Zum Naturlexikon Brachycoleus decolor | Insekten

So erkennst du die Gelbgrüne Schmuckwanze:

  • Grundfarbe gelb bzw. grün mit streifenförmiger schwarzer Zeichnung
  • gelbes Herz in der Körpermitte
  • meist auf Doldenblütlern

Beschreibung

Die Gelbgrüne Schmuckwanze hat auf dem Halsschild und den Deckflügeln eine streifenförmige, bilateralsymmetrische schwarze Zeichnung auf hellgelbem oder grünlichem Grund. Die erwachsenen Tiere ernähren sich vorwiegend von kleineren Insekten, aber auch von Pflanzensaft. Meist sind sie auf den Blütenständen von Doldenblütlern zu finden, zur Abwechslung auch auf Flockenblumen und Wolfsmilcharten.

Lebensraum

Die Art kommt ausschließlich in warmen und sonnigen Wiesen vor, sowohl auf Kalk- als auch auf Sandböden. Ihre bevorzugten Wiesentypen sind Halbtrockenrasen und Trockenrasen.

Verbreitung

In Österreich kommt diese östlich verbreitete Schmuckwanze vor allem in tiefen Lagen in Niederösterreich und im Burgenland vor, dort kann sie lokal häufiger sein. Im westlichen Österreich fehlt die Art oder ist extrem selten. Sehr wenige Vorkommen sind aus Wien, der Steiermark und aus Tirol belegt.

Gefährdung

Aufgrund der Bindung an sehr trockenes, meist nur einmähdiges Grünland und der natürlichen Seltenheit ist die Art hochgradig gefährdet. In der Steiermark galt sie für Jahrzehnte als verschollen, ehe sie vor kurzem in wenigen Halbtrockenrasen wiederentdeckt wurde.

Besonderheiten

Durch diese auffällige Färbung, ihren kräftigen Körperbau und ihre Größe von bis zu 9 mm Körperlänge ist die Gelbgrüne Schmuckwanze für Kenner/innen unverwechselbar. Besonders hübsch ist das gelbe Herzchen knapp vor der Körpermitte.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Größe
6,5-9,1 mm

Aktivität
Ende Mai bis Juli, vereinzelt Weibchen auch noch im September

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