5 erstaunliche Fakten über Wein

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Wusstest du, dass der erste Wein wahrscheinlich vor bereits annähernd 10.000 Jahren in der Hochkultur Mesopotamiens getrunken wurde? Diesen und weitere erstaunliche Fakten über Wein solltest du als WeinliebhaberIn unbedingt erfahren!

 

Die Geschichte des Weins ist eine sehr lange und sie fängt vor annähernd 10.000 Jahren an. Wo genau der erste Wein getrunken wurde, lässt sich heute nicht mehr genau feststellen, als wahrscheinlich gelten aber die Hochkultur Mesopotamiens oder Transkaukasien.

Was aber fast mehr erstaunt ist, dass der erste Wein wahrscheinlich aus Datteln hergestellt wurde. Irgendwann landete man aber dann doch bei Trauben und so begann der erfolgreiche Weg zum Wein, wie wir ihn heute kennen!

1 Wein und Biologische Vielfalt

Wusstest du, dass die Vereinten Nationen den Zeitraum von 2011 bis 2020 zur UN-Dekade der Biologischen Vielfalt ausgerufen haben?

Und die Biodiversität in der Kulturlandschaft der Weinlandschaften kann sich durchaus sehen lassen: Neben den aktuell 35 zugelassenen Rebsorten tummelt sich eine Vielzahl an Lebewesen in den verschiedenen Landschaftselementen. Auf den Weinbergsmauern zum Beispiel siedeln sich Tier- und Pflanzenarten an, welche sich speziell an Hitze und Trockenheit angepasst haben.

Dazu zählen unter anderem der Mauerpfeffer, der Milzfarn oder Natternkopf. Der gewöhnliche Natternkopf ist übrigens auch einer von 10 Wiesenblumen, die du kennen solltest!


Blühendes Österreich fördert in der Weinbauregion Wachau 14 Hektar ökologisch wertvolle Flächen, damit Smaragdeidechse und Wiedehopf wieder aufatmen können! Übrigens: Seit dem Frühjahr wird Blühendes Österreich auch durch den größten Weinproduzenten Österreichs „Wegenstein“ unterstützt, so fließt 1 Cent pro verkauften Sorten der Wegenstein Klassik und Edition Österreich Weine in unsere heimische Natur und Artenvielfalt.


Auch die Bewohner des Bodens in Weingebieten haben sich an die Hitze angepasst, denn an heißen Tagen kann der Boden schon einmal 50 °C heiß werden und sehr stark abstrahlen. Einige Heuschreckenarten oder auch Turm-, Vielfraß und Weinbergschnecken sind zu echten Spezialisten geworden und beeindrucken durch ihre Anpassung an die Trockenheit und Hitze:

So drehen sich einige Heuschrecken mit ihrer Längsseite zur Sonne, um so die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Weinbergschnecken zum Beispiel verschließen bei starker Hitze die Öffnungen ihrer Schneckenhäuser mit einem Kalkdeckel, dem sogenannten Epiphragma.

In den steilen Lösswänden brüten inmitten der Weinlandschaft die Bienenfresser. Dieser bunte Rackenvogel ernährt sich hauptsächlich von Bienen, Wespen und anderen größeren Fluginsekten.

Auf den Steinriegeln haben es sich trockenheitstolerante Gebüsche wie Liguster oder Schlehen gemütlich gemacht und in verlassenen Weinbergshäuschen findet man vielerorts Nester von verschiedenen Vogelarten wie den Wiedehopf oder den Hausrotschwanz.

Unbewachsene Bodenflächen zwischen den Rebzeilen werden von vielen Insekten zum Sonnenbaden und Aufwärmen genutzt und Vogelarten wie die Heidelerche suchen dort ihre Nahrung.

Aber auch die Weinrebe selbst dient als Mikrokosmos mit eigener Biodiversität: In ihrem Wurzelgeflecht leben Mykorrhiza-Pilze, die die Pflanze mit Nährstoffen versorgen. Auf ihrem Stamm findet man Flechten, zwischen den Rindenstücken kleine Insekten und Spinnen und die Blätter werden von Pilzen besiedelt.

Ihre Blüten und junge Trauben sind die Nahrung eines Kleinschmetterlings und in manchen Regionen fressen sogar Rehe die Sprossen der Rebe.

Wie du siehst, steckt also ganz schön viel Leben in den Weinbergen!

2 Die Römer brachten den Wein nach Österreich

Ein Jahrhundert vor Christus kam der Wein nachweislich nach Österreich, denn die Römer begannen zu dieser Zeit mit einer systematischen Form des Weinbaus, wie Funde im Donauraum, rund um den Neusiedlersee, im Südburgenland und in der Südsteiermark beweisen.

Während der römische Kaiser Marcus Aurelius Probus (276 bis 282) sein Heer sogar dazu anhielt Weingärten im pannonischen Raum anzulegen, wurden die meisten Weinberge 488 durch eine Völkerwanderung wieder verwüstet.

3 Die Weinsteuer half dem Wein zu erneutem Aufschwung

Nachdem im 17. Jahrhundert durch das Aufkommen des Bieres, Religionskriegen, Türkenbelagerung und hohen Steuern der Weinbau stark eingedämmt wurde, verhalf schließlich eine einheitliche Weinsteuer dem Weinbau zu erneutem Aufschwung.

Kaiserin Maria Theresia führte eine einheitliche Besteuerung ein, ihr Sohn Kaiser Josef II ermöglichte die eigene Fechsung im eigenen Haus zu verkaufen – was als Grundstein für die heutigen “Heurigen” bezeichnet werden kann.

4 Der erste kultivierte Wein ist ca. 7.000 Jahre alt

Die ersten antiken Weine aus kultivierten Weinreben wurden vor 6.000 bis 8.000 Jahren in Kleinasien (Anatolien) getrunken, was gefundene Traubenkerne, Überreste von Weinpressen sowie antike Weingefäße und Weinmotive auf Artefakten zeigen.

Von Kleinasien aus wanderte der Wein zu den Griechen, wo die Geschichte des Weinbaus im mediterranen Raum ca. 3.000 vor Christus begann.

Dass die Griechen in Dionysos sogar einen eigenen Gott des Weins hatten, beweist, wie wichtig der Rebentrunk bereits damals war.

5 Es gab “Hiata” als Schutz für die Weinreben

Um die Weinreben vor Dieben zu schützen, kamen manche Weinbauern sogar auf die Idee “Hiata” also Hüter für ihre Weinberge einzustellen.

Diese Hüter wachten in Hütten direkt in den Weinbergen über die Reben bis es Zeit für die Ernte war.

Mit der Feier des Erntedankfestes war auch der Dienst der “Hiata” vorüber, bis sie im nächsten Jahr wieder ihren Dienst versahen.

6 Ein Skandal war der Katalysator für die heutige Qualität

1985 sorgte der Glykolwein-Skandal für großes Aufsehen. Damals mischten einige österreichische WinzerInnen ihrem Wein verbotenerweise Diethylenglykol zu, um einfachen Weinen mehr Körper zu verleihen.

Dieser Skandal führte schlussendlich zum damals strengsten Weingesetz der europäischen Weinwelt und sorgte für die Entwicklung des österreichischen Qualitätsweinbaus, für den wir noch heute bekannt sind.

Autorin: Jules Moody


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