Zum Naturlexikon Plantago lanceolata | Blumen & Gräser

So erkennst du den Spitz-Wegerich:

  • Blätter in einer grundständigen Rosette angeordnet
  • schmale, längliche Blätter mit kräftiger, längsparalleler Nervatur
  • der Stängel ist blattlos
  • die endständige Ähre mit vielen kleinen Blüten ist braun bis braunschwarz
  • zur Blütezeit ragen die weißlichen, lang gestielten Staubbeutel weit heraus

Beschreibung

Der ausdauernde Spitz-Wegerich hat eine kurze unterirdische Sprossachse (Rhizom). Die ungeteilten, lanzettlichen Blätter sind in bodenständigen Rosetten angeordnet. Sie haben 5–7 stark hervortretende Blattnerven und können fast kahl bis deutlich behaart sein. Der Blattrand ist ganzrandig oder entfernt schwach gezähnelt. Blattlose Stängel, die bogig bis aufrecht der Blattrosette entspringen, tragen den Blütenstand. Im endständigen Blütenstand sind viele unscheinbare, kleine Blüten dicht angeordnet. Die zwittrigen, radiären Blüten sind vierzählig. Jung ist der Blütenstand schwärzlich, später dann braun gefärbt. Die unauffällig braun gefärbten, trockenhäutigen Kronblätter sind am Grunde verwachsen. Die weißlichen Staubbeutel sind lang gestielt.

Verbreitung

In Österreich ist der Spitz-Wegerich weit verbreitet. Von den tiefsten Lagen kommt der Spitz-Wegerich regelmäßig bis in die obere montane Stufe, also bis auf ca. 1000–1500 m Seehöhe vor.

Lebensraum

Der Spitz-Wegerich hat ein breites ökologisches Spektrum von trocken und nährstoffarm bis frisch und nährstoffreich. Er kommt in den unterschiedlichsten Wiesentypen vor, ist aber auch an Wegrändern, in Parks und in Gärten regelmäßig anzutreffen.

Gefährdung

Der Spitz-Wegerich ist eine der häufigsten Wiesenpflanzen in Österreich. Auch an Wegrändern kommt er regelmäßig vor. Daher ist er nicht gefährdet.

Besonderheiten

Noch immer steht der Spitz-Wegerich als Hustenmittel hoch im Kurs, denn er löst den Schleim. Zudem ist eine entzündungshemmende Wirkung bekannt: Leichte Schürfwunden oder Insektenstiche entzünden sich kaum, wenn man den frischen Pflanzensaft von zerquetschten Blättern darauf träufelt. Auch als Wildgemüse ist der Spitz-Wegerich vorzüglich geeignet. Junge fein zerschnittene Blätter und junge Blütenknospen lassen sich dünsten oder in Butter wälzen und entfalten so einen feinen, an Pilze erinnernden Geschmack.

Zum Naturlexikon
stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Alter
ausdauernd

Höhe
wenn stark betreten, dann nur wenige cm, in nährstoffreichen Wiesen bis zu 0,5 m

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Leitung: Matthias Schickhofer

Treffpunkt: wird bei der Anmeldung bekannt gegeben

Kosten pro Teilnehmer/in: € 49,-

Plätze: min. 6, max. 10 Teilnehmer/innen

Mitzubringen sind: Fotoausrüstung, Wanderkleidung, Regenschutz, Getränk/Jause nach eigenem Bedarf

Anmeldung: bis 1 Woche vor Veranstaltungsbeginn

Treffpunkt: Informationen zum Treffpunkt beim Infobüro oder auf der Webseite

Weitere Termine

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Termin 1: 24. Jänner 2020 Nächtliche Fotowanderung
Termin 2: 28. Februar 2020 Nächtliche Fotowanderung
Termin 3: 15. Februar 2020 Kreative Fotowanderung

Frühling:
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Termin 5: 07. Juni 2020 Kreative Fotowanderung

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Termin 6: 29. August 2020 Wilde Wälder

Herbst:
Termin 7: 26. September 2020 Kreative Fotowanderung
Termin 8: 24. Oktober 2020 Wilde Wälder
Termin 9: 25. Oktober 2020 Wilde Wälder

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Sägenplatz 1
Frastanz 6820
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Frastanz, 6820

Veranstalter: Netzwerk blühendes Vorarlberg

Praxiskurs zur Anlage von Wildstrauch- und Blütenhecken

Auf der ehemaligen Bodenaushubsdeponie in der Galätscha entstehen neue Flächen für die Artenvielfalt. Blumenwiesen, Feuchtwiesen, Streueflächen wurden schon angesät und Obstbäume gepflanzt. Das Projekt wurde bereits mit dem „Brennnessel-Preis“ des Netzwerks blühendes Österreich ausgezeichnet. Um die Landschaft strukturreicher und die Vegetation vielfältiger zu machen, werden zusätzlich Wildstrauchhecken angelegt und bunte Saummischungen ausgesät. Zusammen mit den Wiesen und den bunten Säumen bilden Wildstrauchhecken Oasen der Artenvielfalt. In ihren Zweigen finden Vögel und Insekten Nistplätze und Nahrung. Zu ihren Füssen leben Kleinsäugetiere wie Igel und Spitzmaus und der Laubfall fördert das Bodenleben. In diesem Tageskurs erfahren Sie um den ökologischen Wert von Hecken, Wildgehölzen und heimischen Pflanzen. Im Praxisteil werden heimischen Sträuchern vom Landesforstgarten Rankweil gepflanzt und die dazu passenden Blühflächen angesät. Die Kursunterlagen mit Pflanzenportraits helfen Ihnen dabei, auch für Ihre Fläche die passende naturnahe Gestaltung mit heimischen Pflanzen zu finden.

Referentinnen: DI Simone König, Landschaftsplanerin, Mitbegründerin von Netzwerk blühendes Vorarlberg und Markus Burtscher, Marktgemeinde Frastanz

Theorieeinheit im Gemeindeamt 9.00 - 12.00 Uhr, Praxis 13.00 – 17.00 Uhr

Mitzubringen: Arbeitskleidung, Handschuhe, nach Möglichkeit Schaufel, Spaten oder Pflanzschaufel

Anmeldung bis 19.10.: Bodensee Akademie

Der Kurs ist kostenlos, freiwillige Spenden für das "Netzwerk blühendes Vorarlberg" sind willkommen.

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