Zum Naturlexikon Ranunculaceae | Blumen & Gräser

So erkennst du die Hahnenfußgewächse:

  • meist Kräuter, selten Lianen
  • Blätter meist wechselständig, geteilt bis zusammengesetzt und stets ohne Nebenblätter
  • Blütenhülle einfach oder in Kelch und Krone differenziert
  • meist zahlreiche Staubblätter
  • meist zahlreiche, nicht miteinander verwachsene Fruchtblätter (Stempel)

Beschreibung

Die Hahnenfußgewächse sind eine recht ursprüngliche Familie der Blütenpflanzen. Sie sind sehr vielgestaltig und weisen nur wenige gemeinsame Merkmale auf. Die Evolution war sozusagen noch im Experimentierstadium betreffend der Form der Blüten. Jedoch sind die verschiedenen Arten und Gattungen der Hahnenfußgewächse durch fließende Übergänge miteinander verbunden.

Es handelt sich meist um Krautige, selten um Lianen (Gewöhnliche Waldrebe / Clematis vitalba). Die Blätter sind meist wechselständig angeordnet und geteilt bis zusammengesetzt. Nebenblätter fehlen.

Die Blütenhülle ist meist einfach (man spricht dann von einem Perigon bzw. von Perigonblättern), bei einigen Gattungen (z. B. Adonisröschen, Hahnenfuß) ist sie jedoch in Kelch und Krone gegliedert. Die Kronblätter sind in diesem Fall umgewandelte Staubblätter, während der grüne Kelch dem Perigon entspricht. Bei manchen Gattungen sind sogenannte Nektarblätter vorhanden, welche teilweise wie verkümmerte Kronblätter aussehen. Diese sind ebenfalls aus Staubblättern entstanden und tragen am Grund Nektardrüsen (mit Lupe betrachten!). Die Zahl der Blütenhüllblätter schwankt innerhalb der Familie stark. Die Perigonblätter sind untereinander entweder alle gleich (z. B. Windröschen, Trollblume) oder auch ganz verschieden gestaltet, sodass die Blüte nur eine Symmetrieebene hat (z. B. Eisenhut, Rittersporn).

Die Blüten der Hahnenfußgewächse zeichnen sich in der Regel durch zahlreiche Staubblätter und ebenso zahlreiche Fruchtblätter (Stempel) aus. Letztere sind nicht miteinander verwachsen, sodass bei der Reife eine Sammelfrucht entsteht, die aus zahlreichen kleinen Nüsschen oder (wenn sich die Früchte öffnen und die Samen ausstreuen) Balgfrüchtchen zusammengesetzt ist. Beim Christophskraut (Actaea spicata) ist die Frucht eine Beere, beim Schwarzkümmel (Nigella) eine Kapsel.

Viele Hahnenfußgewächse sind schwach bis hochgradig giftig und werden vom Weidevieh gemieden. Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) gilt als giftigste heimische Pflanzenart.

Bestimmungshinweis: Die teilweise ähnlichen Rosengewächse (Rosaceae) besitzen im Gegensatz zu den Hahnenfußgewächsen deutliche Nebenblätter und außerdem oft einen Außenkelch (siehe dort)!

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stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
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Empfohlen wird stabiles Schuhwerk, warme und wetterfeste Kleidung, Sonnenschutz sowie ein Rucksack mit Getränk und Jause. Eine gute körperliche Verfassung ist Voraussetzung! Bei schlechten Witterungsbedingungen behält sich die Nationalparkverwaltung vor, Exkursionen aus Sicherheitsgründen abzusagen. Die Teilnahme an den Programmen erfolgt auf eigene Gefahr. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung! Hunde an der Leine erlaubt.

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