Zum Naturlexikon Lebensräume

Rote Liste Österreich: 3 (gefährdet)

Charakterisierung & Nutzungsgeschichte

Hochwüchsige Gräser, Binsen und Rohrkolben prägen diesen Lebensraumtyp, der im Übergangsbereich von Land und Wasser zu finden ist. Nur in wenigen Fällen, wie etwa bei der Schilfnutzung am Neusiedlersee, wurde der jährliche Aufwuchs vom Menschen genutzt. Dieser Lebensraum ist weniger gefährdet, da er einerseits nicht auf menschliche Nutzung angewiesen ist und andererseits besonders wertvolle, ausgedehnte Bereiche mittlerweile unter Schutz gestellt wurden (z.B. durch die Schaffung des Nationalparks Neusiedlersee-Seewinkel). In seltenen Fällen kann die unregelmäßige Entfernung des Gehölzaufwuchses notwendig sein, damit dieser Lebensraum erhalten bleibt.

Ökologie und Verbreitung

Dieser Lebensraum ist am Rand von langsam fließenden Flüssen und Bächen und in den Verlandungszonen von Seen und Teichen (auch künstlich angelegten) zu finden. Der Boden wird nahezu das ganze Jahr über von Wasser überstaut. Nur gut angepasste Arten, die mit den sauerstoffarmen Verhältnissen im Boden zurechtkommen, können hier überleben. Mit speziellen biologischen Tricks wird Sauerstoff in den Wurzelbereich gebracht. Dieser Lebensraumtyp kommt in den tieferen Lagen in allen Bundesländern und in allen Regionen Österreichs vor. Den Subtyp Brackwasser-Großröhricht findet man nur in der pannonischen Region und hier vorwiegend im Neusiedlerseegebiet und im Seewinkel. Wir schützen im Rahmen von Blühendes ÖsterreichGroßröhrichte im Waldviertel.

Typische Arten

Je nach Nährstoffreichtum, Salzgehalt und Temperatur des Wassers sowie der Dauer und Art der Wasserversorgung wird dieser Lebensraumtyp durch verschiedene hochwüchsige Sumpfpflanzen dominiert. Hier sind vor allem Schilf, Teichbinsen, diverse Rohrkolben-Arten, Großer Wasserschwaden und Knollenbinse zu nennen. Kräuter sind nur mit wenigen Arten vertreten. Dafür zählt dieser Lebensraumtyp zu einem der wichtigsten Vogellebensräume. So sind alle schilfbrütenden Arten auf das Vorhandensein dieser Pflanzengesellschaft angewiesen.

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stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

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Tour 24 - Besuch des alpinen Vogel Hot Spots

BESUCH DES ALPINEN VOGEL HOT SPOTS

15. Sep |
Tirol
Veranstalter: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Vom Schlegeis zur Forschungsstation am Pfitscher Joch

Das Pfitscher Joch ist ein sanfter Übergang zwischen dem Zillertal und Pfitscher Tal in Südtirol. Diese Strecke nutzen auch unzählige Zugvögel, wenn sie im Herbst in ihre Winterquartiere im Süden fliegen. Seit einigen Jahren betreibt ein Forscherteam am Joch eine kleine Beobachtungsstation. Nach „sanfter Landung“ in den aufgespannten Netzen werden Zugvögel bestimmt, untersucht und beringt, bevor sie ihre Reise in den Süden fortsetzen. Am Weg zum Joch erwarten uns viele spannende Geschichten, etwa zum Schmuggel zwischen Österreich und Italien oder zur Steinzeit. Denn bereits damals haben die Menschen die Landschaft rund um das Jochplateau entdeckt und genutzt. Das und mehr greift auch die spannende Ausstellung „pfitscherjoch grenzenlos“ auf der Lavitzalm auf. Nach einer gemütlichen Einkehr am Pfitscher Joch-Haus wandern wir zurück zum Schlegeis Stausee.

Anmeldung: https://www.myzillertal.at/de/products/besuch-des-alpinen-vogel-hot-spots

Charakter: Mittelschwere Wanderung auf Bergwegen und im Almbereich /ca. 600 Höhenmeter)

Dauer: ca. 6 Std.; davon ca. 5 Std. reine Gehzeit

Termine: 11.8. | 15.9. | 29.9. | 6.10.

Treffpunkt: 9.30 Uhr | Bushaltestelle Schlegeis (veränderte Buszeiten je nach Datum beachten!)

Unkostenbeitrag: Erwachsene € 15,00 Gäste der Naturpark-Partnerbetriebe kostenlos!

Allgemeines:

Einkehrmöglichkeiten: Pfitscher Joch-Haus, Lavitzalm

Teilnehmerzahl: Maximal 9 | Anmeldung unbedingt erforderlich

Anfahrt (Buslinie 4102): Abfahrt 7.35* (8.05**) Uhr Mayrhofen Bahnhof -> Ankunft 8.25* (8.55**) Uhr Schlegeis Stausee

Rückfahrt (Buslinie 4120): Abfahrt 15.40 Uhr Schlegeis Stausee -> Ankunft 16.23 Uhr Mayrhofen Bahnhof

*11.08. und 15.09.

**29.09. und 06.10.

BESUCH DES ALPINEN VOGEL HOT SPOTS
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