Zirbenkissen, Zirbenöle, Zirbensirup: Die wohltuenden Auswirkungen der Zirbe haben sich herumgesprochen und der Markt bietet einem jegliche Zirbenprodukte. Doch was hat es mit der Wirkung der Zirbe tatsächlich auf sich und kann der beliebte Baum mit der wachsenden Nachfrage mithalten?

 

„Wir Alpenbewohner und Bergbauern sind schon seit vielen Jahrhunderten davon überzeugt, dass das Zirbenholz für uns Menschen gesund ist. Betten, Kästen und Truhen, in denen man die Bettwäsche lagert, gelten als hygienisch und käferfrei. Mit diesem Wissen bauen wir schon seit Jahrhunderten unsere Zirbenmöbel“, erklärt Siegi Ellmauer, ausgebildeter Forstmann und passionierter Bergbauer. Auf seinem Arche Hof Thurnergut in Oberweng bei Spital pflegen er und seine Frau Johanna nicht nur seltene Nutztierrassen. Aus Leidenschaft teilt er auch spannende „Waldgeheimnisse“ mit seinen Gästen und freiwilligen Helferinnen und Helfern, die ihm bei der Pflege des umliegenden Bergwaldes im Rahmen der Alpenverein Bergwaldprojekte helfen.

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Die Königin der Alpen im Vormarsch

Mittlerweile bauen nicht nur Alpenbewohner auf und mit der Kraft der Zirbe. Die Königin der Alpen wie sie liebevoll genannt wird, hält mittlerweile auch „Audienz“ in den niederen Lagen. Denn in den Wohn- und Schlafräumen der Großstädterinnen und Großstädter boomt die Zirbelkiefer seit vielen Jahren in Form von Betten, Kästen bis hin zur Flaschenkugel. Dabei wirbt der Handel mit der angeblich gesundheitsfördernden Wirkung der Zirbe, wonach sich diese positiv auf Kreislauf, Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden auswirken soll.

Studie zur Wirkung: Zirbe als duftender Wunderbaum?

Als Grundlage dieser Behauptungen wird stets dieselbe Studie des Joanneum Instituts in Graz herangezogen. Für diese wurden 15 Probanden für insgesamt sechs Nächte eingeladen, sich gemütlich in Zirbe zu betten. Während sie schliefen wurden ihre Herzschläge und Hirnströme gemessen. Das Ergebnis: Der Puls der 15 Teilnehmer schlug im Zirbenbett nachweislich niedriger. Ob 15 Probanden und sechs Nächte allerdings ausreichen, um die Zirbe als gesunden Wunderbaum zu vermarkten ist eine andere Frage. Sehr viel besser nachgewiesen ist, dass die Zirbe antibakterielle Wirkung besitzt und durch ihre ätherischen Öle, Insekten wie Kleidermotten einen Abflug machen.

Zirbenbestand in Österreich

So oder so, der Boom hält an und die Frage, die sich dadurch stellt: Kann die Zirbe bei der wachsenden Nachfrage überhaupt nachwachsen? Die Zirbe, die bevorzugt

  • auf saurem Boden und am besten in subalpinen Lagen wächst,
  • bis zu 1.000 Jahre alt wird,
  • einen Durchmesser von bis zu zwei Metern hat
  • und rund 20 Meter groß werden kann,

nimmt sich gerne Zeit, um ihre beliebten ätherischen Öle zu entwickeln. Diese bildet sie in ihren Zellen zum Schutz vor Kälte. In einigen Bundesländern, wie zum Beispiel in Kärnten und Oberösterreich, gilt die Zirbelkiefer als teilweise geschützte Pflanzenart. Genaue Bestimmungen dazu sind in den Naturgesetzen der jeweiligen Bundesländer geregelt. In Salzburg wollte die Österreichische Bundesforste zuletzt mehr Artenvielfalt in ihren Wäldern schaffen. Auf einer großen Aufforstungsfläche auf rund 1.800 Metern Höhe wurden daher 25.000 neue Zirben gesetzt.

Entwarnung gab es hingegen aus Tirol, wo mit dem Oberhauser Zirbenwald in Osttirol der größte geschlossene Zirbenwald der Ostalpen liegt. Denn wie Tirols Forstdirektor Josef Fuchs im Gespräch mit orf.at berichtet, bleiben die Bestände in Tirol stabil. „Zum einen stehen die meisten Zirben in Schutzwaldregionen. Eine Schlägerung ist deshalb nur mit vorheriger behördlicher Genehmigung erlaubt. Zum anderen sind es die Waldbesitzer selbst, die ihre Bestände schützen“, heißt es in diesem Bericht. Und diese geben ihre kostbaren Zirben mittlerweile nur mehr für einen hohen Preis her, der sich innerhalb von fünf Jahren verdreifacht hat. Gut für die Zirbe, die durch hohe Preise, Aufforstungsinitiativen und Schutzbestimmungen erhalten bleibt. Damit es auch weiterhin heißt: Lang lebe die Königin der Alpen!

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Flechtenkundliche Wanderung im Nationalpark Gesäuse

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24. Okt. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH
Wer hat, nimmt eine 10x Handlupe (Einschlaglupe oder Leuchtlupe, aber keine Leselupen) mit, wer keine hat, kann, wenn gewünscht, eine um 10€ vor Ort erstehen.
Wir nehmen keine Belege mit, sondern können uns mit Handy oder Kamera an den kleinen Lebewesen versuchen.

Gutes Schuhwerk, eine strapazierfähige Hose (wir knien immer wieder), eine kleine Verpflegung und Regenschutz werden empfohlen.Flechtenkundliche Wanderung im Nationalpark Gesäuse

Inhalt: Wir machen uns mit Handlupe als Hauptreisemittel in die nächstkleinere Dimension zu einer flechtenkundlichen Wanderung von der Lettmaierau über den Wilden John-Sagenweg bis zur ersten schluchtartigen Verengung des Johnsbachtals auf. Trotz der geringen Wegdistanz von etwa 1,6 km wird das Vorankommen nicht leicht sein, weil wir Rinden, Borken, Nadeln, Totholz, Erde und Fels auf Vorkommen dieser symbiontischen Lebensgemeinschaft untersuchen und einige Arten und Gruppen erriechen, erschmecken, erspähen und ertauchen werden.

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Dauer: 09:00 - 13:00 UhrDiese Veranstaltung wird als Pflichtfortbildung für Berg- und Naturwachtorgane gemäß § 21 Abs 2. Stmk. Berg- und Naturwachtgesetz anerkannt.

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Referent: Harald Komposch
geb. 1969, studierte an der Karl-Franzens-Uni Biologie bzw. Botanik, arbeitete 6 Jahre über Flechten tropischer Regenwälder am Institut für Botanik in Graz, Mitbegründung eines TB für Biologie in Gleisdorf, seit 2013 Ingenieurbüro für Biologie in Graz als Einpersonenunternehmen: Schwerpunkt Biotop- und Vegetationskartierungen zur naturschutzfachlichen Bewertung, Naturschutzarbeit in der Landwirtschaft, Flechtenerhebungen zur Bioindikation und Monitoring inkl. Publikationstätigkeit, NaturerlebniswegeFindet die Wanderung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.

Anmeldung unter: Naturschutzakademie
€ 20.-  (Freie Teilnahme für Berg- und Naturwächter!)

 

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