Weißstorch

Ciconia ciconia

Gruppe: Vögel

So erkennst du den Weißstorch:

  • großer Schreitvogel mit langen roten Stelzbeinen und langem Hals, Körper etwa 100 cm lang, Flügelspannweite ca. 200 cm
  • Gefieder kontrastreich schwarz/weiß gefärbt
  • langer kräftiger roter Schnabel, bei Jungvögeln matter gefärbt
Mit seinen langen breiten Flügeln ist der Weißstorch ein guter Langstreckenflieger.

Mit seinen langen breiten Flügeln ist der Weißstorch ein guter Langstreckenflieger.

Verhalten und Vorkommen

Menschen gegenüber zeigen Weißstörche nur wenig Scheue, in ihren oft imposanten Nestern auf Rauchfängen, Hausdächern oder Telefonmasten sind sie aus nächster Nähe zu bewundern. Auf dem Zug von Europa in die afrikanischen Winterquartiere überfliegen sie zu Tausenden entweder den Bosporus im Osten oder die Meerenge von Gibraltar im Westen.
In den österreichischen Brutgebieten sind vor allem nahrungsreiche Sumpfwiesen aber auch trockene Magerwiesen von hoher Bedeutung. Hier erbeutet der Weißstorch bei langsamem Voranschreiten Insekten, Amphibien und kleinere Säugetiere. Oft folgt gleich eine ganze Schar an Störchen den Traktoren während der Wiesenmahd und sucht nach den nun leicht zu findenden Leckerbissen. Zurück am Horst begrüßen sich die Störche mit dem typischen Schnabelklappern. Dem Brutplatz bleibt ein Storchenpaar oft jahrelang treu. Es wird jedes Jahr fleißig am Horst weiter gebaut und so erreicht er im Laufe der Zeit ein Gewicht von mehreren 100 kg!

Besonderheiten

Als Sympathieträger hat es wohl kaum eine Vogelart zu solch einem Ruhm gebracht wie der Weißstorch, im Märchen meist „Adebar“ genannt. Er gilt als Kinder- und Glücksbringer und wird sogar in der Bibel mehrfach erwähnt.

Gefährdung

Obwohl der Weißstorch vielerorts gemeinsam mit dem Menschen lebt, ist sein Fortkommen durch den Verlust nahrungsreicher Grünlandflächen zunehmend gefährdet, denn die Futtersuche wird für ihn immer aufwändiger und erfolgreiche Bruten bleiben damit aus. Ein Aussterben würde den Verlust an Artenvielfalt weiter vorantreiben und damit die Pufferfähigkeit und Gesundheit des Ökosystems weiter vermindern – beispielsweise was eine Massenvermehrung von Insekten, Mäusen usw. betrifft.

Unterstützung

Durch den Erhalt von extensiv genutzten Wiesen und Weiden unterstützen wir den Weißstorch in der Südoststeiermark und im Burgenland.

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