Zum Naturlexikon Argynnis paphia | Insekten

So erkennst du den Kaisermantel:

  • Flügeloberseite:
    • Bei Männchen leuchtend orange, bei Weibchen blass-orange
    • Männchen mit deutlichen Duftschuppen in Form schwarzer Linien
  • Flügelunterseite:
    • Vorderflügel orange
    • Hinterflügel grün und weiß gemustert

Beschreibung

Der Kaisermantel ist ein großer und auffälliger Tagfalter. Mit bis zu 65 mm Spannweite ist er oft schon von weitem zu erkennen. Neben seiner Größe ist es auch die überwiegend orange Oberseite der Flügel mit einem Muster aus Punkten und Linien. Verwechslungsgefahr besteht lediglich mit anderen Perlmutterfaltern. Hier hilft jedoch ein Blick auf die Unterseite der Flügel, da die hellgrün gemusteren Hinterflügel bei keiner anderen Art in dieser Form auftreten. Die erwachsenen Falter sind ausgiebige Blütenbesucher und besonders auf Brombeeren, Skabiosen oder Disteln anzutreffen. Die Weibchen legen im Sommer und Herbst ihre Eier meist auf Baumstämme in der Nähe von Veilchen, der späteren Raupenfutterpflanze, ab. Die Raupen schlüpfen und überwintern, ohne zu fressen, und suchen erst im nächsten Frühjahr die Veilchen auf. Sie halten sich tagsüber oft versteckt auf der Blattunterseite auf und sind nur schwer zu entdecken.

 

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Verbreitung

In Österreich kann er in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg angetroffen werden.

Image
Raupe des Kaisermantels

Lebensraum

Der Kaisermantel ist weitgehend an Wälder, Hecken oder sonstige Gehölzstrukturen gebunden. Wichtig dabei sind neben den Veilchen als Futterpflanze für die Raupe auch blütenreiche Waldränder, Schläge oder lichte Wälder. Er kann aber genauso Parks oder Siedlungen angetroffen werden. Eine erfolgreiche Fortpflanzung ist hier jedoch nur möglich, wenn – so wie in Wäldern auch – sowohl die Raupenfutterpflanze, als auch ein ausreichendes Blütenangebot vorhanden sind.

Gefährdung

In Österreich ist diese Art nicht gefährdet.

Besonderheiten

Die Männchen besitzen auf der Oberseite der Vorderflügel mehrere Reihen von sog. „Duftschuppen“. Über spezielle Drüsen wird aus diesen ein Sekret abgegeben, dass einen Sexuallockstoff enthält und der Partnerfindung dient. Die Männchen vollführen einen richtiggehenden Balzflug, bei dem sie unter dem Weibchen durchfliegen und dabei den Duftstoff abgeben.

 

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Alter
nur wenige Monate

Größe
Spannweite 55 - 65 mm

Flugzeit / Gesangszeit
Flugzeit: Juni - September

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