Zum Naturlexikon Synema globosum | Spinnentiere

So erkennst du die Blütenkrabbenspinne:

  • auffällig glänzender Körper
  • Hinterleib kreisrund, hellgelb oder rötlich, mit breiter, schwarzer Zeichnung
  • Vorderkörper dunkel
  • vordere zwei Beinpaare hell dunkel geringelt, hintere heller

Beschreibung

Der Vorderkörper der 3-8 mm großen Spinne ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt, um die Augen sind hellere Ringe. Die beiden vorderen Beinpaare sind hell dunkel geringelt und wie bei allen Krabbenspinnen wesentlich länger als die hinteren, die bei dieser Art heller sind. Der Hinterkörper ist kreisrund. Hier gibt es zwei Farbvarianten: eine hellgelbe und eine rotorange. Im Gegensatz zur Veränderlichen Krabbenspinne können sie die Farbe jedoch nicht ändern. Beide Farbmorphen haben eine breite, seitlich ausgefranste schwarze Zeichnung am Hinterkörper, die an der Längsachse gespiegelt und individuell unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Der ganze Körper ist auffällig glänzend.

Verbreitung

Die Blütenkrabbenspinne kommt in allen Bundesländern Österreichs von den Tieflagen bis in Höhen von etwa 900 m vor. Der Schwerpunkt der Nachweise liegt in den wärmebegünstigten Lagen des Südens und Südostens (Klagenfurter Becken, Grazer Bucht, Südsteiermark),

Lebensraum

Die Art braucht wärmebegünstigte Lagen und kommt vor allem an trockenen bis mäßig feuchten Standorten vor. Oft findet man sie in artenreichen Magerwiesen, Trockenrasen und sonnigen Brachen sowie an südexponierten Wald- und Wegrändern.

Gefährdung

Die Blütenkrabbenspinne steht auf der Vorwarnliste und gilt als nahezu gefährdet. Der Hauptgrund dafür ist, dass durch Verbauung und Intensivierung von Grünland ihre Lebensräume zusehends verloren gehen.

Besonderheiten

Die Art erbeutet oft wehrhafte Insekten (Bienen, Wespen), die zum Teil um ein Vielfaches größer sind als die Spinne selbst. Sie fängt ihre Opfer, indem sie ihnen auf gelben oder roten Blüten – auf diesen ist die Spinne aufgrund ihrer Färbung hervorragend getarnt – auflauert und sie dann blitzschnell packt. Um ihre Beutetier überwältigen zu können, ohne dabei selbst gestochen zu werden, besitzt sie ein sehr rasch wirkendes Gift.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Größe
Männchen 3-4 mm, Weibchen 6-8 mm

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