Zum Naturlexikon Fabaceae | Bäume & Sträucher, Blumen & Gräser

So erkennst du die Schmetterlingsblütler:

  • Kräuter, Sträucher oder Bäume
  • Blätter fast immer zusammengesetzt, mit deutlichen Nebenblättern
  • Krone aus Fahne, Flügeln und Schiffchen bestehend („Schmetterlingsblüte“)
  • Staubblätter 10, zu einer Röhre oder Rinne verwachsen
  • Fruchtknoten 1, bei der Reife zweiklappig aufspringend (Hülse)

Beschreibung

Die Schmetterlingsblütler, auch Leguminosen genannt, sind eine der größten Familien der Blütenpflanzen. In Österreich kommen mehr als 400 Arten vor.

Sie sind im blühenden Zustand sehr leicht zu erkennen. Die Familie umfasst Kräuter, Sträucher und Bäume. Die Blätter sind wechselständig und meist aus mehreren Teilblättern zusammengesetzt (dreizählig: z. B. Klee; gefingert: z. B. Lupine; gefiedert: z. B. Tragant, Robinie), selten sind die Blätter einfach (z. B. Ginster). Fast stets sind Nebenblätter vorhanden (zipfel- oder blattartige Anhängsel am Grund des Blattstiels, auch Stipeln genannt). Das Ende der gefiederten Blätter ist manchmal zu einer Ranke umgebildet (z. B. Wicke).

Die Blüten der Schmetterlingsblütler sind unverkennbar. Sie besitzen nur eine Symmetrieebene. Der Kelch ist fünfzählig und verwachsen (d. h., er besteht aus einer Kelchröhre und fünf Zipfeln). Die fünf Kronblätter sind nicht miteinander verwachsen und untereinander deutlich verschieden: Das oberste Kronblatt (die „Fahne“) ist meist deutlich größer als die übrigen. Die beiden seitlichen bilden die „Flügel“ und die beiden unteren das kahnförmige „Schiffchen“, das die 10 Staubblätter und das einzelne Fruchtblatt (den Stempel) umhüllt. Die Staubblätter sind miteinander verwachsen, nur das oberste ist manchmal im vorderen Teil frei. Die Blüten sind meist in Trauben, Dolden oder Köpfchen angeordnet.

Das einzelne oberständige Fruchtblatt ist meist länglich und bildet zur Fruchtreife die Hülse, welche in zwei Klappen aufspringt und so die Samen freigibt (daher trägt die Familie auch den Namen „Hülsenfrüchtler“).

Viele wichtige Nahrungs- und Futterpflanzen sind Leguminosen: Linse (eine der ältesten Kulturpflanzen!), Erbse, Lupine, Luzerne, Gartenbohne, Saubohne oder Soja.

In Wurzelknöllchen leben symbiontische Bakterien, welche den Luftstickstoff binden und so den Boden düngen. Aus diesem Grund werden Leguminosen wie Esparsette, Hornklee, Luzerne, Klee-Arten oder Wicken auch häufig zur „Gründüngung“ verwendet.

 

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