Zum Naturlexikon Strigiiformes | Vögel

So erkennst du die Eulen:

  • meist dämmerungs- und nachtaktiv
  • großer, dicker Kopf
  • sehr beweglicher Hals
  • weicher, fellartiger Flaum auf den Federn

Beschreibung

Eulen umschwebt seit jeher etwas Mystisches und Rätselhaftes. Dies liegt vor allem in ihrer nächtlichen Lebensweise. Früheren Generationen gaben sie nur sehr wenig von sich preis und so entwickelten sich viele Legenden um diese durchaus verbreitete Vogelgruppe. Sie galten als Totenvogel oder Hexenvogel und waren je nach Region und Zeitalter sowohl Glücksbringer, als auch Boten von Unheil und Verheerungen.

Nüchtern betrachtet handelt es sich bei den Eulen um räuberisch lebende Vögel, deren Beutespektrum sich mit jenem von Greifvögeln und Falken deckt, die aber zur Vermeidung von Konkurrenz ihr Aktivitätsmaximum in die dunkle Tageszeit verlagert haben. In Österreich brüten regelmäßig zehn Arten, zwei weitere gelten als Ausnahmeerscheinung (Schnee- und Sperbereule). Die Ordnung der Eulen untergliedert sich weiter in die beiden bei uns vertretenen Familien der Schleiereulen (1 Art) und der Eigentlichen Eulen (übrige Arten). Allen gemeinsam ist ihr gutes Sehvermögen auch bei schlechten Lichtverhältnissen sowie ihr gutes Gehör. Spezielle Anpassungen mancher Arten wie z. B. ein asymmetrischer Schädel oder ein markanter Gesichtsschleicher zur Bündelung des Schalls unterstützen all diese Fähigkeiten.

In Österreich sind Eulen in so gut wie allen Lebensräumen anzutreffen. Von Siedlungsarten (Schleiereule, Steinkauz) und weiteren Kulturfolgern und Brutvögeln des Offenlandes (Uhu, Sumpfohreule) bis hin zu reinen Waldarten (Sperlingskauz, Raufußkauz) sind immer Arten in den verschiedenen Landschaftsräumen anzutreffen. Hinsichtlich ihrer Verbreitung und Häufigkeit gibt es große Unterschiede. Der Waldkauz ist eine weit verbreitete Art, der – sobald ausreichend Altbäume mit Großhöhlen vorhanden sind – in ganz Österreich anzutreffen ist. Am anderen Ende der Skala befindet sich die Zwergohreule. Als ausgesprochener Großinsektenfresser musste sie in den vergangenen Jahrzehnten große Bestandsverluste hinnehmen und kommt aktuell nur noch in wenigen Gebieten im Burgenland und Kärnten vor. Auch dem Steinkauz und der Schleiereule geht es nicht viel besser, vor allem aufgrund der immer „sauberer“ werdenden Siedlungen und dem Mangel an geeigneten Scheunen oder Weinkellern als Brutplatz.

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stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
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Nach einer herzlichen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde geleitet uns der Förster sowie der Waldpädagoge zu seinen Lieblingsplätzen in den Naturschutzgebieten im Almtal. Und davon gibt es viele, denn er kennt sein Revier wie seine Westentasche und wählt je nach Gruppe und Witterung die passenden Orte aus.

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