kannst du rund um das Jahr deine eigenen durch Fotos belegten Pilzbeobachtungen auf einer Karte eintragen, in der Pilzfinder Community aktiv sein und gemeinsam mehr über Pilze lernen. 

Mit deiner Dokumentation samt Fotografien trägst du aktiv zur Aktualisierung der Vorkommen der Pilze bei. Damit können z.B. Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Pilzwelt erfasst werden und in wissenschaftliche Auswertungen einfließen.

2. Mykologische Datenbank „Pilzdaten-Austria.eu“
Pilzdaten Austria dokumentiert das Vorkommen der Pilze in Österreich. Zu diesem Zweck kooperiert die Österreichische Mykologische Gesellschaft österreichweit und darüber hinaus mit zahlreichen PilzfreundInnen und Institutionen. Auch die Meldungen des Pilzfinders fließen ein. 

Es ist möglich, dynamische Karten von über 8.000 Pilzarten von 30.000 Fundorten einzusehen und die über 540.000 Funddaten als Tabellen nach diversen Auswahlkriterien und Sortierungen herunterzuladen. Viele Arten sind fotografisch abgebildet und enthalten auch Hinweise zu Lebensräumen und Substraten. Neue Fundmeldungen werden vor der Einspeisung geprüft.

3. Pilzexkursionen
Noch bis vor wenigen Jahrzehnten war die Kenntnis wildwachsender Speise- und Giftpilze weit verbreitet. Vor allem in der älteren Bevölkerung wusste man über das jahreszeitliche Auftreten der Pilze Bescheid. 

Mit dem zunehmenden Interesse an naturnaher Ernährung und an Vitalpilzen hat auch das Interesse am Pilze-Sammeln wieder zugenommen. In unseren von erfahrenen Mykologen geleiteten Pilzexkursionen kannst du dir direkt in der Natur praktisch anwendbares Pilzwissen aneignen und faszinierende ökologische Zusammenhänge kennenlernen.

4. Wöchentliche Pilzberatungen
Möchtest du wissen, welche Pilze in deinem Garten wachsen oder sicher gehen, dass der selbst gefundene Parasol auch tatsächlich ein Parasol ist?
In den Räumlichkeiten im Institutsgebäude des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien, Rennweg 14, kannst du montagabends deine selbst gefundenen Pilze mitbringen und dich beraten lassen. 

Von der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft werden neben den vorhin angeführten Angeboten auch diverse Vortragsreihen in der pilzarmen Jahreszeit sowie diverse Fortbildungen organisiert.

(Aufgrund der COVID-19-Maßnahmengesetze können derzeit keine Exkursionen und Pilzberatungen stattfinden. Jeweils aktuelle Informationen über alle Veranstaltungen findest hier.)

 

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Pilzzucht auf Kaffeesatz – Mit Schirm, Charme und Melange

10 heimische essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

5. Sep |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
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