157.000 Tonnen Lebensmittel und Speisereste landen in österreichischen Privathaushalten pro Jahr im Restmüll*. Politik, Wirtschaft und Konsumentinnen und Konsumenten kommen daher immer mehr auf den Geschmack: Auf dem Menü steht neuerdings "Umdenken statt Wegwerfen".  

Überschuss wird gekübelt

Viele wertvolle Lebensmitteln bleiben liegen, werden weggeworfen, verrotten. Doch die Wegwerfkultur startet nicht erst bei uns daheim. Hier endet sie viel eher. Die Chancen und Möglichkeiten zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung sind groß, doch sie nehmen uns alle in die Pflicht. "Vermeidungspotential besteht entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies belegen Studien, Erhebungen und Hochrechnungen, die in den vergangenen Jahren in Österreich durchgeführt wurden", heißt es in einer erst kürzlich unterschriebenen Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und österreichischen Lebensmittelunternehmen.

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Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung in Zahlen: 300 Euro pro Monat landen im Müll

In einem durchschnittlichen österreichischen Familienhaushalt enden vom Brot bis zum Gemüse immer mehr Lebensmittel im Mistkübel. Umgerechnet sollen es sogar bis zu 300 Euro im Monat sein, das ergab eine Studie der BOKU Wien. In dieser Statistik werden allerdings nur jene Lebensmittel berücksichtigt, die es bereits bis zu uns nachhause geschafft haben. Was geschieht mit den Lebensmitteln, die in den Supermärkten niemand haben will? Oder was passiert mit den ÄpfelnKirschen, Jungzwiebeln und Co., die nicht einmal die Supermarktketten zu sehen bekommen, weil sie nicht den vorgegebenen Normen entsprechen?

 

Was auf den Feldern liegen bleibt

Jungzwiebelbauer Paul Peck liefert an die Bauerngenossenschaft Sonnengemüse im Burgenland. Er erklärt uns: „Immer mehr Menschen kaufen nur mehr nach’m Gesicht.“ Seine Jungzwiebeln müssen makellos sein, die Blätter saftig grün und die Zwiebel nicht zu groß und nicht zu klein. Für alles andere findet er keine Abnehmer. Paul Peck ist überzeugt, das Verständnis für das Natürliche ist verloren gegangen. Die Ausschussware, die nicht makellos – oder anders ausgedrückt, einfach so wächst, wie es die Natur und nicht der Mensch vorgesehen hat – bekommen wir Konsumentinnen und Konsumenten gar nicht erst zu sehen und bleibt oft auf dem Feld liegen. Bleibt die Frage offen: Wie kann man hier dagegen steuern?

Ein Pakt für mehr Bewusstsein

Da geht noch mehr, befindet das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft (BMLFUW), das gemeinsam mit führenden Handelsunternehmen (REWE Group, Spar AG, Hofer, Lidl Österreich und MPreis) einen Pakt schließt. Sie unterschreiben eine Vereinbarung zur Vermeidung von Lebensmitteln unter dem Titel „Lebensmittel sind kostbar“ und bekennen sich damit zu den Zielen der UN-Agenda 2030.

 

JEGLICHE VERSCHWENDUNG DIESES WERTVOLLEN GUTES IST NICHT NUR EIN ÖKONOMISCHES, SONDERN AUCH EIN ETHISCH UND MORALISCHES SOWIE EIN ÖKOLOGISCHES PROBLEM. IN JEDEM LEBENSMITTEL STECKEN WERTVOLLE RESSOURCEN, MENSCHLICHE ARBEITSKRAFT, BODEN, WASSER UND ENERGIE.

Aus der Präambel der Vereinbarung 2017 – 2030 zur Vermeidung von Lebensmittelabfälle bei Lebensmittelunternehmen.

 

Alle Vereinbarungspartner verpflichten sich daher zu folgenden Maßnahmen:

  1. Kooperation mit sozialen Einrichtungen oder der Gastronomie bzw. Weitergabe der Lebensmittel zur Verfütterung
  2. Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Reduktion von Lebensmittelabfällen
  3. Bericht alle drei Jahre

Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen

Viele Lebensmittelunternehmen setzen diese Maßnahmen bereits um, die in weiterer Folge auch für Konsumentinnen und Konsumenten sichtbar gemacht werden sollen. Das Logo des Umweltministeriums „Lebensmittel sind kostbar“dürfen demnach nur Lebensmittelunternehmen tragen, die die genannten Kriterien erfüllen. Sie geben als Teil dieser Vereinbarung überschüssige Lebensmittel, die noch genießbar sind, an karitative Einrichtungen weiter. In diesem Sinne arbeiten beispielsweise auch die REWE Supermärkte eng mit den Tafeln, dem Roten Kreuz, der Caritas, den SOMA- und Vinzi-Märkten zusammen.

*Sekundärstudie Lebensmittelabfälle in Österreich, BOKU 2012.

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Abfälle Supermarkt

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

12. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
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