In der Naturoase "Glocke" wird bereits zum zweiten Mal durch Pferderückung schonend Platz für die Buchen und Linden des Mischwaldes geschaffen – dem Lebensraum für den Sensationsfund des Smaragdgrünen Regenwurms aus dem Jahr 2018.

Um die Tuxbachklamm und ihren artenreichen Mischwäldern blüht ein einzigartiges Biotop für die nächsten Generationen auf. Gefördert wird das pferdestarke Projekt von Blühendes Österreich.

Harvester und Traktorspuren sind Tabu in der "Glocke" - ein seit 1977 geschützter Landschaftsteil im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen.

Verjüngungskur für den Mischwald

Da in den letzten Jahrzehnten junge Laubbäume durch Fichten verdrängt wurden, werden die Nadelbäume wie schon im Vorjahr auch heuer wieder im Oktober 2021 gefällt. 

Um den sensiblen Waldboden zu schützen, sind der Noriker Hengst Garant und sein Besitzer Hubert Kirchmaier aus Schwaz sowie die Pferderückerin Daniela Daurer als eingespieltes Team im Einsatz.

Der Kaltblütler wird durch die langen Zügel und die Worte seines bzw. seiner FührerIn gelenkt. Seine gute Ausbildung und die jahrelange Zusammenarbeit macht sich bei der Pferderückung im Zillertal bezahlt. Stamm für Stamm zieht er die gefällten Fichten aus dem Wald. Das nennt man in der Forstsprache "Rücken". 

Geschäftsführer des Naturparks Willi Seifert berichtet begeistert: „Dies ist die zweite Pferderückung, die wir organisieren. Auf diese Weise können wir zeigen, wie man den Wald auf traditionelle Weise bodenschonend bewirtschaften kann. Dies schafft Bewusstsein für das sensible Ökosystem Wald und ist gleichzeitig spannend zum Zuschauen.“ 

Nicht alle Fichten werden gefällt - einige bleiben mit aufgeschlitzter Rinde wegen der Borkenkäfer bewusst im Wald liegen, um als Totholz den Kreislauf ihres Lebens zu verlängern.

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noreuse Pferderückung

Der Mischwald macht Schule

Im Frühjahr 2022 werden rund 150 Schülerinnen und Schüler aus den anliegenden Gemeinden Finkenberg und Mayrhofen junge Linden, Bergahorn, Bergulmen, Stieleichen, Vogelkirschen, Gemeiner Schneeball oder Heckenkirschen gepflanzt. 

Der Wald wird somit klimafit und kann sich auf die jungen Naturschützer berufen, die heute für morgen ihre verwurzelten Schützlinge im Laubwald begleiten. 

Bergprofessor und Lokalmatador Peter Habeler, im Beirat von Blühendes Österreich, freut sich über das Projekt in seiner Heimat:

“Das ist ein sensibler Lebensraum, mit dem man sehr sorgsam umgehen muss. Nur so kann man den Wert und die Schönheit der Glocke erhalten."

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Verwandte Naturerlebnisse

Der Förster geht durch den Wald. In der Hand hält er einen Gehstock.

Wald der Zukunft - Grünau im Almtal

27. Nov. |
Oberösterreich
Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

Klimafitte und artenreiche Waldbewirtschaftung im Almtal.

Trockenheit, Stürme, Hitze, Borkenkäfer - der Klimawandel setzt unseren Wäldern zu!
Bei dieser Wanderung durch den Wald beobachten wir Boden, Sträucher, Kräuter, Kleinlebewesen - und die Bäume. Gemeinsam überlegen wir, wie dieser Wald in 10, 50 oder 100 Jahren aussehen wird. Die Begriffe Urwald, naturnaher Wald, Wirtschaftswald und Holzplantage werden erörtert. Wie soll der Wald der Zukunft aussehen? Darüber wird bei einer Holzknechtjause diskutiert.

Wir kommen im Wald an und nehmen uns Zeit, uns auf die tolle Atmosphäre eines natürlichen Waldes einzulassen. Mit dem Einsatz aller Sinne erforschen wir den Waldboden und tauchen so in eine Wunderwelt ein.

Den Zugang zum ersten Stockwerk des Waldes gewinnen wir durch Sammeln von Gegenständen in Form eines Memories. In einem Interview kommen wir ins Gespräch mit Baumbabies, schulpflichtigen, jugendlichen und erwachsenen Bäumen. Über ein regionales Waldmärchen wird uns die sehr komplizierte Überlegung des Begriffes Nachhaltigkeit nahe gebracht.

Je nach Witterungssituation halten wir uns mit Laufspielen in Bewegung.
Mit Rollenspielen, die auf die Gruppe abgestimmt werden, gehen wir auf die Themen Nachhaltigkeit, Ökologie, Totholz und Verjüngung des Waldes ein.

In Geschichten und Erzählungen erfahren wir viel über die größeren Waldtiere und die Bedeutung der Schalenwildpopulation auf den Zustand unserer Wälder.

Wenn es die Umstände erlauben, wird auf die Bedeutung des Waldes auf den Wasserhaushalt und die Trinkwassersicherstellung eingegangen.
Spielerisch schließen wir den Waldbesuch mit einem "Berimandlspiel" ab.

Die naturnahe Waldbewirtschaftung, wie sie unter anderem der Verein PROSILVER in Europa vertritt, kommt den Naturschutzbestrebungen in allen Bereichen sehr entgegen. Die Biodiversität wird aus forstlichen Gründen sehr positiv gesehen und so wird zum Beispiel dem Bodenleben hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Kahlschläge sind aus diesen Überlegungen zu vermeiden. Die standörtliche Waldgesellschaft wird behutsam unterstützt.

Die Tour kann täglich zu unterschiedlichen Terminen gebucht werden.

Info & Anmeldung zum NATURSCHAUSPIEL
Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen nach Vereinbarung.

Wald der Zukunft - Grünau im Almtal
Der Fährte folgen
Ralf und ein kleines Mädchen gehen mit zwei Lamas auf einem Wiesenweg.

Lama-Expedition durch das Mühlviertel

27. Nov. |
Oberösterreich
Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

Mit faszinierenden Tieren spezielle Hotspots der Natur erkunden.

Wir machen uns mit der beeindruckenden Welt der Lamas vertraut und begeben uns als Karawane auf den Weg. Gemeinsam führen wir unsere sanftmütigen Begleiter durch die typischen, herrlichen Mühlviertler Wiesen und Wälder. Dabei entdecken wir – je nach Tourvariante – Besonderheiten in der Kulturlandschaft, wie die „europäische Wasserscheide“, die „Schwedenschanze“, den „Pilzstein“ oder den „Moorwald“ in Bad Leonfelden und erfahren Interessantes über diese Schauplätze der Natur.

Wir treffen uns bei der gutbürgerlichen Jausenstation Rading, gelegen im Grenzgebiet Österreich-Tschechien.
Nach der Begrüßung bekommen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen kurzen Überblick über den Ablauf der Veranstaltung. Es folgt eine dialogorientierte, möglichst alle Sinne ansprechende Wissensvermittlung über das Tier, das uns begleiten wird, das Lama. Verschiedenste mitgebrachte Materialien vom und rund ums Tier machen das Thema begreifbar.

Nach der Vorstellung der "Lamabande" folgt eine Einschulung im richtigen Umgang mit den sensiblen Begleittieren. Gruppenweise werden die Teilnehmer je einem Lama zugewiesen. Jeweils 2 Personen führen ein Lama, wodurch die Koordination als auch die Kommunikation der Tierführer gefördert wird. Die Tiere werden beladen (Rucksäcke, Picknickdecken, mitgebrachte Jause, ...) und die Wanderung kann beginnen.

Der gut begehbare, ca. 4,5 km lange Weg führt uns an großzügig angelegten Fischteichen vorbei und durch ein idyllisches Waldstück, bis wir nach einer Wiese die „Europäische Wasserscheide" erreichen. Von dieser Stelle aus fließt ein Teil des Wassers Richtung Atlantischen Ozean und der andere Teil ins Schwarze Meer.

Nach einer kurzen Rast wandern wir gestärkt entlang von Wiesen und Feldern am historischen Salzhandelsweg, vorbei an großen, artgerecht angelegten Wildgehegen, zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Wieder bei der Jausenstation angekommen, belohnen wir die mittlerweile lieb gewonnenen tierischen "Begleiter" mit "Lama-Leckerlis" und verabschieden uns damit von ihnen.

Wer möchte, kann das gemeinsame Naturerlebnis mit den Andentieren bei einer guten Mühlviertler Jause in der Jausenstation entspannt ausklingen lassen.

Der Sinn der Lamawanderung liegt vor allem in der Begegnung und im Erlebnis mit diesen faszinierenden Tieren und das im Einklang mit der Natur!

Info & Anmeldung zum NATURSCHAUSPIEL
Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen nach Vereinbarung.

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