Die Geschichte des Bibers ist eine Erfolgsgeschichte eines bereits ausgerotteten Tiers, das in Österreich wieder heimisch wurde. 2016 ist der Europäische Biber das Tier des Jahres.

Wir schreiben das Jahr 1869. Der letzte Biber lässt in den Donauauen östlich von Wien sein Leben. Beliebt ob seines dichten Pelzes, des Bibergeils, einem Drüsensekret, das Schmerzlinderung verspricht, und seines Fleisches, das gläubige Katholiken in der Fastenzeit neben dem Fisch verspeisen durften, wurde das Tier sukzessive ausgerottet.

Es dauerte fast exakt 100 Jahre, bis der Biber wieder nach Österreich geholt wurde. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden beispielsweise über 40 Tiere – aus Europa und Kanada – an der Donau angesiedelt. Dem Europäischen Biber gefiel es an der Donau, er überlebte und blieb. In Oberösterreich wanderten Biber aus Bayern ein, in Vorarlberg aus der Schweiz, in Kärnten aus Slowenien und im Burgenland aus Ungarn.

Die Biberpopulation ist seit der Ansiedelung stark gewachsen. Aktuell schätzt das Wiener Forstamt den Bestand in der Hauptstadt auf rund 230 Tiere. In ganz Österreich schätzte man den Bestand vor gut acht Jahren bereits auf rund 3.000 Tiere. Der Naturschutzbund kürte den Biber, der unter strengem Naturschutz steht, heuer zum Tier des Jahres.

Sozial, territorial, geschickt

Aber was ist der Biber eigentlich für ein Tier? Biber leben im Schnitt zehn Jahre lang, erlangen bis zu 30 Kilogramm Gewicht und sind Europas größte Nagetiere. Sie sind sehr familienfreundlich – eine Biberfamilie besteht aus den Eltern und zwei Generationen an Jungtieren. Sie können aber auch handgreiflich werden: Ihr Revier verteidigen Biber äußerst vehement.

Mit ihrem Ruderschwanz navigieren Biber gekonnt durchs Wasser und sind primär in der Nacht aktiv. Die Tiere leben rein vegetarisch – sommers essen sie gerne Schilf, Wasserpflanzen, Ufergräser und Kräuter, winters die Rinde von Bäumen wie Weiden oder Pappeln. Sie wohnen gerne an steilen Uferböschungen und bauen geschickt Dämme aus Geäst, um das Wasser zu stauen und so den Eingang in ihr Zuhause dauerhaft zu fluten. Weil sie für Kletterpartien in schwindelige Baumhöhen zu schwer sind, nagen sie mit ihren langen Zähnen am Holz und fällen so die Objekte ihrer Baubegierde – Bäume. Wer einen Biberbau entdeckt, kann ihn auf der Homepage www.naturbeobachtung.at melden.

Autorin: Maria Schoiswohl

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Auf unserer Wanderung - mit Schneeschuhen in das große Fleißtal oberhalb von Heiligenblut - kann man den winterlichen Lebensraum der größten Steinwildkolonie des Nationalparks erleben und mit etwas Glück durch leistungsstarke Ferngläser Bartgeier, Steinadler und Gämsen beobachten.

Treffpunkt + Dauer: um 9:30 bei der Mittelstation der Großglockner Bergbahnen, Einstiegstelle Tunnelbahn; Dauer ca. 4 Stunden, davon 3 h Gehzeit

Wichtige Information: mittelschwere Schneeschuhwanderung im hochalpinen Gelände. Für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Inkl. Leihausrüstung (Schneeschuhe, Stöcke, Ferngläser nach Verfügbarkeit). Exkl. Kosten für Seilbahn/Tunnelbahn. Hunde an der Leine erlaubt. Führung jeden Dienstag vom 17.12.2019 - 31.03.2020.

Erforderliche Ausrüstung: festes Schuhwerk, warme wetterfeste Kleidung, Rucksack mit warmen Getränk und Jause wird empfohlen.

nmeldung: bis spätestens 16.00 Uhr am Vortag; Tel 04825/6161 oder nationalpark@ktn.gv.at

Anreise: Im Ortszentrum von Heiligenblut mit der Schareckbahn bis zur Mittelstation oder mit dem Auto auf der Glocknerstraße bis zur Mittelstation - Treffpunkt Einstiegstelle Tunnelbahn. Anreise mit öffentlichem Verkehrsmittel (Bus) bis Ortszentrum Heiligenblut möglich.

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Treffpunkt + Dauer: Treffpunkt um 13:30 Uhr beim Eingang des Besucherzentrums Mallnitz; Dauer ca. 3 Stunden Wichtige Information: leichte Schneeschuhwanderung. Für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Inkl. Leihausrüstung (Schneeschuhe, Stöcke). Hunde an der Leine erlaubt. Führung jeden Dienstag vom 17.12.2019 - 31.03.2020. Kostenlose Führung mit der Winter Kärnten Card.

Erforderliche Ausrüstung: festes Schuhwerk, warme wetterfeste Kleidung, Rucksack mit warmen Getränk und Jause wird empfohlen.

Anmeldung: bis spätestens 16.00 Uhr am Vortrag; Tel 04825/6161 oder nationalpark@ktn.gv.at

Anreise: Im Ortszentrum von Mallnitz bei Wolligger Sports geradeaus bis zum Besucherzentrum Mallnitz (Parkmöglichkeit beim Tauernbad). Anreise mit öffentlichem Verkehrsmittel (Bus, Bahn) möglich.

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