Zum Naturlexikon Meconema thalassinum | Insekten

So erkennst du die Gemeine Eichenschrecke:

  • hellgrüne Färbung
  • Flügel zirka so lang wie Hinterleib
  • Weibchen mit langem Legebohrer
  • lange Fühler
  • ruht tagsüber auf Blattunterseiten

Beschreibung

Als überwiegend Gehölze bewohnende Art ist die Gemeine Eichenschrecke aufgrund ihrer hellgrünen Färbung sehr gut getarnt. Mit einer Körperlänge von max. 15 mm zählt sie zu den eher kleinen, heimischen Heuschreckenarten. Bei den Weibchen kommt jedoch noch der etwa ein Zentimeter lange Legebohrer dazu, die Fühler können sogar die vierfache Körperlänge erreichen. Die Tiere sind nachtaktiv, kommen jedoch gelegentlich ans Licht und sitzen dann an Hausmauern oder im Inneren von Gebäuden. Sie ernährt sich als eine der wenigen unserer Heuschrecken ausschließlich räuberisch und vertilgt u.a. Raupen und Blattläuse. Die Art überwintert als Ei. Die Jungtiere schlüpfen im Mai und müssen sich insgesamt fünf Mal Häuten. Ab Juli sind die ersten erwachsenen Tiere anzutreffen, die sich noch im selben Jahr fortpflanzen, die Eier ablegen und mit den beginnenden Frösten im Herbst schließlich absterben.

Verbreitung

Die Gemeine Eichenschrecke kann in allen österreichischen Bundesländern entdeckt werden.

Lebensraum

Sofern ein Gehölzbestand vorhanden ist, besiedelt die Gemeine Eichenschrecke ein sehr breites Spektrum an unterschiedlichen Lebensräumen. Es können dies Wälder sein oder Heckenreihen, verbuschende Trockenrasen, Feuchtgebiete, aber auch Parks und Gärten im Siedlungsraum. Die Eier werden in Ritzen und Spalten grobrissiger Borken abgelegt, weshalb Baumarten wie z. B. Eichen bevorzugt aufgesucht werden. Zugleich weist sie eine gewisse Wärmeliebe auf, weshalb sie in den meisten Fällen nur unterhalb von 500 m Seehöhe angetroffen wird.

Gefährdung

In Österreich weist sie noch recht gute Bestände auf und gilt daher nicht als gefährdet.

Besonderheiten

Anders als andere Heuschrecken besitzen die Männchen keine Organe zur Lauterzeugung. Stumm sind sie aber dennoch nicht: Sie trommeln ganz einfach mit ihren Hinterbeinen auf eine Unterlage wie z. B. ein Blatt, wobei ein leiser, ca. einen Meter weit hörbarer Ton entsteht.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Alter
nur wenige Monate

Größe
12–15 mm

Aktivität
Mai-November

Tierlaut

Audio file
© Sigfrid Ingrisch, DORSA (CC BY-SA 4.0)

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