Zum Naturlexikon Omocestus haemorrhoidalis | Insekten

So erkennst du den Rotleibigen Grashüpfer:

  • relativ kleiner Grashüpfer
  • hellbraun bis graubraun
  • meist orangeroter Hinterleib
  • Flügel reichen bis zu den Hinterknien

Beschreibung

Der meist in nur geringer Dichte auftretende Rotleibige Grashüpfer ist im Gewirr anderer Wiesenheuschrecken oft nur schwer auszumachen. Bei der Suche sollte der Fokus auf kleinere Tiere gelegt werden mit einer orangen bis roten Hinterleibsspitze. Die Flügel reichen sowohl bei den Männchen, als auch den Weibchen bis zu den Hinterknien. Auf den Vorderflügeln ist oft eine dunkle Fleckenreihe ausgebildet. Im Frühjahr sind nur die kurzflügeligen Nymphen anzutreffen. Diese durchlaufen mehrere Stadien, zwischen denen sie sich Häuten, um zu wachsen. Meist erst im Juli treten schließlich die erwachsenen Tiere auf. Diese sterben im Herbst nach der Fortpflanzung ab, die Überwinterung erfolgt als Ei.

Verbreitung

Außer in Vorarlberg ist der Rotleibige Grashüpfer in allen Bundesländern zu finden, meistens jedoch nur in kleinen und stark isolierten Vorkommen. Etwas häufiger ist die Art im Nordburgenland, der Thermenlinie südlich von Wien, der Wachau und gelegentlich im Wald- und Weinviertel. Bevorzugt werden warme Regionen besiedelt, weshalb der Großteil der Fundorte unterhalb von 800 m Seehöhe liegt.

Image
Rotleibiger Grashüpfer

Lebensraum

Sonniges, warmes und trockenes Klima sind für den Rotleibigen Grashüpfer perfekt. Sind diese Voraussetzungen einmal erfüllt, braucht es jedoch auch noch kurzrasige Flächen mit einem hohen Anteil an offenen Bodenstellen. Lebensräume mit einem zu hohen Gehölzanteil werden gemieden, da hier die Beschattung zu hoch ist. Häufig findet man ihn daher auf Trockenrasen, seltener auf Magerwiesen oder Weideflächen.

Gefährdung

Die hohen Ansprüche an den Lebensraum schränken die besiedelbare Fläche deutlich ein. Aufgrund der meist kleinen Vorkommen und dem negativen Bestandstrend gilt er in Österreich als „gefährdet“.

Besonderheiten

Trotz seiner Wärmeliebe dringt er in Europa weit nach Norden vor und erreicht in Südschweden sogar Skandinavien.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Alter
nur wenige Monate

Größe
11 – 20 mm

Aktivität
Juni – September

Tierlaut

Audio file
© Sigfrid Ingrisch, DORSA (CC BY-SA 4.0)

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