Brand-Keuschständel

Neotinea ustulata | Blumen & Gräser

So erkennst du den Brand-Keuschständel:

  • Die Knospen des Blütenstands sind auffällig rot- bis schwarzbraun gefärbt und sehen daher leicht „angebrannt“ (lat. „ustulatus“) aus, daher auch der Name.
  • Die meisten der ca. 8-10 mm kleinen, von unten nach oben aufgehenden Blüten erscheinen von Ende April bis Ende Juli.
  • Die Blütenblätter bilden einen rotbraunen Helm und darunter eine dreigeteilte weiße Lippe. Sie duften nach Honig und werden von Insekten, vor allem von Fliegen und Hummeln bestäubt.
  • Früher: Brand-Knabenkraut Orchis ustulata

Vorkommen

Der Brand-Keuschständel wächst auf Mäh-Halbtrockenrasen und Weide-Halbtrockenrasen in sehr sonniger Lagen, oft gesellig, aber auch auf Wald- und Bergwiesen. Die Böden dürfen trocken bis wechselfeucht und schwach sauer bis schwach basisch sein, Düngung verträgt er keine.

Besonderheiten

Nachdem der Brand-Keuschständel verblüht ist, stirbt die Pflanze mit Ausnahme der unterirdischen Knolle ab, die als Nahrungsspeicher überwintert. Jährlich wird neben der alten, etwas runzeligen Knolle eine neue Knolle angelegt, so dass bei blühenden Pflanzen zwei dieser Knollen nebeneinander liegen und entfernt an menschliche Hoden erinnern, weshalb sie früher auch Brand-Knabenkraut genannt wurde. Auch zahlreiche Aberglauben, z.B., dass die Knollen, am Körper getragen, den Menschen Fruchtbarkeit bringen sollten und dass Frauen durch Verzehren der Knollen das Geschlecht des Kindes beeinflussen könnten, beziehen sich auf das Aussehen dieser Überdauerungsorgane.

Gefährdung

Unter anderem ist der Brand-Keuschständel in Österreich durch Düngung, zu frühes Mähen von Wiesen oder Verbuschung gefährdet. Ein Aussterben würde den Verlust an Artenvielfalt weiter vorantreiben und damit die Pufferfähigkeit und Gesundheit des Ökosystems vermindern.

Unterstützung

Wir unterstützen LandwirtInnen in der Wachau dabei, die extrem steilen Orchideenwiesen regelmäßig nach der Fruchtreife zu mähen und das Mähgut zu verbringen. Dadurch wird das Vorkommen des Brand-Knabenkrauts in der Wachau weiterhin ermöglicht.

Image
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Blüte
April - Juli

Verwandte Naturerlebnisse

Reise in den Mikrokosmos

Reise in den Mikrokosmos

22. Aug. | Ab 12:00
Icon Pin_brown

Gstatterboden 8913
Österreich

Gstatterboden, 8913

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Tauchen Sie unter fachkundiger Anleitung unserer Nationalpark Ranger in die faszinierende Welt der Wasser- und Bodenlebewesen ein. Bestaunen Sie beim Mikroskopieren jedes einzelne Bein eines Tausendfüßlers, das Schneidewerkzeug einer Ameise, den Düsenantrieb einer Libellenlarve oder die Geburt eines Wasserflohs. Beim Mikroskopieren entdecken Sie Tiere, die Sie vorher noch nie gesehen haben und bewundern im Mikrotheater winzige Mikroorganismen und andere Naturobjekte live in Großprojektion.

Termine: während der Öffnungszeiten des Weidendoms jeweils um 11:00, 14:00, und 16:00

Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
Juli, August, bis Mitte September: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
September: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Reise in den Mikrokosmos Der Fährte folgen
Lebe ich auf großem Fuss

Lebe ich auf großem Fuß?

22. Aug. | Ab 12:00
Icon Pin_brown

Gstatterboden 8913
Österreich

Gstatterboden, 8913

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?
Um die im Labyrinth gewonnenen Erfahrungen zu erweitern und zu vertiefen, bieten wir betreute Programme zum Ökologischen Fußabdruck an. Erfahren Sie hier spielerisch und spannend aufbereitet von unseren Rangern, wie Sie Ihren Ökologischen Fußabdruck verringern und die Umwelt schonen können. Lernen Sie mehr über die globalen Zusammenhänge des Ökologischen Fußabdrucks der Menschen der Welt, der jeweiligen Länder und jeder einzelnen Person…

Termine:
während der Öffnungszeiten des Weidendoms jeweils um 11:00, 14:00, und 16:00

Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni:
Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Juli, August, bis Mitte September:
täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

September:
Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt:
Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer:
Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

Lebe ich auf großem Fuß? Der Fährte folgen
Wald und Wiese treibens bunt TVB Naturpark Zirbitzkogel Grebenzen

Wald und Wiese treiben’s bunt

22. Aug. | Ab 12:30
Icon Pin_brown

wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Neumarkt/Stmk 8820
Österreich

Neumarkt/Stmk, 8820

Veranstalter: Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Hinschauen erlaubt
Jede Woche ein spannendes NaturLese-Thema! Altes Wissen erfahren und die Zusammenhänge in der Natur besser verstehen.

Unsere PartnerInnen leben ihre Themen, nehmen Sie mit auf eine Reise rund um den Betrieb und ermöglichen Ihnen einen tiefen Einblick in die Artenvielfalt und deren Veränderungen im Laufe der Zeit. Erkenntnisse für Ihr eigenes Leben sind dabei nicht ausgeschlossen!

Dauer: 1 – 1,5 Stunden
INFO UND ANMELDUNG bis 16 Uhr des Vortages im TVB Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen.

Wald und Wiese treiben’s bunt Der Fährte folgen