Star

Sturnus vulgaris | Vögel
Vogel des Jahres 2018

Ein Vogel mit "Star"-Qualitäten. BirdLife Österreich präsentiert den Star (Sturnus vulgaris) als „Vogel des Jahres 2018“. Obwohl als „Allerweltsvogel“ betitelt, ist er eigentlich der „Star“ unter den Vögeln: Einzigartig sind seine Schwarmflüge im Herbst. Prachtvoll das metallisch glänzende Gefieder des Starenmännchens im Frühling, prächtig das Federkleid des Weibchens. Das Talent der Imitation von Umgebungsgeräuschen beherrscht der Star wie kein anderer. Doch seine europaweite Präsenz im Alltag täuscht. BirdLife Österreich ist Partner von Blühendes Österreich und unterstützt den Schutz ökologisch wertvoller Flächen. 

So erkennst du den Star:

  • Körpergröße bis zu 22 cm
  • Jungvögel einheitlich graubraunes Federkleid
  • Schwarzes Gefieder im Frühling und je nach Lichteinfall metallisch grün, blau oder violett
  • Auf der Vorderseite der Weibchen kleine helle Punkte
  • Federkleid im Spätsommer mit einem Perlmuster überzogen, das im Herbst/Winter wieder dunkler wird
  • Schnabel im Prachtkleid gelb und im Schlichtkleid sehr dunkel

Bestandsabnahmen im Norden Europas

Wer die Vielfalt einer Vogelart erklären möchte, kann das sehr gut am Beispiel des Stars tun. Seine Lebensräume, das Verhalten am Brutplatz und auf dem Wegzug, die eindrucksvolle Schwarmbildung, die Nahrungsansprüche und Brutplätze – abwechslungsreicher geht es kaum. Außerdem kommt der Star fast überall vor, in Dörfern genauso wie in Städten. Er ist uns Menschen vertraut und weit verbreitet. Ein so genannter „Allerweltsvogel“. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Staren-Bestand nimmt in Teilen Europas ab, vor allem die großen Populationen in Deutschland, England und Schweden haben sich in den letzten Jahren fast halbiert. Es fehle an geeigneten Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft, vermelden die BirdLife Österreich-Partnerorganisationen Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner LBV.

Stare in Österreich

Abhängig von seinem Lebensort ist der Star Kurzstreckenzieher, Teilzieher oder Standvogel. Unsere Vögel ziehen zum Großteil bis in den südlichen Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Die Schwarmbildung von Staren ist ein einzigartiges Naturschauspiel, mit dem kaum eine andere Vogelart aufwarten kann. Wenn sie abends an ihren Schlafplätzen einfallen, vor allem in großen Schilfgebieten, sind etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang imposante Wolken aus vielen tausenden Staren am Himmel zu sehen, bevor sie schlagartig nach unten sinken. „Auch heuer war dieses unvergleichliche Phänomen wie alljährlich am Neusiedler See zu beobachten“, erklärt Gábor Wichmann, Geschäftsführer von BirdLife Österreich. „Wir schätzen den Starenbestand hier auf weit über 100.000 Individuen. Dennoch müssen wir den negativen Trend in den Nachbarländern ernst nehmen. Denn: Leider ist der schillernde Geselle europaweit gesehen ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang häufiger Vogelarten!“

Nützling und Schädling gleichzeitig

Die Nahrung des Stars ist abhängig von den Jahreszeiten. Im Frühjahr stehen Kleintiere aus dem Boden ‒ Würmer und Insekten ‒ auf dem Speiseplan. Im Sommer und Herbst schätzen Stare zusätzlich Früchte und Beeren. „Während der Star Anfang des 20. Jahrhunderts noch als wichtiger Vertilger landwirtschaftlicher Schädlinge betrachtet wurde“, erörtert der Ornithologe, „wird sein Vorkommen heute vor allem in Weinbaugebieten eher negativ wahrgenommen, da es durch die schiere Anzahl der Vögel sicherlich punktuell zu Problemen kommen kann.“ Dabei lohnt sich dennoch ein zweiter Blick auf diesen Vogel, denn er besitzt Star-Qualitäten.

Glanzvoller Auftritt vom Vogel Star

Wer den Star einmal im Frühjahr und dann wieder im Herbst betrachtet, könnte denken, zwei verschiedene Vögel gesehen zu haben. Im Frühling zeigt sich der Vogel des Jahres in einem schwarzen Gefieder, das je nach Lichteinfall metallisch grün, blau oder violett glänzt. Vor allem auf der Oberseite der Weibchen verzieren kleine helle Punkte das Prachtkleid. Jungvögel sind im Gefieder einheitlich graubraun. Im Spätsommer mausern sich die Stare. Ihr so genanntes Schlichtkleid ist jedoch gar nicht langweilig, sondern mit einem regelrechten Perlmuster überzogen. Es stammt von den weißen Spitzen der sonst dunkelbraunen Federn. Im Laufe des Herbstes und Winters nutzen sich die Federn ab, werden dunkler und die weißen Punkte verschwinden. Pünktlich zur neuen Brutsaison schillern die Vögel wieder in elegantem Schwarz mit prächtigen Glanzeffekten.

Begnadeter Imitator

Wenn der Star versucht, einem Weibchen zu imponieren, erkennen wir seinen Gesang nicht unbedingt sofort. Statt einer melodischen Abfolge von Tönen gibt der Starenmann eine Reihe von pfeifenden, zischenden, gepressten und schnalzenden Geräuschen von sich. Die Töne sind unterschiedlich laut und sehr variationsreich. „Das gipfelt in seiner Fähigkeit, andere Vogelstimmen oder Umgebungsgeräusche perfekt zu imitieren und in seinen Gesang einzubauen“, weiß Wichmann. „So blickt sich mancher in der Stadt nach einer Kohlmeise, einer Alarmanlage oder sogar einem Handyklingeln um und kann nichts dergleichen entdecken – bis auf einen Star im Baum.“

Unter http://www.birdlife.at/page/presse sowie http://www.xeno-canto.org/374395 findest du außerdem einen schönen Hörbeweis, in dem der Star sein Imitationstalent zeigt.

stark gefährdet gefährdet nicht gefährdet Status unbekannt
Austria

Größe
22 cm

Färbung
Schwarzes Gefieder im Frühling und je nach Lichteinfall metallisch grün, blau oder violett

Verwandte Naturerlebnisse

Berge lesen

Berge lesen

11. Dez. Ab 18:00 |
Steiermark
Icon Pin_brown

Johnsbach 65
Johnsbach 8912
Österreich

Johnsbach, 8912

Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Literatur im Wirtshaus
Auf Initiative der Alpenkonvention feiern viele Orte in den Alpen den Tag der Berge mit alpiner Kultur und alpiner Literatur. Im Gesäuse heißt das: ein fröhlicher Vorleseabend im Wirtshaus! Die Besucher/-innen selbst lesen eigene oder fremde Texte vor, bringen ein Gedicht oder singen ein Lied. Auch nur Zuhören ist erlaubt.

Anmeldung nicht erforderlich

Treffpunkt: 19:00 Gasthof Kölblwirt in Johnsbach 65

Dies soll kein Abend im Sinne einer Lesung sein - es geht im Grunde einfach darum, zusammenzusitzen, zu plaudern und im Zuge dessen andere an eigenen Lieblingstexten teilhaben zu lassen - oder auch, ein Lied zu singen, ein Gedicht zu bringen... Immer wieder kommt einem ein Absatz oder eine Stelle unter, die einen berührt, oder anspornt, oder was auch immer. Vielleicht denken andere gleich. Vielleicht erhält man einen Denkanstoß. Oder man läßt sich einfach nur berieseln. Lockere Atmosphäre, mal ein paar Zeilen hier, mal ein Absatz da, so könnte der Abend aussehen.

Wir freuen uns auch über jeden buchlosen Zuhörer - Vorlesen ist nicht Muß, man kann auch nur als Genießer kommen!

Hintergrund:

„Berge lesen“ wurde erstmals vom Deutschen Vorsitz der Alpenkonvention 2015-1016 und dem Ständigen Sekretariat ins Leben gerufen, um den International Tag der Berge 2015 zu feiern. Die Idee ist es, Veranstaltungen an vielen unterschiedlichen Orten rund um die Alpen zu initiieren, die der Lesung moderner Alpenliteratur gewidmet sind. Kerntag ist der Internationale Tag der Berge, der jedes Jahr am 11. Dezember gefeiert wird. Das "Berge lesen Festival" ermutigt das Feiern von kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten in den Alpen und verbindet gleichzeitig Berge und Kunst.

Im ersten Jahr wurden bereits an die 100 Veranstaltungen organisiert, in allen Alpenländern, in den vier Alpensprachen und vielen Dialekten. Und dieses Jahr sind auch wir im Gesäuse ein Teil davon.

Berge lesen Der Fährte folgen
Schauplatz Natur Klimawandel

Schauplatz Natur: Der Klimawandel und die Steiermark 2019

12. Dez. Ab 17:00 |
Steiermark
Icon Pin_brown

Joanneumsviertel
Graz 8010
Österreich

Graz, 8010

Veranstalter: Naturkundemuseum Universalmuseum Joanneum

Kuratiert von: Michael Pinter und Markus RieserTreffpunkt: Foyer und Auditorium Joanneumsviertel
Kosten: Eintritt frei

Seine Folgen sind bereits spürbar und in der wissenschaftlichen Literatur unbestritten – die Rede ist vom Klimawandel. Im Rahmen der Reihe „Schauplatz Natur“ nimmt sich das Naturkundemuseum dieses Themas an.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten wichtiger Forschungsinstitutionen sowie mit der Stadt Graz und dem Land Steiermark soll diese globale Entwicklung speziell auf die Auswirkungen für Graz und die Steiermark beleuchtet werden. Das Naturkundemuseum wird dabei zum Ort für Information, Austausch und Aufklärung.

Auch Fragen aus der Bevölkerung werden hier beantwortet. Was ist hier in Zukunft zu erwarten und wie eröffnen sich Chancen bei rechtzeitigem Handeln?

Schauplatz Natur: Der Klimawandel und die Steiermark 2019 Der Fährte folgen
13 WanderungAbsamMax

Geführte Wanderung Absam: Die Jagd zur Zeit Maximilian I. - Weidmanns Heil!

13. Dez. Ab 08:00 |
Tirol
Icon Pin_brown

Absam 6067
Österreich

Absam, 6067

Veranstalter: Tourismusverband Region Hall-Wattens

Besonders an dieser Wanderung ist die atemberaubendeBergkulisse des größten Naturparks Österreichs, des Karwendelgebirges. Erfahren Sie viel Wissenswertes zu Flora
und Fauna im Allgemeinen und der Jagd im späten Mittelalter
bzw. der Neuzeit im Speziellen. Das Kaiser-Max-Gedenkjahr steht
ganz im Zeichen Maximilian I. und seiner Bedeutung für Jagd und
Fischerei. Mit etwas Glück lassen sich auf dem wildromantischen Steig Gämsen, Steinböcke und Steinadler beobachten. Ein unvergessliches Erlebnis, Natur pur! Für Gäste kostenlos!
Dauer: ca. 5 Stunden
Treffpunkt: Parkplatz Halltal, Absam
Normaltarif: EUR 10,– pro Person
Mindestteilnehmerzahl: 2 Personen
Anmeldung: bis Donnerstag 18.00 Uhr im Tourismusbüro Hall
Bergschuhe, wetterfeste Kleidung und Proviant (Getränke!)
unbedingt erforderlich!

Geführte Wanderung Absam: Die Jagd zur Zeit Maximilian I. - Weidmanns Heil! Der Fährte folgen