Zum Naturlexikon Teratocoris antennatus | Insekten

So erkennst du die Schilf-Weichwanze:

  • längliche Körperform mit langen Beinen und Fühlern
  • Grundfarbe variabel, orange-schwarz-grün
  • Flügel meist verkürzt
  • quer verlaufende Grube zwischen den Augen

Beschreibung

Die Schilf-Weichwanze erreicht eine Länge von nicht ganz 6 mm, wobei die Weibchen deutlich größer sind als die Männchen. Ihre Grundfarbe ist variabel und reicht von orange-braun bis grün und schwarz. Die Flügel sind bei beiden Geschlechtern meist verkürzt, sodass sie nicht flugfähig sind. Selten gibt es langflügelige Weibchen, die für die Eroberung neuer Lebensräume zuständig sind. Zwischen den Augen haben sie eine quer verlaufende Grube, die für die Gattung der Schilfwanzen charakteristisch ist.

Verbreitung

In Österreich gibt es Nachweise der Schilf-Weichwanze aus dem Burgenland, der Steiermark, aus Kärnten und Vorarlberg. Die Fundorte der Art in Österreich sind sehr verstreut. Es ist aber gut möglich, dass sie durch ihre versteckte Lebensweise in Bodennähe von Sümpfen bisher vielerorts übersehen wurde.

Lebensraum

Die Art ist ein typischer Feuchtgebietsbewohner, sie bewohnt beispielsweise Moorgebiete und dichte Röhricht- und Riedgrasbestände am Rand von Gewässern. Die Tiere ernähren sich sowohl von verschiedenen Gräsern als auch von kleinen Tieren wie Blattläusen oder Larven anderer Insekten.

Gefährdung

Die Art ist durch ihre Bindung an große, natürliche Sumpf- und Schilfgebiet mir Sicherheit hochgradig gefährdet, auch wenn es mehr Bestände gibt, als bis dato bekannt sind. Die Art kann nur durch gezielte Suche in unwirtlichen Sümpfen gefunden werden.

Besonderheiten

Die Geschlechter der Tiere unterscheiden sich stark, man würde sie leicht für zwei unterschiedliche Arten halten. Die Männchen sind klein, meist gelb-schwarz gefärbt, mit einem Muster ähnlich einem Ritterwappen. Die Weibchen sind größer und stärker gebaut, meist hellgrün mit rötlichen Beinen und Fühlern.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Größe
3,3 - 5,7 mm

Flugzeit / Gesangszeit
ab Mai bis September

Meckerziege oder flotte Biene?

Flotte Biene! Dann bist du auf Österreichs größter Plattform für Naturerlebnisse genau richtig.

Jetzt registrieren

Verwandte Naturerlebnisse

Fritz Wolf erklärt vier Kindern auf dem Boden sitzend die Besonderheiten im Wald

Der Schatz im Almtal

26. Okt. |
Oberösterreich
Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

Wald, Wasser, Wiese, Wild, Wunder.

Die biologische Vielfalt in den geschützten Naturräumen des Almtals ist ein wertvoller Schatz, den es zu hüten gilt. An insgesamt vier Schauplätzen erhalten wir Einblick in die nachhaltige Nutzung und Bewahrung der Wiesen, Wälder und Seen. Rund um den Almsee, an den Ufern der Ödseen und in den Almauen entdecken wir Naturforscher kostbare Ökosysteme sowie die Geheimnisse des Wassers.

Nach einer herzlichen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde geleitet uns der Förster sowie der Waldpädagoge zu seinen Lieblingsplätzen in den Naturschutzgebieten im Almtal. Und davon gibt es viele, denn er kennt sein Revier wie seine Westentasche und wählt je nach Gruppe und Witterung die passenden Orte aus.

Gerade unterschiedliche Witterungsverhältnisse können ein besonderes Naturerlebnis für die Gruppe bedeuten. Typische Schlechtwettersituationen sorgen zum Beispiel am Almsee für intensive Naturschauspiele (Wetterreize).

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Landschaft und zur Gründung des Klosters Kremsmünster im Jahre 777 führt uns zum Begriff Nachhaltigkeit.

Je nach Gruppenzusammensetzung und Witterung finden wir mit Elementen der Waldpädagogik einen Zugang zur belebten und unbelebten Natur: Barfuß, mit verbundenen Augen, über Rollenspiele, Lieder oder das Kreieren von Kunstwerken nähern wir uns den Natur-Themen auf sinnliche Art und Weise.

An besonderen Plätzen werden Almtal-Sagen erzählt, die eine außergewöhnliche Naturverbundenheit der Bevölkerung veranschaulichen. Insbesondere die wahre und fast vergessene Geschichte von den Almsee-Fröschen eröffnet neue Einblicke in das Thema Nachhaltigkeit.

Fällt der Termin dieser Veranstaltung auf einen Mittwochabend, können wir bei Schönwetter um 19:30 Uhr das Weisenblasen (Sommerferien) am Almsee in der Gruppe besonders intensiv erleben. Und es bleibt auch Zeit, um dem Förster sowie dem Waldpädagogen kritische Fragen zu Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz in diesem Naherholungsgebiet und riesigen Biotop zu stellen!

Die Tour ist täglich an unterschiedlichen Treffpunkten, zu unterschiedlichen Terminen buchbar.

Info & Anmeldung zum NATURSCHAUSPIEL
Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen nach Vereinbarung.

Der Schatz im Almtal
Der Fährte folgen