Dengeln / Dängeln / Dengelen / Tängeln / Demmeln / Dümmeln / Haren / Klopfen

Dengeln ist die Bearbeitung des Schneidblattes einer Sense, einer Sichel oder Sichte (Handwerkzeug zum Mähen von Getreide) mit einem Hammer, um die Schneide – die „Dengel“ oder auch „Dongel“ – auszutreiben und zu verdünnen und damit wieder scharf zu machen.

Allgemein

Mäht man eine Wiese mit der Sense oder mit der Sichel, wird man diese zwischendurch immer wieder mit dem nassen Wetzstein bearbeiten, um die Schneide zu schärfen. Nach längerem Gebrauch allerdings, ist die Schneide zu dick, um noch mit dem Stein allein geschärft zu werden. Spätestens dann ist es höchste Zeit, die Sense zu dengeln, um ihre Schärfe dauerhaft zu erhalten und Schäden, die etwa durch den Kontakt mit Steinen verursacht werden, zu beheben.

Die Kunst des Dengelns

Für das Dengeln wird das Sensenblatt auf einen Dengelamboss, einen Dengelstock oder die Dengelbank aufgelegt und die Schneide (die vorderen 4-5 mm) gekonnt mit dem Dengelhammer bearbeitet. Durch das Dengeln wird der vordere Teil der Sense ausgetrieben und es entsteht eine frische Schneide. Außerdem nimmt durch die Kaltverformung der Klinge deren Härte zu.

Die Schlagtechnik ist dabei für den Erfolg ausschlaggebend und es braucht einiges an Erfahrung und Routine, um wieder eine gute, silbrig glänzende Schneide zu erhalten und Kerben auszubessern. Auch braucht man Geduld, man darf nicht zu fest und nicht zu leicht schlagen, der Ambos oder Dengelstock – den es auch als „mobile“ Variante zur Fixierung im Erdreich gibt - muss fest im Boden verankert sein. Schlägt man zu fest oder zu ungenau, kann man die Schneide auch komplett zerstören und die Sense wird völlig unbrauchbar. 

 

Zahlen & Fakten

Dengeln in der heutigen modernen Zeit

Das Mähen mit der Sense erfährt aus diversen Gründen heute wieder zunehmend Aufmerksamkeit. Der Sensenschnitt tut dem Gras gut, weil es ein glatter, sauberer Schnitt ist, man kommt an Stellen, die mit Maschinen kaum oder gar nicht zu erreichen sind und das Mähen ist fast geräuschlos. Auch ist die Bewegung an sich, das frühe Aufstehen am Morgen – das Gras soll noch taunass sein – für viele ein Anreiz, wieder zur Sense zu greifen. Für Urlauber und Urlauberinnen der Alpenregion gehört das Sensenmähen sogar irgendwie zum romantischen Bild der Bergbauernhöfe und es gibt diverse Angebote, in denen Gäste selbst zur Sense greifen dürfen.

Kursangebot

Da nur eine gut geschärfte, d.h. gut gedengelte und gewetzte Sense den gewünschten Mäherfolg bringt, sollte man als ambitionierter Sensenbesitzer, ambitionierte Sensenbesitzerin diese Techniken beherrschen. Vereine wie etwa der Österreichische Sensenverein oder der Verein Arche Noah freuen sich über das neue Interesse am Sensenmähen und geben altes Wissen von der Mähtechnik bis zum Dengeln an Privatpersonen weiter.

 

Bedrohte Lebensräume:

Magerwiese

Mäh- Halbtockenrasen

 

Blühendes Österreich-Artikel:

Schneid haben: Sensen mähen erlernen

Wiesen mähen für die Vielfalt: Biosphärenpark Nockberge

 

 

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Dengelhammer
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Dengelbank

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