Wer sich diese Frage auch schon einmal gestellt hat, findet hier Antworten. Pünktlich zum Tag des Schmetterlings (14.3.) zeigen wir hier die Highlights der Schmetterlingsapp vom Vorjahr.

Erfahre hier, welche raren „Blaublüter“ sich die Ehre gaben, warum Nachtfalter nun ins rechte Licht gerückt werden und weshalb Palmen sich hierzulande in Acht nehmen sollten. Bühne frei für die Ergebnisse der Schmetterlingsapp 2017 und deren filigranen Hauptdarsteller, scheuen Superstars der heimischen Natur und nektartrinkenden Nachtschwärmer!

 

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Familienzuwachs – die Schmetterlingslobby wächst und wächst

Die von Blühendes Österreich und GLOBAL 2000 ins Leben gerufene App geht nun schon in die zweite Runde, und im zweiten Jahr hat sich auch gleich einiges verdoppelt. Zum Beispiel die Anzahl der Downloads, die sich mit 22.000 Downloads im Vergleich zum Vorjahr verzweifacht haben. Und nach nur zwei Jahren wuchs die treue und aktive Schmetterlingsgemeinde um 270 Prozent auf stolze 7.421 Citizen Scientists.

 

Stelldichein der Schmetterlinge

Allein 2017 gab es 26.000 Tagfalter-Meldungen, das ergibt seit dem Start der App bis Ende 2017 insgesamt 32.000 Schmetterlingsfotos – und zeigt, wie sehr sich die stark bedrohten Schmetterlinge auf ihre Lobby verlassen können: das sind nämlich gleich um 450 Prozent mehr Meldungen als im Jahr 2016! Im vergangenen Jahr wurden außerdem 140 Arten gemeldet. Das macht 65 Prozent aller 215 bisher in Österreich nachgewiesenen Arten und entspricht zwei Drittel aller Tagfalterarten Österreichs.

 

Top 3 der Tagfalter

Und welches waren nun die populärsten – also am häufigsten gemeldeten – Schmetterlinge 2017?
Auf Platz 1 flatterte, wie auch schon 2016, der offenbar wenig scheue aber dafür stolze Admiral – gleich 1.640 Individuen wurden gemeldet. Dicht gefolgt wurde er vom Kaisermantel, von dem man in Österreich nur 35 Exemplare weniger gesichtet hat. Damit verdrängte er übrigens das Tagpfauenauge (418 Meldungen 2016) aus den Top 3. Große Ochsenaugen wurden 1.413 bestaunt, damit landete die schwarz gepunktete Art nun schon zum zweiten Mal auf Platz 3. Etwas schüchterner dürfte da wohl das Schachbrett sein – 391 Mal wurde es abgelichtet und belegt damit Platz 15.

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Schmetterlingsreport Blaeuling

Bedrohte Blaublüter – Wissenschaftliche Highlights des Jahres

Besonders aufsehenerregend waren 2017 drei Einzelmeldungen bei den Tagfaltern: der Thymian-Bläuling, der Graublaue Bläuling und der Zahnflügel Bläuling gaben sich die Ehre. Ersterer im Süd-Burgenland, wo man ihn zuletzt 1998 sah, der zweite flatterte durch die Berglandschaft Tirols und der dritte sorgte in der Steiermark für Aufsehen – in den letzten Jahrzehnten konnte er nur sehr selten nachgewiesen werden und gilt in diesem Bundesland als akut vom Aussterben bedroht.

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Schmetterlingsreport

Nachtaktiv und gar nicht scheu

Neu in der Schmetterlingsauszählung: Seit dem letzten Jahr wurden auch die Nachtfalter berücksichtigt. 4.492 Meldungen gingen 2017 über die App ein – offenbar sind nicht nur die Falter gerne Nachts unterwegs, sondern auch die BeobachterInnen. Wegen des regen Interesses an Totenkopfschwärmer, Wiener Nachtpfauenauge & Co., die nicht länger im Schatten der Tagfalter flattern sollen, werden 2018 auch gleich 32 Nachtfalter-Arten ins System der App aufgenommen und bestimmbar sein.

Auch einen – mit etwas gemischten Gefühlen beäugten – Neuzugang gab es hierzulande: Anfang August wurde erstmals der in Europa gefürchtete Palmenschädling Castniiden-Palmen-Bohrer gesichtet. Wahrscheinlich ist die Art mit Palmentransporten aus dem Mittelmeergebiet nach Wiener Neudorf angereist.

 

Die Bundesländer im Vergleich

Die meisten Schmetterlingsarten wurden in Niederösterreich gesichtet – wenig verwunderlich, bietet dieses Bundesland doch mehr Lebensraum für Schmetterlinge als alle Länder in Nordeuropa zusammen. Insgesamt 96 Tagfalter-Arten waren es. Darauf folgt Kärnten mit 94 Arten und anschließend die nicht umsonst als grünes Herz bezeichnete Steiermark, wo dank der engagierten UserInnen 92 Arten gezählt werden konnten. Apropos UserInnen...

 

Den Schmetterlings-Liebhabern sei Dank

Und nun zu all den zahlreichen BeobachterInnen, ohne die wir diese wichtigen Zahlen niemals auf die Bühne gebracht hätten. Die fleißigsten 20 unter ihnen haben im vergangenen Jahr jeweils mehr als 150 Schmetterlingsbeobachtungen gemeldet. Ganze 534 mal griff Frau Elisabeth K. im entscheidenden Moment zum Smartphone. Und auch die UserInnen Sissi L., Momcilo Borek, Verena S., Michaela Wanz und Andrea O. waren mit vollem Einsatz dabei: jeweils weit mehr als 400 Tagfalter-Meldungen sind ihnen zu verdanken.
Die fleißigsten HelferInnen waren Oliver Bartels mit sage und schreibe 2.472 Kommentaren, Rolf Wieser (2.363 Kommentare) und Gernot M. (2.301).

Neues Jahr, neues Glück – dein Auge für die Wissenschaft

Das große Interesse und die vielen Meldungen zeigen, dass den Menschen das Schicksal der Schmetterlinge nicht egal ist. Die vielen Meldungen waren unter anderem auch den beiden Schmetterlingszählaktionen „Zeig uns, wo die ersten Aurorafalter flattern“ und „Zeig her deinen Schmetterlingsgarten“ zu verdanken. Und weil das Beobachten von Schmetterlingen große Freude macht, aber einen ernsten Hintergrund hat – nämlich den Status-quo dieser bedrohten Insektenart zu eruieren – zählt auch 2018 wieder jede Meldung und jedes Foto.

Hier gibt`s die gesamte Auswertung 2017 zum Nachlesen:

Presseinformation Auswertung Schmetterlingszählung 2017
Auswertung Schmetterlingszählung 2017
Wissenschaftlicher Abschlussbericht der Schmetterlingszählung 2017

Zücke den Kalender für die großen Zählaktionen 2018:

Der Aurorafalter – Auf der Suche nach dem Frühlingsbotschafter

21. März bis 30. April 2018

Zeig her deinen Schmetterling im Garten!

12. Juli bis 5. August 2018

Wer findet die Berghexe
in St. Pölten und Umgebung?

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Falls du die kostenlose App „Schmetterlinge Österreichs“ noch nicht installiert hast, kannst du sie hier herunterladen:

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Auf Initiative der Alpenkonvention feiern viele Orte in den Alpen den Tag der Berge mit alpiner Kultur und alpiner Literatur. Im Gesäuse heißt das: ein fröhlicher Vorleseabend im Wirtshaus! Die Besucher/-innen selbst lesen eigene oder fremde Texte vor, bringen ein Gedicht oder singen ein Lied. Auch nur Zuhören ist erlaubt.

Anmeldung nicht erforderlich

Treffpunkt: 19:00 Gasthof Kölblwirt in Johnsbach 65

Dies soll kein Abend im Sinne einer Lesung sein - es geht im Grunde einfach darum, zusammenzusitzen, zu plaudern und im Zuge dessen andere an eigenen Lieblingstexten teilhaben zu lassen - oder auch, ein Lied zu singen, ein Gedicht zu bringen... Immer wieder kommt einem ein Absatz oder eine Stelle unter, die einen berührt, oder anspornt, oder was auch immer. Vielleicht denken andere gleich. Vielleicht erhält man einen Denkanstoß. Oder man läßt sich einfach nur berieseln. Lockere Atmosphäre, mal ein paar Zeilen hier, mal ein Absatz da, so könnte der Abend aussehen.

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Hintergrund:

„Berge lesen“ wurde erstmals vom Deutschen Vorsitz der Alpenkonvention 2015-1016 und dem Ständigen Sekretariat ins Leben gerufen, um den International Tag der Berge 2015 zu feiern. Die Idee ist es, Veranstaltungen an vielen unterschiedlichen Orten rund um die Alpen zu initiieren, die der Lesung moderner Alpenliteratur gewidmet sind. Kerntag ist der Internationale Tag der Berge, der jedes Jahr am 11. Dezember gefeiert wird. Das "Berge lesen Festival" ermutigt das Feiern von kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten in den Alpen und verbindet gleichzeitig Berge und Kunst.

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Graz 8010
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Graz, 8010

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Kosten: Eintritt frei

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Gemeinsam mit Expertinnen und Experten wichtiger Forschungsinstitutionen sowie mit der Stadt Graz und dem Land Steiermark soll diese globale Entwicklung speziell auf die Auswirkungen für Graz und die Steiermark beleuchtet werden. Das Naturkundemuseum wird dabei zum Ort für Information, Austausch und Aufklärung.

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Normaltarif: EUR 10,– pro Person
Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen
Anmeldung: bis Donnerstag 18.00 Uhr im Tourismusbüro Hall
Bergschuhe, wetterfeste Kleidung und Proviant (Getränke!)
unbedingt erforderlich!

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