Wer meint, im Winter würde die Natur ruhen und damit könnte man es sich selbst auch in der warmen Stube gemütlich machen, hat wohl noch nicht in unseren Naturkalender geschaut. Der ist nämlich gut gefüllt mit den schönsten Naturerlebnissen, spannenden Workshops und interessanten Seminaren.

Zur Inspiration bietet Blühendes Österreich eine bunte Auswahl, bei der zwischen Wienerwald und Alpengipfel für alle etwas dabei ist. Also: die Schneeschuhe geschnürt, das Fernglas gezückt – und raus geht’s!

1Hotspot Mur in Graz, Steiermark

An alle Steirerinnen und Steirer da draußen – Auf zu alt bekannten Ufern und zu einer spannenden Reise in die Lebensräume im und am Wasser! Die Wasserqualität der Mur ließ aufgrund von Industrieabwässern bis in die späten 1980er mehr als zu wünschen übrig. Heute aber sind der Fluss, seine Ufer und angrenzenden Aulandschaften auch in kalten Tagen ein wahrer Hotspot der steirischen Artenvielfalt: Viele gefährdete Arten wie die Würfelnatter, Flussuferläufer oder Friebs Ahlenläufer, ein winziger Uferlaufkäfer, fühlen sich hier wohl. Auch eine wissenschaftliche Sensation gibt es zu bestaunen: Der grünlich schillernde Smaragdgressling ist ein echter Steirer. Dieser Fisch lebt grundnah und ist ausschließlich in der Mur zu finden. Wenn das kein guter Grund für eine Entdeckungstour ist!

 

8. Dezember: Alle Infos zur Veranstaltung: Hotspot Mur

2Die Waldohreule 08.12., Illmitz in Burgenland

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Augen auf, Ohren auf: Ein Nationalpark-Ranger führt durch den winterlichen Seewinkel zu den Schlafplätzen der putzigen Waldohreule. In Österreichs einzigem Steppen-Nationalpark mit seinen ausgedehnten Wiesen und Weideflächen, Salzlacken und Schilf fühlt sie sich auch im Winter wohl.

8. Dezember: Die Waldohreule

22. Dezember: Die Waldohreule

3Schneeschuh-Trekking zu den Steinböcken 18.12. in Heiligenblut, Kärnten

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Eine Schneeschuh-Wanderung in das große Fleißtal oberhalb von Heiligenblut führt direkt hinein ins hochalpine Abenteuer. Hier erlebst du den winterlichen Lebensraum der größten Steinwildkolonie des Nationalparks Hohe Tauern. Mit etwas Glück und der Hilfe von besonders leistungsstarken Ferngläsern lassen sich auch Bartgeier, Steinadler und Gämsen erspähen. Um die richtige Ausrüstung für diese winterliche Expedition kümmert sich der Veranstalter: Schneeschuhe, Stöcke und Ferngläser kannst du dir ausborgen.

Zu den Terminen:

22. Jänner 2019

29. Jänner 2019

5. Februar 2019

12. Februar 2019

19. Februar: 2019

26. Februar 2019

4Räucherbesen und Wintersonnenwende 20.12. in Linz (Oberösterreich)

Gerade zur Zeit der Wintersonnenwende und in den Rauhnächten rund um den Jahreswechsel wird traditionellerweise geräuchert. Ob Harze, Kräuter oder Rinden, ob man böse Geister abwehren möchte, oder sich einfach nur über die wohltuenden Düfte freut. Räuchern ist in jedem Fall ein schönes Ritual zur Reinigung, um neue Kraft zu sammeln – oder das alte Jahr zu verabschieden. Bei dem Workshop kannst du aus getrockneten Pflanzenteilen dein individuelles Bündel zusammenstellen. Wenn es das Wetter erlaubt, wird es bei einem anschließenden Ritual am Lagerfeuer auch gleich  entzündet.

Alle Infos zur Veranstaltung: Räucherbesen und Wintersonnenwende

5Wildtierbeobachtung bei der Schaufütterung Habachtal, 02.01. in Bramberg (Salzburg)

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Das neue Jahr Auge in Auge mit einem mächtigen Hirsch oder einem scheuen Reh beginnen: Bei dieser Exkursion lassen sich Rot- und Rehwild aus nächster Nähe und dennoch in freier Wildbahn beobachten. In den besonders kalten und schneereichen Wintermonaten finden die Tiere nämlich nicht mehr genug Nahrung und werden gefüttert. Du erfährst, welche ungeahnten Facetten aktives Wildtiermanagement bietet – und warum Fütterung nicht gleich Fütterung ist.

Alle Infos zur Veranstaltung: Wildtierbeobachtung bei der Schaufütterung Habachtal

 

6Der König der Auen – Seeadler beobachten bei Hainburg, 13.01. in Hainburg (NÖ)

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Seeadler, Detailfoto des Vogelkopfes

Für alle Birder und solche, die es noch werden wollen: Warum nicht gleich mit dem König beginnen! Aktuell brüten bis zu sechs Seeadler-Paare im Nationalpark-Donau-Auen und zahlreiche weitere nutzen das Gebiet als Überwinterungsquartier. Dadurch, dass der Fluss meist eisfrei bleibt, stehen die Chancen bei der Jagd auf Fische und Wasservögel also gut für den „König der Auen“ – und damit auch für alle Wanderer, die den Seeadler sehen möchten. Ein Nationalpark-Ranger sorgt dafür, dass sich die Chancen weiter erhöhen. So führt die Tour auch zur Ruine Rötelstein – ganz königlich eben.

Alle Infos zur Veranstaltung: Der König der Auen – Seeadler beobachten bei Hainburg

 

7Führungen durch die Nationalparkgallery, 12.02. in Kaprun, Salzburg

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Der Berg ruft! Wer zur Abwechslung einmal nicht hinauf will, sondern hinein, ist in der Nationalparkgallery genau richtig. Am Kitzsteinhorn bietet das Cinema 3000 mit eindrucksvollen Aufnahmen der hochalpinen Natur den perfekten Einstieg für die nächste Attraktion: Im mystischen, 360 Meter langen Stollen erfährst du alles über die Entstehung der Alpen und die Naturschätze der Hohen Tauern, aber auch die Themen Permafrost und die ausgeklügelte Seilbahntechnik am Kitzsteinhorn werden erklärt. Am Ende des Stollens wartet ein besonderes Highlight: Von der Aussichtsplattform scheinen Österreichs höchste Gipfel zum Greifen nahe.

Jeden Dienstag von 25.12. bis 23.4.: Führungen durch die Nationalparkgallery

8Spuren & Fährtenlesen, 18.01. in Grünau im Almtal, Oberösterreich

Einen Perspektivenwechsel verspricht dieses Seminar des Österreichischen Alpenvereins. Denn wer genau hinschaut, sieht die Welt nicht nur mit anderen Augen, sondern entdeckt vielleicht sogar eine ganz neue. Das oft versteckte und geheime Leben der Tiere wird an Hand von gemeinsamen Spurenlesespaziergängen, praktischen Übungen und Wissens-Inputs sichtbar. Egal ob auf Streifzügen durch die Natur oder im Alltag: Spuren- und Fährtenleser leben in einer Welt voller Rätsel und spannender Geschichten.

18. Jänner: Spuren & Fährtenlesen zur Veranstaltung

9Iglubau und Schneeschuhwandern, 21.02. in Windischgarsten, Oberösterreich

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veranstaltungstipps schneeschuhwandern

Allen, die gerne draußen zu Hause sind, sei diese Veranstaltung ans Herz gelegt. Hier geht’s ans Eingemachte – oder vielmehr ans Selbstgemachte. Ins selbst gebaute Iglu nämlich, wo im Zuge dieses Seminars auch eine Nacht verbracht wird. Alles dreht sich bei dieser Veranstaltung rund um den Schnee. Dazu gehören auch die technischen Aspekte des Schneeschuhwanderns. Die Pädagogen und Naturvermittler da draußen können sich auch von einem methodischen Repertoire an Spielen und Übungen für die weiße Jahreszeit inspirieren lassen.

Alle Infos zur Veranstaltung: Iglubau und Schneesschuhwandern

 

10Vorfrühling in den Praterauen am 23.02 in Wien

Selbst der längste Winter hat irgendwann ein Ende. Und auch wenn im Februar meist noch nicht allzu viel Frühling in der Luft liegt: Auf diesem Spaziergang kannst du die ersten Boten entdecken. Die Praterauen beherbergen eine vielfältige Vogelwelt und jetzt herrscht bei frühen Arten schon rege Gesangsaktivität. Die Spechtbalz ist außerdem in vollem Gange – und weckt vielleicht sogar Frühlingsgefühle.

Alle Infos zur Veranstaltung: Vorfrühling in den Praterauen

Da ist keine passende Veranstaltung dabei?

Dann stöbere in unserem Naturkalender und finde - je nach Naturtyp - die passende Veranstaltung für dich!

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Diese abendliche Führung widmet sich den nachtaktiven Tieren, allen voran den Fledermäusen. Der Weg führt dabei über die Stockwiese zum Grünauer Teich. Dort werden mittels Ultraschalldetektoren Fledermäuse aufgespürt. Mit etwas Glück lässt sich der "Große Abendsegler" beobachten, der als typischer Baumbewohner in alten Spechthöhlen sowie in Nistkästen und Gebäuden lebt.
Die Exkursion wird teilweise über nicht befestigte Wege geführt. Daher wird die Mitnahme eines Kinderwagens nicht empfohlen.

Bei plötzlichem Schlechtwetter, wie zum Beispiel Sturm, kann die Exkursionsleitung die Veranstaltung am Beginn beziehungsweise währenddessen aus Sicherheitsgründen absagen.

Der genaue Treffpunkt und die genauen Zeiten werden bei der Anmeldung bekanntgegeben.

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Mit seinem 400 Jahre alten Eichenwald stellt das umzäunte Naturwaldreservat Johannser Kogel im Lainzer Tiergarten eine Besonderheit im Wiener Raum dar. Es ist Rückzugsgebiet vieler Tier- und Pflanzenarten. Aus Naturschutzgründen und für Forschungszwecke wird die Fläche ihrer natürlichen Entwicklung überlassen und ist normalerweise für Besucherinnen und Besucher gesperrt.
Im Rahmen der Führung kann das Reservat besichtigt werden. Dabei erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Dynamik eines sich selbst überlassenen Waldes, vom lebenden Baum bis zu den Zersetzungsprozessen durch Käfer und Pilze beim Totholz.

Der Gehweg zum Johannser Kogel und zurück beträgt - je Richtung - circa 3,5 Kilometer. Die Exkursion erfolgt teilweise weglos im Wald. Die Mitnahme von Kinderwägen ist daher nicht möglich.

Bei plötzlichem Schlechtwetter, wie zum Beispiel Sturm, kann die Exkursionsleitung die Veranstaltung am Beginn beziehungsweise währenddessen aus Sicherheitsgründen absagen.

Der genaue Treffpunkt und die genauen Zeiten werden bei der Anmeldung bekanntgegeben.

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Berg- und Wanderführer/innen
Sich auf schwierige Wanderwege und Felsschluchten ins Hochgebirge wagen oder im Winter eine atemberaubende Skitour ohne Sorge um Orientierung bestreiten. Die Berg- und Wanderführer/innen garantieren nicht nur ein Höchstmaß an Sicherheit und Professionalität, sie kennen auch unzählige Besonderheiten und Geheimnisse: Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem sagenumwobenen Peternpfad?

Termin: nach Vereinbarung

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