Karoline Iber ist Geschäftsführerin der Kinderuni und Jurymitglied der Brennnessel 2019. Sie hat uns im Blitz-Interview erzählt, wie Kinder im Bezug auf Naturschutz ticken:

Was ist Ihrer Meinung nach das schönste Platzerl Österreichs?

Eines meiner Lieblingsplätzchen ist am Bisamberg unter unserem Marillenbaum mit Blick über Wien!

Dort kann man viele verschiedene Tiere beobachten, dem Wein beim Wachsen zuschauen oder einfach nur in die Luft blicken und die Seele baumeln lassen.

Wenn Sie zurück an Ihre Kindheit denken, was war Ihr Lieblingsspiel im Wald, am Bach, im Garten oder einem ähnlichen Ort in der Natur?

Ich habe es geliebt bei der Oma in der Wachau durch die Weingärten zu laufen und bei der Weinlese und bei der Obsternte zu helfen! Da war kein Spiel notwendig, ich durfte dabei sein und den Bauern der Umgebung alle Fragen stellen.

Und außerdem erinnere ich mich an die Küche meiner Großeltern, den Holzofen und das Einkochen der Früchte. Das war nicht nur ein wunderbarer Duft, sondern es ist die allerbeste Marmelade der Welt entstanden.

Wie kann jede/r im Alltag einen einfachen Beitrag leisten, um die Natur zu schützen?

In der Arbeit mit Kindern kann man tagtäglich sehen, wie verantwortungsvoll Kinder mit der Natur umgehen.

Keine Blume darf zertreten werden und jedes Tierchen wird geschützt. Meist sind die Kinder die konsequenten MülltrennerInnen und haben 1.000 Ideen zu Recycling.  

Und wenn wir alle ein wenig auf unseren ökologischen Fußabdruck achten, einmal mehr als sonst zu Fuß gehen, einmal mehr als sonst auf Fleisch zu verzichten, die Fernreise mit einem Wanderurlaub tauschen oder beim Einkauf ein fair produziertes T-Shirt zu erwerben, statt 3 T-Shirts, die in Billigproduktion entstanden sind, dann besteht die Chance, die wunderbar vielfältige Natur für die Kinder und deren Kinder auch zu bewahren.

Was zeichnet die Brennnessel als neuer Naturschutzpreis Ihrer Meinung nach besonders aus?

Die Vielfältigkeit! Es können kleine Initiativen mit großen Ideen einreichen. Und ich freue mich besonders, dass Schulen und Kindergärten angesprochen werden mit Projekten im Freien!

Viel zu oft findet Naturbildung nicht in der Natur, sondern im geschlossenen Klassenzimmer statt und mit der Initiative wird es möglich, dass Kinder unterschiedlichen Alters nicht nur über die Natur lernen sondern mit ihr.

Und ich erhoffe mir, dass viele Kindergärten und Schulen Patschen mit Gummistiefel tauschen, erdige Flecken auf Hose und Jacke riskieren und Natur begreifbar machen.

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Du hast eine Idee für eine aufblühende Vielfalt? Dann lass sie dir dank der unbürokratischen Finanzspritze der Brennnessel im Wert von € 200.000 realisieren! www.diebrennnessel.at

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Jetzt weiterlesen:

Brennnessel 2017: Das sind die 28 Gewinner 

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16. Juli |
Burgenland
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Diese besondere Kanufahrt führt dich tief hinein in die geheimnisvollen Kanäle und versteckten Wasserflächen des Schilfgürtels. Die hohen Schilfhalme umgeben dich wie eine grüne Wand und lassen dich die Stille und das einzigartige Flair dieses Lebensraumes intensiv spüren. Die Schilfbewohner sind scheu und haben ein ausgezeichnetes Gehör - es gehört somit eine große Portion Glück dazu, Bartmeisen, Rohrsänger oder flinke Jungfische und Wasserfrösche zu entdecken. Trotzdem ist diese Tour ein echtes Highlight und lässt dich den Lebensraum Schilfgürtel mit eigener Muskelkraft hautnah erleben – ein Abenteuer, das noch lange in Erinnerung bleibt. Treffpunkt der Tour ist beim Nationalparkzentrum. Von hier aus wird nach einer kurzen Einführung zur Kanuanlegestelle gewechselt (eigener PKW nicht zwingend erforderlich). Bei starkem Regen, Gewitter und/oder starkem Wind ist eine Kanufahrt aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Die Entscheidung treffen die Ranger:innen vor Ort. Alternativ findet dann eine Exkursion zu Fuß statt. Bitte beachte, dass der Nationalpark keine Haftung für Schaden oder Verlust von persönlichen Gegenständen übernimmt. Mindestalter 6 Jahre. Ausrüstung: Festes Schuhwerk, lange Hose, dem Wetter angepasste Kleidung (Sonnen-, Regen- und/oder Windschutz), Trinkflasche, Insektenschutz Anmeldung bis spätestens 16 Uhr des Vortages. Die Ranger:innen entscheiden vor Ort, ob eine Kanutour wetterbedingt durchgeführt werden kann. Bei Schlechtwetter/zu niedrigem Wasserstand erwartet dich ein spannendes Ersatzprogramm zu Fuß.
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