Image

Ein ereignisreiches Schmetterlingsjahr flattert dem Ende zu. Welche beflügelten Sensationen hat das Jahr 2018 dank seiner starken Schmetterlingslobby in der App hervorgebracht? Blühendes Österreich blickt zurück und zieht saisonal Bilanz:

Image
schmetterlingsapp

Frühling

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen wird die Schmetterlingsgemeinde jährlich aus ihrem Winterschlaf wachgerüttelt: Blühendes Österreich ruft landesweit zur Aurorafalterzählung auf!

Der orange-getupfte Frühlingsbotschafter eröffnete die Saison der Schmetterlinge 2018 mit einem neuen Sichtungsrekord: 89 männliche Weißlinge wurden in der Schmetterlingsapp dokumentiert. 

Der früheste Nachweis der Schmetterlingsart gelang Rolf W., der eine Puppe in Graz-Ragnitz in der Steiermark fotografierte. Gleich darauf begann das große Flattern der männlichen Aurorafalter in den anderen Bundesländern:

  • 2. April: Markus K. aus Niederösterreich.
  • 5. April: Moni M. aus Vorarlberg
  • 7. April: Michaela W. aus Kärnten
  • 7. April: Stephanie F. aus Salzburg
  • 9. April: Emma D. aus Oberösterreich
  • 10 April: Christopher R. aus Wien
  • 14. April: Verena S. aus dem Burgenland
  • 15. April: Regina G. aus der Steiermark
  • 19. April: Patrizia P aus Tirol

Zum Vergleich: Der früheste Nachweis gelang 2017 nur wenige Tage früher, am 28.3. (Victoria H. aus Feldkirchen in Oberösterreich). Im letzten Jahr wurden ca. 90 Datensätze hochgeladen, 2018 erreichten hingegen 101 Fotos die Schmetterlingsapp. Den SchmetterlingsfreundInnen sei Dank liefert die Citizen Science Aktion auch im kommenden Jahr weiterhin aussagekräftige Daten zum Flugbeginn sowie zur Verbreitung dieser Art.

Image
schmetterlingsapp

Sommer

Mit einem kräftigen Flügelschlag lud die nächste Zählaktion die Schmetterlingslobby ein, ihre filigranen Lieblinge im Garten oder auf dem Balkon zu dokumentieren: “Zeig’ her deinen Schmetterlingsgarten” brach von 12. Juli bis 5. August alle Rekorde. Es wurden mit 23.000 Sichtungen doppelt so viele Schmetterlinge als im Vorjahr hochgeladen, mit 15.500 zwei Mal so viele App-NutzerInnen registriert und über 20.000 Mal die Fotos kommentiert. 

Auf das Siegertreppchen glitt dieses Jahr der Kaisermantel mit 1.958 Sichtungen und verdrängte somit das Ochsenauge als häufigster Schmetterling im Garten 2017.

Bei der Inventur im Garten wurden erstmals auch Nachtfalter fotografiert und gezählt. Häufigster "Schmetterling der Finsternis" war der Russische Bär mit 529 Meldungen.

 

Den ganzen Report kannst du hier herunterladen.

Beliebt - beliebter - der Hauhechel-Bläuling

Der häufigste Bläuling sorgte mit seinen 3.700 Kommentaren in der App nicht nur für Gesprächsstoff – er ist auch mit knapp 21.000 Likes der beliebteste Schmetterling Österreichs. Was seine Bestimmung schwierig macht, ist der kleine schwarze Fleck innen. Ist dieser nicht zu erkennen, ist eine Verifizierung unmöglich.

 

Image
Schmetterligszaehlung 2018

Sonderfall: Die Berghexe

Die Sichtung einer Berghexe in St. Pölten im Jahr 2016 sorgte für eine Sensation innerhalb der Schmetterlingsapp-Community. Schließlich lebt die vom Aussterben bedrohte Art in nur noch zwei Gegenden Niederösterreichs: Im Steinfeld und in den Hainburger Bergen. Um dem spektakulären Fund nachzugehen, wurde die Schmetterlingsfangemeinde rund um St. Pölten von 26. Juli bis 14. Oktober aufgerufen, die Berghexe zu suchen und gegebenenfalls zu fotografieren.

Leider flog keine Berghexe in und rund um St. Pölten vor die Smartphone-Linse. Es hat sich offenbar um einen fernreisenden Einzelfall gehandelt.

Herbst und Winter

Dank des milden Herbstes gab es noch reges Treiben innerhalb der Schmetterlingscommunity. Doch spätestens dann, als die Nächte kühler wurden und die Blätter von den Bäumen taumelten, wurde es ruhig in der Schmetterlingsapp. Nur noch hier und da eine sporadische Sichtung eines Admirals, Zitronenfalters oder Distelfalters und anderen robusten Gauklern, die bis in den November hinein aktiv sind – sonst ist das große Flattern der Sonnenmonate verstummt. Bis zum ersten Flügelschlag unseres Frühlingsbotschafters Aurorafalter ...

Schmetterlinge 2019 - Was kommt?

Mitte Jänner ist ein neuer Schmetterlingsreport zum Status-Quo der heimischen Schmetterlinge geplant. Dazu wird es in der neben der Smartphone App auch eine Desktop-Version geben, bei der die Schmetterlingsfotos über den PC oder Laptop auf www.schmetterlingsapp.at hochgeladen werden können.

Damit die Wissenschaft weiterhin auf verlässliche Daten und ihre emsigen Citizen Scientists zählen kann, gibt es 2019 folgende Aufrufe:

  • Aufruf Aurorafalterzählung: 7. März bis 2. Juni 2019
  • Zeig her deinen Schmetterlingsgarten:: 4. Juli bis 28. Juli 2019

 

Danke im Namen der Schmetterlinge!

Jetzt weiterlesen:

8 Tipps, wie du Schmetterlingen beim Überwintern hilfst

Aurorafalter-Zählaktion 2018: die Auswertung

Schmetterlingsinventur 2018: Welche Arten flattern durch Österreichs Gärten?

Gesucht: der männliche Aurorafalter!

Gesucht: Die vom Aussterben bedrohte Berghexe

 

Verwandte Lexikon Artikel

Artenreiche Schmetterlingswiese

Was ist Biodiversität?

Wissen
Blühendes Österreich setzt sich für den Erhalt von Artenvielfalt ein!
Was ist Biodiversität?
Blaumeise-auf-dem-Ast

Blaumeise

Vögel
Hier in unserem Naturlexikon erfährst du Wissenswertes rund um die Blaumeise.
Blaumeise
Fischotter

Fischotter

Säugetiere
Als Anpassung an ihren aquatischen Lebensraum ist der Körper des Fischotters sehr schlank und stromlinienförmig. Mit bis zu einem Meter Körperlänge der Männchen erreichen sie auch stattliche Dimensionen, wenngleich es schon einiges an Glück bedarf, um diesen meisterhaften Fischjäger in freier Wildbahn zu begegnen. Die Färbung des Fells ist sehr einheitlich dunkelbraun, lediglich Kehle, Brust und Bauch heben sich hell davon ab. Der Kopf ist flach und breit mit einer stumpfen Schnauze, kurzen Ohren und langen Barthaaren. Wie sein Name schon verdeutlicht besteht seine Hauptnahrung aus Fischen. Er ist jedoch grundsätzlich nicht wählerisch und frisst genauso Muscheln, Amphibien, Wasservögel oder kleinere Säugetiere.
Fischotter

Verwandte Naturerlebnisse

Waldruhe

Wald-Ruhe Energietankstelle Wald

18. Juni | Ab 17:30
Icon Pin_brown

Aloisiusgasse 57
Kaisersdorf 7342
Österreich

Kaisersdorf, 7342

Veranstalter: Naturpark Landseer Berge

Im Wald entspannen und zur Ruhe kommen mit Elementen aus der Natur- und Wildnispädagogik und Techniken aus dem Yoga, sowie Meditation. In angenehmer Atmosphäre mit Atem- und Bewegungsübungen ein behagliches Wohlbefinden erlernen und genießen. Für eine nachhaltige ERHOLUNG des Körpers und Geistes - direkt VON, IN und MIT der NATUR!
Treffpunkt: Sportplatz Kaisersdorf

5er Block: 21. Mai, 28. Mai, 4. Juni, 11 Juni, 18. Juni

Wald-Ruhe Energietankstelle Wald Der Fährte folgen
Erlebte Natur Die Gelse Plage oder Notwendigkeit

Erlebte Natur: Die Gelse – Plage oder Notwendigkeit?

18. Juni | Ab 18:00
Icon Pin_brown

Kulturbezirk 5 5
St. Pölten 3400
Österreich

St. Pölten, 3400

Veranstalter: Museum Niederösterreich

Dieses Mal zu Gast sind Karin Bakran-Lebl von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit sowie Horst Aspöck, der Begründer der Abteilung für Medizinische Parasitologie an der Universität Wien.
Gemeinsam mit dem Naturvermittler und Biologen Manfred Rosenberger diskutieren die beiden über die Plagegeister und beleuchten den weniger bekannten ökologischen Nutzen. Das Insektensterben wird ebenso Thema sein wie das Auftreten neuer Krankheiten durch den Klimawandel, die von Gelsen übertragen werden können.

Eine Diskussionsrunde mit Biologin Karin Bakran-Lebl und Horst Aspöck, Professor an der Medizinischen Universität Wien

Erlebte Natur: Die Gelse – Plage oder Notwendigkeit? Der Fährte folgen
Erlebte Natur Die Gelse Plage oder Notwendigkeit

Erlebte Natur: Die Gelse – Plage oder Notwendigkeit?

18. Juni | Ab 18:00
Icon Pin_brown

Kulturbezirk 5 5
St. Pölten 3400
Österreich

St. Pölten, 3400

Veranstalter: Museum Niederösterreich

Dieses Mal zu Gast sind Karin Bakran-Lebl von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit sowie Horst Aspöck, der Begründer der Abteilung für Medizinische Parasitologie an der Universität Wien.
Gemeinsam mit dem Naturvermittler und Biologen Manfred Rosenberger diskutieren die beiden über die Plagegeister und beleuchten den weniger bekannten ökologischen Nutzen. Das Insektensterben wird ebenso Thema sein wie das Auftreten neuer Krankheiten durch den Klimawandel, die von Gelsen übertragen werden können.

Eine Diskussionsrunde mit Biologin Karin Bakran-Lebl und Horst Aspöck, Professor an der Medizinischen Universität Wien

Erlebte Natur: Die Gelse – Plage oder Notwendigkeit? Der Fährte folgen