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So erkennst du die Geflecktflügelige Ameisenjungfer:

  • dursichtige Flügel mit leichter Fleckung
  • libellenartiges Aussehen
  • hakenförmige Fühler
  • nachtaktiv
  • ca. 5-6 cm Flügelspannweite

Beschreibung

Die Geflecktflügelige Ameisenjungfer erinnert in ihrem Aussehen an eine Libelle, ist jedoch nachtaktiv und gehört – wie z.B. Florfliegen – zu den Netzflüglern. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt die Ameisenjungfer als Larve. Diese ist auch als „Ameisenlöwe“ bekannt und baut Trichter im sandigen Boden, in denen sie ihre Beute mit ihren Saugzangen festhält und aussaugt. Zu ihrer Nahrung zählen nicht nur die namensgebenden Ameisen, sondern auch andere kleine Gliederfüßer. Nach ein bis zwei Jahren schlüpft im Juli und August nach kurzer Puppenphase die nachtaktive Ameisenjungfer. Sie sitzt tagsüber im Gebüsch verborgen und wird nachts oft von künstlichem Licht angelockt.

Verbreitung

Die Geflecktflügelige Ameisenjungfer zählt mit der Gemeinen Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius) zu den häufigsten Ameisenjungfern in Österreich. In tiefen Lagen (unter 500 m Seehöhe) ist die Art fast überall anzutreffen. Außerhalb Österreichs ist sie über weite Teile Europas – bis zur Ostsee im Norden, Anatolien im Westen und Nordafrika im Süden – verbreitet.

Lebensraum

Die Trichter der Ameisenlöwen findet man nicht selten an regengeschützten Plätzen an trockenwarmen Standorten. Für den Trichterbau ist es unerlässlich, dass das Substrat dauerhaft trocken und somit rieselfähig bleibt. Typische Standorte sind entlang von Haus- oder Steinmauern, unter Brücken oder unter freiliegenden Baumwurzeln. An besonders günstigen Stellen können bis zu mehrere hundert Individuen gleichzeitig nebeneinander leben.

Gefährdung

Wegen seiner weiten Verbreitung und seiner geringen Lebensraumansprüche gilt die Geflecktflügelige Ameisenjungfer in Österreich nicht als gefährdet. Dennoch gehen einige typische Lebensräume verloren, etwa durch Entfernung von Lesesteinhaufen, die Asphaltierung sandgeschütteter Wege oder durch das Eliminieren sandiger Bereiche entlang von Hausmauern. Gerade für die Geflecktflügelige Ameisenjungfer gibt es aber viele Möglichkeiten für Ersatzstandorte. Auch im Hausgarten können durch die Schaffung sandiger Bereiche an regengeschützten Stellen leicht Ameisenlöwen angelockt werden.

Besonderheiten

Versucht ein Beutetier, aus dem Trichter zu entkommen, schleudert der Ameisenlöwe Sand nach, um die Beute ins Rutschen zu bringen.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Größe
Flügelspannweite bis 55 mm

Aktivität
Hauptflugzeit: Juli - August

Nachwuchs
Entwicklungsdauer der Larven: 1 - 2 Jahre

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