Es raschelt, quietscht und zirpt in der Natur. Erkennst du einen Weißstorch, Siebenschläfer oder Bienenfresser an seinen Geräuschen? Das Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde in Berlin lässt uns dankenswerterweise mithören. So klingen Wald und Wiesen: Lausche den Tierstimmen aus der Natur!

1Moorfrosch, der Schlanke

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Innerhalb seiner Gattung der echten Frösche zählt der Moorfrosch zu den schlankeren Vertretern seiner Art. Als ausgewachsenes Tier kann er in Ausnahmefällen bis zu acht Zentimeter lang werden. Die Norm liegt bei fünf. In der Laichzeit legen sich die Männchen ihr Prachtgewand an. Blitzblau in der Farbe. Sprich der zierliche Frosch färbt sich blau. Allerdings nur für wenige Tage. Vorkommen reichen von West- und Nordeuropa bis hin nach Russland , wobei der Moorfrosch insbesondere durch die großräumige Trockenlegung von Mooren gefährdet ist.

2Siebenschläfer, der gute Hausgeist

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Siebenschläfer

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Seinen Namen verdankt der kleine Nager der Mär, dass Siebenschläfer sieben Monate Winterschlaf halten. Dabei dauert die Ruhephase sogar deutlich länger – nämlich von Anfang September bis Anfang Mai. Trotzdem gelten sie, dem Volksmund nach, das gesamte Jahr über als gute Hausgeister beziehungsweise als böses Omen. Das ist Ansichtssache. Wegen seiner Bedrohung ernannte die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild den Siebenschläfer 2004 zum Tier des Jahres.

3Weißstorch, der Klappernde

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Nicht alle Vögel sind mit einer ausgeprägten Stimme gesegnet. So wie der Weißstorch, der von der Allgemeinheit auch Klapperstorch genannt wird. Denn er nutzt seinen Schnabel, um sich zu verständigen, da die Stimme nicht laut genug ist. Geklappert wird beim Balzen, bei der Begrüßung am Nest, sowie zur Verteidigung. In der Regel macht sich der Weißstorch gegen Ende August, Anfang September auf in seine Winterresidenz, die meist südlich der afrikanischen Sahara liegt.

4Alpenkrähe, der Bergvogel

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Die Alpenkrähe ist in weiten Teilen Eurasiens anzutreffen und zeichnet sich durch ihr schwarzes Gefieder sowie den langen roten Schnabel aus. Gemeinsam mit ihrer Artverwandten, der Alpendohle, bildet sie die Gattung der Bergkrähen. Carl von Linné war der Erste, der diesen Zugvogel beschrieben hat. Noch ist die Alpenkrähe international nicht auf der Liste der bedrohten Tierarten, auch wenn ihr Bestand seit Jahren rückläufig ist. In Österreich ist sie jedoch ausgestorben, zu hören ist sie eher im Urlaub –  in der Westschweiz, in Frankreich, in Italien, in Marokko, in Spanien, in Irland, auf dem Balkan und in Asien.

5Wildschwein, die Anpassungsfähigen

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Waren die Tiere Anfang des 20. Jahrhunderts in weiten Teilen Europas so gut wie ausgestorben, so haben sich die Allesfresser in den letzten Jahren ihre Lebensräume wieder rückerobert. Rund um Großstädte wie etwa Wien oder Berlin wird beispielsweise bereits von Beständen von vielen 1000 Tieren ausgegangen. Grund für die Wiederverbreitung der Tiere ist ihre Anpassungsfähigkeit. So sind sie in der Lage, mit ihrem kräftigen Gebiss sogar Kokosnüsse aufzubrechen und sie verdichten oder lichten ihr Haarkleid einfach den klimatischen Bedingungen entsprechend.

6Wolf, der Mystische

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In Märchen und Geschichten ist der Wolf mit einer hohen Frequenz vertreten. Daher zählt er auch zu den bekanntesten Raubtieren. In den heimischen Wäldern sieht das anders aus. Wölfe leben immer im Rudel, als Familienverband. Vor der Entwicklung der Land- und Weidewirtschaft und der dadurch bedingten Verdrängung des Tieres war der Wolf in ganz Europa, Asien, Nordafrika und Nordamerika beheimatet.

7Bienenfresser, ein bunter Vogel

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Bienenfresser auf Zaunpfeiler sitzend.

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Er ist einer der schillerndsten Figuren in der heimischen Zugvogel-Szene. Sein großes Hobby ist es, das auch mit einem lautstarken „pitt-pitt-pitt“ kund zu tun. Den Namen verdankt er seiner Jagdtaktik. Denn der Bienenfresser erbeutet Bienen, Wespen und Käfer im Vorbeifliegen. Das allerdings vorzugshalber in warmen Gebieten von Südwestasien bis hin zu Südost- und Südeuropa bis nach Ost-Österreich. Im September fliegt er allerdings wieder nach Afrika.

8Damhirsch, der Kleidsame

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Charakteristisch für diese Hirschart ist sein geflecktes Sommerfell. Ursprünglich stammt der Damhirsch aus Vorderasien, wurde aber in Zeiten des Absolutismus für die beliebte Jagd überall in Europa angesiedelt und wird auch heutzutage gern in Gehegen gehalten. Die größten Vorkommen in Europa befinden sich heute in Großbritannien. In Österreichs freier Wildbahn muss man den Damhirsch schon suchen und genau hinhören: Es gibt es nur lokal kleine Vorkommen entlaufener Tiere. Mit Anfang September beginnt sich das gefleckte Sommerfell in ein dunkles Winterfell umzuwandeln, das den Hirschen bis Mitte Mai erhalten bleibt.

9Zwergfledermaus, einer muss der kleinste sein

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Mit einer Größe von 4,5 Zentimetern im ausgewachsenen Zustand zählt die Zwergfledermaus zu den kleinsten Vertretern der Säugetiere überhaupt und ist auch in ihrer Gattung eine der kleinsten Arten. In Österreich halten sie von Oktober bis Anfang April Winterschlaf. Die größte Bedrohung der Fledermaus ist die des Quartierverlusts. Denn sie ist ein Spaltenbewohner und daher angewiesen auf Ritzen und Lücken an Scheunen und Kirchtürmen, die durch Renovierungen und Co. immer weniger werden. Vom Aussterben ist die kleine Fledermaus zwar nicht bedroht, sie steht aber unter Naturschutz.

10Aaskrähe, der Singvogel

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Auch wenn man es aufgrund des grau-schwarzen Gefieders und den wohlbekannten Geräuschen bei Waldspaziergängen schwer zu glauben vermag: Die Aaskrähe ist eine Singvogelart. Sie ist in Eurasien vom Atlantik bis zum Pazifik anzutreffen. In den Wintermonaten ziehen nördlich angesiedelte Populationen etwas weiter südwärts. BirdLife International schätzt den europäischen Bestand der Krähen auf 21 bis 51 Millionen Tiere.

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