Die „Stunde der Wintervögel“ ist Österreichs größte Vogelzählung und findet von 6. bis 8. Jänner 2023 bereits zum 14. Mal statt. Im Mittelpunkt dieser großen Mitmach-Aktion von BirdLife steht die Erforschung der häufigsten und am weitesten verbreiteten Wintervogelarten in unseren Städten und Dörfern wie Amseln, Spatzen, Finken und Meisen.

Jede:r kann mitmachen! Die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich ruft alle Interessierten auf, bei der „Stunde der Wintervögel“ eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt stehen vertraute Vogelarten wie Spatzen oder Finken, aber auch gefiederte Wintergäste aus dem noch kälteren Norden und Osten. 

Alle großen und kleinen Vogelfreund:innen sind eingeladen mitzuzählen. Mach' mit und leiste einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Vögel und dem Erhalt der zwitschernden Artenvielfalt sowie zur Vogelforschung. Die Citizen Science Aktion hilft, den Status-Quo unserer gefiederten Freunde zu eruieren.  Außerdem gibt es wieder tolle Preise zu gewinnen, so verlost BirdLife unter den Teilnehmenden u. a. ein Swarovski Optik Fernglas.

„Wie helfe ich den Vögeln im Winter?“ fragen sich viele Vogelfreund:innen alljährlich aufs Neue. Die Antwort lautet: In erster Linie mit einem naturnahen Garten, in dem unsere Vögel natürliches Futter wie Samen, Beeren, Früchte und überwinternde Insekten finden. Zusätzlich kann Futter aus Menschenhand wie Sonnenblumenkerne und andere Samen, Nüsse oder Fettfutter manchen Vögeln bei Schnee und Frost über den Winter helfen. Je vielfältiger das Angebot und je naturnäher die Gestaltung, umso mehr Vogelarten kann man in der kalten Jahreszeit in den eigenen Garten locken. Die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich informiert in der 28- seitigen Broschüre „Gefiederte Gäste am Futterhaus“ über die richtige Winterfütterung und über nachhaltige Maßnahmen im Garten, um den Futterhausbesuchern unter die Flügel zu greifen. Gratis zu bestellen unter: office@birdlife.at 

Stieglitze und Erlenzeisige

Es ist angerichtet – Das Vogelbuffet

„Sonnenblumenkerne mit ihrem hohen Fettgehalt werden besonders in geschälter Form von den meisten Körnerfressern, aber auch von Meisen, Spechten und dem Kleiber gefressen. Kleine Samen wie Hanf, Nyersaat oder Mohn sind etwa für kleinere Finken attraktiv, stärkehaltige Hirse- und Getreidekörner finden in Sperlingen und Ammern ihre Abnehmer. Nüsse locken vor allem Meisen, Spechte und Kleiber an, während Weichfutterfresser wie Amsel, Wacholderdrossel und Star nur von speziellen Fettfuttermischungen, Rosinen, Äpfeln oder anderem Weichfutter profitieren. Fettblöcke oder Meisenknödel sind vor allem bei Meisen, Spechten, dem Kleiber und der Schwanzmeise beliebt“, weiß Eva Karner-Ranner von BirdLife Österreich. „Tabu sind hingegen Speisereste und gesalzenes Fett, ebenso verschimmeltes Futter, das für Vögel giftig ist!“

Bei der Darbietung des Futters ist wichtig, nur geschlossene Futterhäuser oder Futtersäulen zu verwenden. So wird eine Verschmutzung des Futters durch den Kot der Vögel verhindert und die Gefahr der Übertragung von Krankheiten gemindert. Heruntergefallenes Futter sollte regelmäßig entfernt werden. Für Meisenknödel gibt es eigene Meisenknödelhalter, in Nussgittersäulen können ganze Nüsse angeboten werden. Vögel kommen gern aus der sicheren Deckung zur Fütterung und flüchten bei Gefahr dorthin. Büsche in der Nähe haben sich deshalb als günstig erwiesen. Doch sollte die Futterstelle auch so übersichtlich sein, dass Katzen nicht unbemerkt darunter lauern können

So ist es nachhaltig – Der Garten als Vogeloase

Für eine möglichst große Artenvielfalt im eigenen Garten ist nicht nur das vom Menschen dargebotene Futterangebot während der kalten Jahreszeit ausschlaggebend, sondern auch der Lebensraum rund um die Futterstelle. Naturnahe Gärten locken besonders viele Vogelarten an, vor allem, wenn sie in Waldrandnähe liegen. „Durch eine naturnahe, vogelfreundliche Gartengestaltung kann jeder Einzelne für ein reiches Nahrungsangebot sorgen und die Vögel das ganze Jahr über unterstützen“, betont die Vogelschützerin, denn: „Die Gestaltung und der Erhalt grüner Oasen der Vielfalt ist ungleich wichtiger als die winterliche Zusatzfütterung unserer Wildvögel!“ Samenstände von Stauden und Wildkräutern sollen stehen bleiben dürfen, um den Vögeln natürliches Futter zu bieten. In Laubhaufen und „wilden Ecken“ überwintern Insekten. In beerentragenden heimischen Sträuchern und Kletterpflanzen finden Vögel Verstecke und Nahrung. „Gerade im Winter ist natürliches Futter – bestehend aus Insekten, Wildkräutersamen, Baumsamen, Beeren und Früchten – für alle Vögel überlebensnotwendig“, so Eva Karner-Ranner.

 

Jetzt weiterlesen:

Stunde der Wintervögel 2022: "Ausfliegen und Mitzählen!"

Stunde der Wintervögel 2021: "Sag' mir wo die Meisen sind"

Stunde der Wintervögel 2020: "So wenig Vögel wie nie"

Meckerziege oder flotte Biene?

Flotte Biene! Dann bist du auf Österreichs größter Plattform für Naturerlebnisse genau richtig.

Jetzt registrieren

Verwandte Naturerlebnisse

Wabenbau aus Wachs

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Edelhof

12. Febr. |
Niederösterreich
Veranstalter: Verein Land-Impulse

„Wie kann ich in die Imkerei einsteigen?“, lautet eine häufig gestellte Frage an die Projektbetreuerinnen. Interessierte an der Imkerei können ohne Vorkenntnisse einen 8-stündigen Grundkurs besuchen und sich selbst ein Bild machen, ob Sie für die Betreuung von Bienenvölkern geeignet sind. In diesem theoretischen Teil der Grundausbildung bekommt der/die ImkerneueinsteigerIn einen Einblick zu den Themenbereichen persönliche Eignung, Anschaffung von Imkereibedarf, Völkerführung im Jahreskreislauf, Leben der Biene, Bienenprodukte, gesetzliche Bestimmungen und vieles mehr, in einfacher Form vermittelt. 

 

Weiterer Kurstermin in Warth: 26.01.2026 

 

Lehrmaterial beim Grundkurs

Eine eigens für ImkeranfängerInnen erstellte, ca. 100-seitige laufend aktualisierte Unterlage dient als Nachschlagewerk und umfasst alle behandelten Themen aus Grund- und Praxisschulungen sowie Preistabellen für imkerliche Gerätschaften, zahlreiche Bilder, Skizzen und nützliche Adressen verschiedenster Betriebe und Verbände. Zu den Lehrmaterialien zählt auch die Doppel-DVD „Ein Bienenjahr - Ein Imkerjahr“, die an die Teilnehmer der Grundschulung ausgeteilt wird.

Oft steht der Eigenbedarf im Vordergrund. Wer die Vielfalt und den Nutzen unserer Bienenprodukte kennt, wird sie ein Leben lang zu schätzen wissen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen gewinnt immer mehr an Bedeutung – die Imkerei kann dazu einen Beitrag leisten. Ob es sich um das selbst abgefüllte Höniggläschen, die herrlich duftenden Adventkerzen oder die eigens kreierte Propoliscreme in der Hausapotheke handelt, all diese Rohstoffe haben sich schon unsere Vorfahren zu Nutze gemacht. Die Tendenz zum Selbstversorger greift nun auch im urbanen Lebensraum immer mehr um sich und das freut nicht nur den Direktvermarkter, sondern auch all jene, die Regionalität und Tradition „groß“ schreiben.

Wer um eine fachliche Fortbildung bemüht ist, kann sich in sechs möglichen Praxisschulungen (jeweils 4-stündig) weiterbilden. Ein kompetentes Referententeam, bestehend aus vielen namhaften ImkermeisterInnen und Vortragenden, betreut insgesamt 10 Kursstandorte in Niederösterreich an denen diese Themen angeboten werden:

P1- Praxisgrundlagen; P2- Erweiterungsschritte im Bienenvolk; P3- Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung; P4- Honigernte; P5- Varroabehandlung und P6- Herbstrevision;

Grundkurs für den Imkereieinstieg - LFS Edelhof
Der Fährte folgen