Zum Naturlexikon Rallidae | Vögel

So erkennst du die Rallen:

  • klein bis mittelgroß
  • Bodenvögel
  • meist am Wasser oder in Feuchtgebieten
  • oft versteckte Lebensweise

Beschreibung

Die Familie der Rallen zählt zur Ordnung der Rallen- und Kranichvögel, zu der neben den Kranichen auch die Trappen zählen. Diese Familie umfasst in Österreich acht Arten, von denen sechs regelmäßig bei uns brüten.

Der hühnerartige, plumpe Körperbau hat bei den beiden Wasservögeln Teich- und Blässhuhn zu einer etwas irreführenden Namensgebung beigetragen. Die Schilfbewohner (Tüpfel- und Kleines Sumpfhuhn sowie die Wasserralle) weisen dagegen einen sehr schmalen Körper und eine flexible Wirbelsäule auf, was die schlüpfende Fortbewegung erleichtert. Allen gemein sind die mittelgroßen Beine sowie die teils sehr langen Zehen, die ein Einsinken in den feuchten Untergrund verhindern. Beim Blässhuhn sind zudem lappenartige Verbreiterungen ausgebildet, die die Fortbewegung beim Schwimmen erleichtern.

Obwohl manche Arten zu den Zugvögeln zählen, sind Rallen so gut wie nie fliegend zu beobachten. Auch bei Gefahr flüchten sie in erster Linie zu Fuß und suchen in der dichten Vegetation Schutz. Neben den ausschließlich in Feuchtgebieten anzutreffenden Arten kommt in Österreich auch noch der Wachtelkönig vor. Sein weiterer Name „Wiesenralle“ deutet bereits seinen Lebensraum an, nämlich spät im Jahr gemähte, extensive Wiesen. Diese können zwar auch in Feuchtgebieten liegen, müssen dies jedoch nicht zwangsläufig. Ein (ehemaliger?) Verbreitungsschwerpunkt lag z. B. auf den Wiesen im Wienerwald oder jenen im Waldviertel. Die beiden letzten Arten sind das Zwergsumpfhuhn mit nur unregelmäßigen Nachweisen sowie das Purpurhuhn, das überhaupt erst einmal in Österreich entdeckt wurde (19. Jahrhundert).

Durch ihre Bindung an Feuchtgebiete oder extensiv genutzte, landwirtschaftliche Flächen sind viele Rallen anfällig auf negative Entwicklungen in ihren Lebensräumen und so ist es nicht verwunderlich, dass sich darunter einige hochgradig gefährdete Arten befinden. So sind die Bestände des Wachtelkönigs vielerorts Rückläufig, was auf die immer intensivere Wiesenbewirtschaftung zurückgeht. Die Verschlechterung oder gar Zerstörung von Feuchtgebieten sind vor allem für das Tüpfelsumpfhuhn und das Kleine Sumpfhuhn ein großes Problem.

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stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

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