Image
Buntbäuchiger Grashüpfer c Gernot Kunz

Buntbäuchiger Grashüpfer

Omocestus rufipes | Insekten

So erkennst du den Buntbäuchigen Grashüpfer:

  • Männchen: dunkelbraun bis schwarz, Ende des Hinterleibs leuchtend blutrot
  • Weibchen: am Rücken grün, seitlich schwarz braun, Hinterleibsende ebenfalls rot
  • rot-gelb-grüner Bauch
  • kurze Fühler

Beschreibung

Kaum eine heimische Art ist derart kontrastreich gefärbt wie der Buntbäuchige Grashüpfer. Besonders die Männchen sind durch das feuerrote Hinterleibsende am sonst fast schwarzen Körper nicht zu übersehen. Dazu kommt noch der dreifärbige Bauch, der vorne grün-gelb ist und nach hinten in ein leuchtendes Rot übergeht. Ihrem bunten Bauch, welcher beim Weibchen nicht ganz so stark ausgeprägt ist, verdankt die Art auch ihren deutschen Namen. Ansonsten sind die Weibchen auf der Oberseite kräftig grün, an den Seiten schwarzbraun und hinten ebenfalls rot. Beide Geschlechter haben außerdem auffällige weiße Kiefertaster (Mundwerkzeuge). Mit 18-21 mm sind Weibchen etwas größer als ihre männlichen Artgenossen. Insgesamt wird der Buntbäuchige Grashüpfer wahrscheinlich als eine der hübschesten Heuschrecken- und Insektenarten unserer Breiten wahrgenommen.

Verbreitung

Die Art kommt in allen Bundesländern und Landschaftsräumen Österreichs vor, allerdings insgesamt nur selten und die Vorkommen sind zerstreut und oft isoliert. Generell werden nur warme und trockene Standorte besiedelt. In Bezug auf die Seehöhe scheint die Art weniger wählerisch zu sein, es liegen Nachweise von den Tallagen bis in Höhen über 1300 m vor.

Lebensraum

Der Buntbäuchige Grashüpfer braucht wärmebegünstigte Lebensräume mit spärlichem Bewuchs. Besonders gerne nutzt er Halbtrocken- und Trockenrasen sowie trockene Magerwiesen und -weiden. Er kommt also in erster Linie im artenreichen, trockenen Extensivgrünland vor. Des Weiteren werden auch offene, trockene Ruderalflächen, sonnige Säume wie Wegränder und Böschungen, magere Feldraine, Waldränder und Waldlichtungen besiedelt. Er ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich überwiegend von Gräsern.

Gefährdung

Der Bestand des Buntbäuchigen Grashüpfers ist seit dem Jahr 1980 in allen Bundesländern stark zurückgegangen. An vielen Fundorten ist die Individuenzahl sehr gering, oft wurden überhaupt nur Einzeltiere gefunden. Er ist als „gefährdet“ eingestuft. Der wichtigste Grund für diese negative Entwicklung dürfte der rapide Rückgang der traditionellen Grünlandwirtschaft sein. Typische Heuwiesen mit maximal zweimaliger Nutzung sind überall selten geworden.

Besonderheiten

Der starke Rückgang dieser Art in Österreich in den letzten Jahrzehnten ist, wie bei vielen andere Insekten- und Spinnenarten, die in bunten Magerwiesen leben, ein Alarmsignal für die Verarmung und Vereinheitlichung der Kulturlandschaft durch intensive landwirtschaftliche Nutzung.

stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Größe
Männchen 12 - 17 mm, Weibchen 18 - 21 mm

Aktivität
Anfang Juli bis Ende Oktober

Verwandte Naturerlebnisse

Errichtung von Trockensteinbauten

27. Juni | Ab 08:30
Veranstalter: Wein- & Obstbauschule Krems

Um Haus, Hof, (Bauern)garten oder Nutzflächen haben oder möchten Sie eine Steinmauer? Sie interessieren sich für die ökologischen sowie wirtschaftlichen Vorteile von Trockensteinmauern und wollen Nützliches mit Schönem nach uralter Handwerkskunst verbinden? In drei Tagen er-lernen Sie praktisch den Bau einer Trockensteinmauer an Böschungen, ergänzt um ein Nutz- oder ökologisches Element (z.B. Kräuterspirale, Sitzbank oder Stiege, Nischen und Rundbögen, Nützlingshotel). Zusätzlich: Bauplanung, Materialberechnung, technische Einführung, Bildvortrag über die vielfältige Welt der Trockensteinmauern.
Beitrag 190,- € inkl. Unterlagen & Verpflegung.

Terminänderungen bei Schlechtwetter möglich.

Errichtung von Trockensteinbauten Der Fährte folgen
Titelbild Fallback

Wiesen- und Kräuterwanderung zu besonderen Kraftplätzen der Alchemilla Kräuter

27. Juni | Ab 09:00
Icon Pin_brown

Sonntag 6731
Österreich

Sonntag, 6731

Veranstalter: Biosphärenpark Großes Walsertal

Der Biosphärenpark Großes Walsertal ist bekannt für seine vielfältigen Magerwiesen, für seine schier unendliche Fülle an verschiedenen Kräutern und Pflanzen. Doch wer kennt sie schon alle? Mit einer Kräuterfrau aus unserem Tal streifen Sie durch die Wiesen und Wälder und lernen dabei die Kräuter kennen, an denen Sie sonst achtlos vorbeigehen. Alle Sinne werden mit einbezogen, wie sehen essbare Kräuter aus, wie schmeckensie, zu welchem Gericht passen sie und wie werden sie verarbeitet? Erleben Sie die Antwort auf all diese Fragen selbst. Die Teilnahme an der Wanderung erfolgt in Eigenverantwortung. Anmeldung: bis 16 Uhr am Vortag T 05552 30227 oder info@alpenregion.at

Wiesen- und Kräuterwanderung zu besonderen Kraftplätzen der Alchemilla Kräuter Der Fährte folgen
Titelbild Fallback

Getreidesortenvielfalt anbauen und erhalten

27. Juni | Ab 09:00
Icon Pin_brown

Dietmannsdorf 3595
Österreich

Dietmannsdorf, 3595

Veranstalter: Verein ARCHE NOAH

Dieses Seminar richtet sich an SelbstversorgerInnen und Bauern und Bäuerinnen, die mehr Getreidevielfalt, -raritäten und alte Sorten, wie Einkorn und Emmer in ihren Betrieb integrieren möchten.

Getreidesortenvielfalt anbauen und erhalten Der Fährte folgen