Hinter dem Frühlings-Adonis einen starken Mann zu vermuten, wäre falsch. Das Frühlings-Adonisröschen ist eine krautige, gefährdete Pflanze mit starker Heilkraft.

Als Adonis von einem Eber getötet wurde, gesandt vom eifersüchtigen Ares, verwandelte Aphrodite ihren Geliebten in eine blutrote Blüte. So erzählt es die griechische Mythologie. Das Frühlings-Adonisröschen blüht gelb. Es gehört zur Gattung der Adonisröschen, von denen es über 30 Arten gibt, darunter auch rotblühende. Soweit zur Namensherkunft dieser Pflanze, die in Österreich gefährdet ist und unter Naturschutz steht.

In Wien, Niederösterreich und im Burgenland wächst das Röschen im Frühling auf Weidehalbtrockenrasen und in lichten Kiefernwäldern, bevorzugt auf lockeren, kalkhaltigen Löß-, Lehm- und Sandböden. Die fehlende Pflege des Lebensraumes, u.a. auch durch Beweidung, führt zum steten Rückgang der Pflanze.

 

Rund 40 Zentimeter reckt das Adonis-Röschen ihre grünen, mit fein gefiederten Laubblättern besetzte Stängel in die Höhe – die gelben Blüten sind oft weithin sichtbar, da die Pflanze giftig ist und vom Weidevieh gemieden wird. Die Wirkung des Röschens ist vergleichbar mit jener des Fingerhutes. Schon der Genuss einer geringen Menge führt zu Durchfall und Erbrechen. Deshalb darf das Röschen von Laien nicht verwendet werden. In der Medizin wird die Pflanze mit Bedacht eingesetzt – etwa bei Herz- und Kreislaufmitteln. Die Wirkung war bereits in der Antike bekannt – schon Hippokrates und Plinius wussten ob der Heilkraft des Frühlings-Adonis.

Autorin: Maria Schoiswohl

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