Der Naturfotograf und Umweltschützer Matthias Schickhofer bannt die letzten Urwälder Europas auf Bild – in seinem Buch "Unser Urwald - Die letzten wilden Wälder im Herzen Europas." Maria Schoiswohl fasst zehn Orte zusammen, wo sich die österreichische Waldwildnis für den Autor besonders eindrücklich zeigt.

1Rohrach / Vorarlberg

Das Naturwaldreservat Rohrach in der Gemeinde Hohenweiler misst nur knappe fünfzig Hektar. Es ist eine Waldschlucht des Rickenbachs an der Grenze zu Deutschland. Und Heimat für Buchen, Tannen, Fichten, Bergahorn und Eiben. Ein Ort, den Autor Matthias Schickhofer in einen Fantasy-Film mit Urzeitechsen versetzt.

2Radurschltal / Tirol

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"Urzeitwesen" begegnen Matthias Schickhofer auch, wenn er zwei Naturwaldreservate der Bundesforste im Tiroler Radurschltal beschreibt. Gemeint sind hier Zirbenwälder mit wahren "Monsterbäumen". Sie sind Teil der größten geschlossenen Zirbenbestände der Ostalpen. Mehr über die Wirkung des Wunderbaums Zirbe, kannst du hier nachlesen. 

3Hohe Tauern / Salzburg

Inmitten des Nationalparks Hohe Tauern wächst ein "Laubwald-Dschungel" – Ulmen, Bergahorn und Eschen, versteckt in einem Bundesforste-Reservat im Salzburger Stubachtal. Der unweit gelegene Wiegenwald aus Zirben und Lärchen, Mooren und Seen birgt für so manchen Besucher "das Paradies". Warst du bereits im Nationalpark Hohe Tauern? Hier gibt es 7 Fakten für wahre Kenner. 

Blätter im Herbst

Einen Urwald für Wien?

Erlebe den Urwald von morgen - Führung Johannser Kogel

Im Rahmen einer Führung öffnet das verwildete Reservat im Lainzer Tiergarten mit seinen über 400 Jahre alten Buchen seine Pforten für Interessierte.

Wann? Am 19. Oktober 2018

Mehr Infos gibt es hier. 

 

4Kalkalpen / Oberösterreich

2017 feiert der Nationalpark Kalkalpen im Reichramiger Hintergebirge und Sengsengebirge in Oberösterreich sein 20-jähriges Jubiläum. Die älteste Buche der Alpen, die hier wächst, zelebrierte ihren 527. Geburtstag. Und die zahlreichen Borkenkäfer, die man dort nicht als Schädlinge, sondern als Teil des Ökosystems betrachtet, feiern wohl kräftig mit.

5Nationalpark Gesäuse / Steiermark

Der Nationalpark Gesäuse ist mit seiner Gründung 2002 der jüngste und gleichzeitig der drittgrößte Nationalpark Österreichs. Hoch oben findet Matthias Schickhofer im Bereich des Zinödlwaldes noch ursprüngliche Wälder, die – fern der Fichtenforste – zu sekundären Urwäldern heranwachsen dürfen.

6Kamptal / Niederösterreich

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Waldviertel, Niederösterreich - Plizbefall eines Pilzes in einem Urwald-Reservat im Kamptal.

Dem Buchenwald widmet Matthias Schickhofer ein eigenes Kapitel in seinem Buch. Gerade im Kamptal stößt man auf einen von Österreichs bedeutendsten Buchenurwäldern. Alte Buchenwälder sind extrem artenreich – bis zu 10.000 Tierarten können dort vorkommen, so schätzt man.

7Rothwald / Niederösterreich

Auf rund dreihundert Hektar mitten im Wildnisgebiet Dürrenstein wächst der letzte Rest eines sechstausend Jahre alten Waldes. Es ist der größte Urwald in den Alpen und der größte Urwaldrest Mitteleuropas: der Rothwald im Südwesten Niederösterreichs. Wo der Habichtskauz lebt und der Tannen-Stachelbart wächst, lässt man der Natur ihre Ruhe und ihre Freiheit.

8Donauauen / Niederösterreich

Biber, Hirsch, Hecht und Silberreiher - in den Donauauen zwischen Wien und Bratislava ist die Artenvielfalt enorm: über 800 Arten höherer Pflanzen wachsen dort, mehr als 30 Säugetier- 100 Brutvogel-, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten tummeln sich auf über 9.300 Hektar Land. Unter Wasser leben rund 60 Fischarten.

9Wienerwald / Wien/Niederösterreich

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Wienerwald - Colors of fall at sunrise

In 37 Teilflächen im Biosphärenpark Wienerwald darf die Natur ganz Natur sein. Bäume werden in diesen Flächen, verteilt auf den gesamten Wienerwald, bis zu 100 Jahre alt. Wenn sie schließlich vermodern, geben sie dem Boden wichtige Nährstoffe zurück – und nähren so den Urwald von morgen.

10Krüppeleichenwald / Burgenland

Die Esterházy-Forstbetriebe achten darauf, dass auch im Burgenland Urwald bestehen bleibt – sie überlassen einige Naturwaldreservate der natürlichen Walddynamik. Matthias Schickenhofer trifft im Leithagebirge auf knorrige Eichen, in den Ost-Ausläufern der Buckligen Welt auf einen Altwald voll mächtiger Buchen und im Mittelburgenland auf verschlungene Krüppel-Eichen.

11... mehr Urwäldern auf der Spur

Matthias Schickhofers Recherchen zu Europas letzten Urwäldern führen ihn neben Österreich u.a. auch in die Schweiz, nach Deutschland, Italien, Schweden, Rumänien und sogar bis in die Ukraine. In seinem Buch, erschienen im Brandstätter Verlag, informiert er nicht nur in eindrucksvollen Bildern und oft sehr persönlichen Episoden über diese einmaligen Naturräume, sondern auch über ihre Geschichte und ihre Relevanz für und die Gefahr durch den Menschen. Zusätzlich gibt der Autor Tipps zum individuellen Urwalderlebnis - etwa Themenführungen im Urwald Rothwald bei Dürrenstein.

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Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom

13. Sep |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Infohütte, Erlebniszentrum Weidendom

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Am Veranstaltungsort befindet sich ein rollstuhlgerechtes WC.

Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

Erwachsene: € 7,00
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.

Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" 

Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

 Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald

Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese 

Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt Ihnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.


Die Gruppe entscheidet, welches der drei Programme stattfindet.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche

Findet diese Veranstaltung bei jedem Wetter statt?
Ja, denn wir finden, unser Nationalpark Gesäuse ist bei jedem Wetter ein Erlebnis!

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.


 

  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    01.05.2026 - 30.06.2026: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    01.07.2026 - 13.09.2026 : täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
    14.09.2026 - 30.09.2026: Samstag, Sonntag, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Forschungsprogramme finden während der Öffnungszeiten immer um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr statt.

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

Unter fachkundiger Anleitung tauchen kleine und große Besucher:innen in die wilde Seite des Nationalparks ein.

Drei unterschiedliche Programme ermöglichen Besucher:innen einen spannenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu bekommen: „Die Reise in den Mikrokosmos Wasser“, „Abenteuer Wilde Wiese“ oder „Wildnis erforschen im Auwald“.

Keine Anmeldung erforderlich

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Österreichische Bundesbahn: www.oebb.at
BusBahnBim - Auskunft: www.busbahnbim.at

Haltestelle:

  • Gesäuse Bachbrücke/Weidendom (RegioBus 912)
  • Johnsbach im Nationalpark Bahnhof (ÖBB)
Besucher:innenprogramm Erlebniszentrum Weidendom
Der Fährte folgen