Nur keine Panik, wenn du bei deinem Spaziergang oder im Garten auf eine Schlange triffst. Bei uns in Österreich ist es ganz einfach, giftige Schlangen von ungiftigen zu unterscheiden. Hier erfährst du, wie das geht und was du im Falle einer Begegnung beachten solltest.

In unseren Breiten ist die Angst vor Schlangen meist unbegründet. Wer die scheuen Tiere in der Natur antrifft, kann sich sogar glücklich schätzen. Denn Schlangen nehmen in der Regel Reißaus, bevor sie von uns Menschen wahrgenommen werden. Außerdem stehen alle in Österreich heimischen Schlangen bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Hornotter ist bei uns sogar akut vom Aussterben bedroht. Und das, obwohl alle Reptilien in Österreich geschützt wären.
 

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, welch wichtige Rolle die schleichenden Reptilien für ein funktionierendes Ökosystem ausüben: Sie sorgen dafür, dass die Populationen anderer Arten – wie Ratten oder Mäuse – unter Kontrolle bleiben. Die beste Methode, um die Angst vor Schlangen abzubauen ist, mehr über sie zu erfahren und ihr natürliches Verhalten zu respektieren.

Bei der Begegnung mit Schlangen - ob giftig oder ungiftig - gilt: Nicht berühren! Sie beißen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen.

 

Keine Angst vor diesen harmlosen Nattern

1Ringelnatter

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Ringelnatter

Die am häufigsten bei uns anzutreffende Schlangenart ist die Ringelnatter. Ihr Lebensraum ist eigentlich nahe am Wasser - also bei Seen, Bächen und Flüssen, da sie sich meist von Amphibien ernährt. Man kann sie aber auch im Garten oder Wald antreffen, denn auch Amphibien sind außerhalb der Paarungszeit an Land unterwegs. Sie ist ungiftig und selbst ihr Biss ist für uns nicht bedrohlich - wir Menschen stellen jedoch eine große Gefahr für die Schlange dar, da wir ihren Lebensraum immer mehr zerstören.

Die Ringelnatter wird über einen Meter lang und lässt sich gut an den gelben, halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf zu erkennen. Ihr Oberkörper ist einfarbig - meist grau, manchmal auch bräunlich oder grünlich.

2Äskulapnatter

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Äskulapnatter

Die größte der in Österreich heimischen Schlangen erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern und ist ungiftig. Sie trägt den Namen des griechischen Gottes Äskulap, dem Gott der Heilkunst. Weshalb die Äskulapnatter auch im Symbol der Mediziner und der Apotheker vorkommt.

Die Körperfärbung reicht von olivgrün über graubraun bis hin zu dunkelgrau. Oft sind die Rückenschuppen dieser Schlange weiß umrandet und ihre Oberfläche glänzt. Die Bauchfärbung hingegen geht vom Gelblichen ins Weißliche. Die Äskulapnatter kann durch das Einspreizen ihrer Schuppen hervorragend auf Bäume klettern. Doch lieber hält sie sich auf feuchtwarmen Böden im niedrigen Gestrüpp auf.

3Würfelnatter

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Würfelnatter

Die Bestände der Würfelnatter sind in Europa bereits stark bedroht. Gründe dafür sind etwa Flussbegradigungen, Kraftwerke, Gewässerverschmutzung oder der Schiffsverkehr. Auch in Österreich gilt diese Schlangenart als stark gefährdet. Denn das harmlose Tier, das hervorragend schwimmen kann, ist auf fischreiche Gewässer mit viel frischem Fisch und reich strukturierten Ufern angewiesen.

Wie ihr Name schon verrät, hat sie auf dem Rücken ein würfeliges Schachbrettmuster. Die Grundfarbe der schlanken Würfelnatter weist Grau-, Braun- und Grüntöne auf, wobei die Unterseite weißlich bis gelblich ist.

Schlingnatter und Würfelnatter sind ungiftig, werden aber häufig mit der Kreuzotter verwechselt.

4Schlingnatter oder Glattnatter

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SchlingnatterDie zierliche Schlingnatter ist nicht ohne: Ihre Beute umschlingt und erstickt sie.

Diese zierliche Schlange mit einer Körperlänge von maximal 80 Zentimetern ist nicht ohne: Damit sie größere Beutetiere fressen kann, umschlingt und erstickt sie diese. Daher auch der Name „Schlingnatter“. Wenn sich die sehr versteckt lebenden Tiere bedroht fühlen, dann verharren sie regungslos und werden daher selten gesehen.

Zu erkennen ist die Schlingnatter neben ihrer gräulich- oder rötlich-braunen Oberseite an ihrem “Krönchen” - ein herz- oder hufeisenförmiger Fleck auf dem Kopf. Dieser setzt sich häufig in zwei Streifen auf dem Rücken fort. Diese Schlange bewohnt zahlreiche trockene und warme Biotope, wobei sie kleinstrukturierte Lebensräume mit vielen Unterschlupfmöglichkeiten braucht.

Ottern oder Vipern – auch vor giftigen Schlangen, muss man sich nicht fürchten!

5Kreuzotter

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Kreuzotter

Die am häufigsten in Österreich vorkommende Giftschlange ist die Kreuzotter. Die Kreuzotter ist über das zentrale und westliche Österreich sowie im Wald- und Mühlviertel verbreitet, fehlt im pannonischen Osten, im Alpenvorland und in der östlichen Steiermark. In alpinen Regionen ist sie oft anzutreffen, da ihr Höhen bis zu 3.000 Meter durchaus liegen. Sie bevorzugt Lebensräume mit hoher Luftfeuchtigkeit und starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, d.h. sie fühlt sich im Gebirge und in der Ebene in Mooren und Feuchtwiesen wohl. Sie sucht nach sonnigen Plätzen mit der Möglichkeit, sich schnell zu verstecken – wie Waldränder, Geröllfelder oder Heiden.

Die Kreuzotter ist gut an ihrem auffallenden dunklen Zickzack-Band auf einem grauen, gelben, braunen oder rötlichen Körper zu erkennen. Sie wird selten länger als 60 bis 70 Zentimeter. Der ovale Kopf ist leicht abgesetzt und die Pupillen liegen senkrecht. In höheren Lagen gibt es auch vollkommen schwarze Exemplare, mit dem furchteinflößenden Namen Höllenottern.

6Sandviper oder europäische Hornotter

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Europäische Hornotter

Entgegen ihres Namens ist Sand nicht der bevorzugte Lebensraumsraum der Sandviper oder Europäischen Hornotter. Sie liebt trockenes und steiniges Buschland, Geröll- und Blockhalden, lichte Wälder und Trockensteinmauern und ist auf Grund des Verlusts ihrer Lebensräume selbst in starkem Rückgang begriffen. Da sie normalerweise submediterranes Klima bewohnt, beschränkt sich ihr Vorkommen in Österreich auf Kärnten, die Südsteiermark und Teile Osttirols.

Die etwa einen Meter lange Hornotter ist eindeutig an dem kleinen Horn auf der Schnauze und dem kräftigen schwarzen Zickzack-Muster auf ihrem Rücken zu erkennen. Sie ist bei uns in Österreich die giftigste Schlange, jedoch ruhig und nicht angriffslustig, solange man sie in Ruhe lässt. Solltest du diese scheue und seltene Schlange jemals zu Gesicht bekommen, freu Dich, mach aus sicherer Entfernung ein Foto mit der Telefunktion und melde diesen besonderen Fund unter www.herpetofauna.at.

Aufgepasst Reptilien-Fans!
Die Naturschutzakademie Steiermark bietet zahlreiche Führungen und Seminare zu den schleichenden und kriechenden Erdenbewohnern an. Etwa die Exkursion im Nationalpark Gesäuse zu Schlangen und Eidechsen am 15. Juni 2019.

7Wiesenotter

Die im Süden von Wien, im Wiener Becken und am Neusiedler See einst vorkommende Wiesenotter gilt heute als ausgestorben, da sie seit über 40 Jahren nicht mehr gesichtet wurde.

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Direkt beim Weidendom finden Sie einen eigens gekennzeichneten Behindertenparkplatz. Koordinaten: 469.220 Ost; 5.269.820 Nord (UTM 33N)

Rollstuhlfahrer/innen und Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung können beim Weidendom ein Zuggerät für Rollstühle entlehnen. Dieses Zuggerät wird mit einem speziellen Rollstuhl zur Verfügung gestellt. Der Swiss-Trac ist nach einer kurzen Einschulung leicht zu bedienen.

Kosten: € 4,00 / Std.; € 25,00 / Tag

Betreuung durch Nationalpark Ranger: auf Anfrage

Reichweite: bis 25 km auf ebener Strecke

Geschwindigkeit: stufenlos bis 6 km/h

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Technische Hinweise: Aus technischen Gründen werden die Swiss-Tracs nur gemeinsam mit speziellen Rollstühlen verliehen. Rechtzeitige Reservierung im Infobüro Admont erbeten. Eine kurze Einschulung in die Bedienung erfolgt vor Ort.

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Zwölf Spaziergänge und Wanderungen in und um den Nationalpark Gesäuse wurden mit Swiss-Tracs getestet. Der Folder ist im Infobüro erhältlich. Download unter:
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