Zum Naturlexikon Dryomys nitedula | Säugetiere
Der Baumschläfer ist ein heimlicher Waldbewohner, den man nur selten zu Gesicht bekommt wird.

So erkennst du den Baumschläfer in Österreich:

  • etwa 9 cm groß
  • grauer Rücken, weißer Bauch
  • auffällige schwarze Streifen um die Augen bis zu den Ohren
  • leicht buschiger, körperlanger Schwanz

Beschreibung 

Der Baumschläfer ist ein kleiner Bilch, der auf den ersten Blick an einen jungen Siebenschläfer erinnert. Typisch und gut erkennbar sind jedoch die schwarzen Augenstreifen. Er ist überwiegend nachtaktiv, zeigt aber nach dem Winterschlaf und im Herbst auch Tagaktivität. Der Baumschläfer ist ortstreu und sehr stimmfreudig. Bei Beunruhigung äußert er leise melodische Laute, bei Gefahr auch knurrende, schnalzende oder pfeifende Töne. Seine Nahrung ist vielseitig und wechselt je nach Jahreszeit zwischen pflanzlicher und tierischer Kost. Den Winterschlaf verbringt er mehrere Monate in frostfreien Erdverstecken. Der Baumschläfer kann auf den ersten Blick mit dem Gartenschläfer verwechselt werden, da beide Arten ähnlich aussehen und teilweise im gleichen Gebiet vorkommen. Beim Baumschläfer endet die schwarze Augenmaske jedoch vor dem Ohr, während sie beim Gartenschläfer deutlich dahinter weiterläuft. Zudem ist der Gartenschläfer insgesamt etwas größer.

Verbreitung


Der Baumschläfer kommt in Teilen Mittel und Osteuropas vor. In seinem westlichen Verbreitungsgebiet ist er selten geworden und vielerorts stark zurückgegangen. In angrenzenden Regionen wie Bayern gilt er inzwischen als nahezu verschwunden.

Lebensraum


Bevorzugt werden ältere Nadel und Mischwälder mit lückigem Kronendach, hoher Bodenfeuchtigkeit und dichter Krautschicht. Besonders häufig ist der Baumschläfer in Fichten-Buchen-Wäldern, feuchten Gebirgslagen, entlang kleiner Bäche sowie in Moorrandbereichen anzutreffen. Er nutzt sowohl freistehende Nester als auch Baumhöhlen.

Gefährdung


Der Baumschläfer ist vor allem durch die Verschlechterung geeigneter Waldlebensräume bedroht. Forstwirtschaftliche Intensivierung gilt als eine der Hauptursachen für den Rückgang. In vielen Regionen wird er daher als stark gefährdet eingestuft.

Besonderheiten


Der Baumschläfer hält einen langen Winterschlaf von Herbst bis ins Frühjahr. Nach der Fortpflanzungszeit leben die Jungtiere bis zum Herbst oft in Gruppen. Schutzmaßnahmen, die der Haselmaus zugutekommen, sind in der Regel auch für den Baumschläfer hilfreich.

Mit diesem Projekt unterstützen wir den Baumschläfer: 

Nisthilfen für Baumschläfer und Fledermäuse, Salzburg | Blühendes Österreich

 

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Alter
durchschnittlich etwa 2 Jahre, maximal bis 4 Jahre

Größe
8 – 10 cm

Färbung
grauer Rücken, weißer Bauch, schwarze Augenstreifen

Gesangszeit / Brutzeit
Tragezeit Mai – Juli

Gewicht
15 – 30 g

Gewicht
15 – 30 g

Nachwuchs
3 – 5 Jungtiere pro Wurf, einmal jährlich

Nahrung
Allesfresser, Insekten, andere Wirbellose, Beeren, Samen, gelegentlich Vogeleier

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