Ruhig ist es durch die Pandemie geworden, sogar in den Mega-Skigebieten. Die Tourengeher und Langläufer ziehen trotzdem ihre Spuren, fernab von Sicherheitsabständen und Hygienemaßnahmen.

Doch Distanz wahren und Regeln einhalten heißt es auch bei Mutter Natur, um das Leben von Tieren, Pflanzen und besonders bedrohten Arten zu schützen. So wurde bereits ein Kärntner Jungwald durch Skitourengeher kaputt getreten.

Um die sensible heimische Tier- und Pflanzenwelt nicht aus der Winterruhe oder dem Winterschlaf zu bringen, sollten gekennzeichnete Aufstiegsrouten oder der Pistenrand vorgezogen werden, anstatt querfeldein zu ziehen: in die Winterquartiere von Reh, Fuchs oder Schneehase.

Blühendes Österreich hat recherchiert, wo NaturfreundInnen hierzulande noch dem Wintersport wie damals frönen können. In unberührter Natur. 

1Mieminger Plateau / Tirol

Vor neun Jahren ist man am Mieminger Plateau in Tirol noch Ski gefahren. Dann hat die Region beschlossen, die Lifte in ihrem Skizirkus mit einer Talabfahrt und Anfängerhügel abzubauen und den Wintertourismus nachhaltiger zu gestalten.

Heute gibt es jede Menge Routen zum Skitourengehen und Schneeschuhwandern – und eine fast himmlische Ruhe. Am Sonnenplateau erlebt man in einem unaufgeregten Umfeld, wie sich Winter abseits der Piste und mitten in der Natur wirklich anfühlt.

2Niederthai / Tirol

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skifahren geheimtipp oesterreich

Das Ötztal ist eigentlich bekannt für seine DJ-Partys. Wenn man aber von Umhausen (nördlich von Sölden) ein paar Kurven hinauf fährt, kommt man nach Niederthai. Auf 1.500 Meter Seehöhe gibt es abgesehen von einem beschaulichen Bergdorf nur einen Schlepplift-Hügel, Langlaufrundkurse, geführte Skitouren Winterwanderwege und einen Rutschteller-Hügel für die Kleinen.

Wer doch Lust auf sanftes Adrenalin hat, rodelt vom Stuböbele zwei Kilometer ins Tal oder versucht sich beim Eisklettern am gefrorenen Wasserfall in Längenfeld.

 

3Bödele / Vorarlberg

Im Familienskigebiet Blödele in Vorarlberg liegt hauptsächlich Naturschnee, vom höchsten Punkt, dem Hochälpele, führt die längste Abfahrt bis ins denkmalgeschützte Dorfzentrum von Schwarzenberg. Die Schindelbelag-Holzhäuschen sind Kult, das Naturschutzgebiet Fohramoos für Schneeschuhwanderungen mit Blick auf den Bodensee und Langlaufloipen einen Ausflug wert.

Aufs Bödele kommt man am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Beim Kauf einer Skitageskarte gibt's die Fahrkosten rückerstattet. Ab Dornbirn fährt ein Bus im Halbstundentakt – in 15 Minuten ist man dort.

4Johnsbach / Steiermark

Eine Skitour im steirischen Johnsbach ist ein Naturerlebnis der besonderen Art. Rund um das Bergsteigerdorf, das sich nachhaltigem Alpintourismus verschrieben hat, gibt es eine Vielzahl an Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Kurz und einfach ist die auf den Gscheideggkogel, ein Tiefschnee-Joker jene auf den Spielkogel, auf den Festkogel und den Lugauer ist es anspruchsvoller. Weil viele Skitouren durch den Gesäuse-Nationalpark gehen und die dort lebenden Tiere in ihrem natürlichen Umfeld tangieren, muss man sich unbedingt an die Schneestangen-Markierungen halten.

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Wandern wie früher oder doch lieber auf Spurensuche im Biberrevier? Tausende Veranstaltungen bringen Naturhungrige zu den schönsten Plätzen Österreichs.

5Mallnitz / Kärnten

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skifahren geheimtipp oesterreich

In Mallnitz ist das Wintersporterlebnis emissionsfrei. Das Bergsteigerdorf im Nationalpark Hohe Tauern hat sich der sanften Mobilität verschrieben. Der Intercity hält im Bahnhof, das Auto kann man während des Aufenthaltes getrost am Ortsrand stehen lassen. Kostenloses Shuttleservice zu den Unterkünften ist hier selbstverständlich.

Auf den Ankogel geht es mit dem Gratis-Skibus, Tourengeher und Langläufer werden mit dem Taxi zu den Loipen gebracht. Die Hälfte des Skigebietes ist mit Naturschnee bedeckt, deshalb ist der Ankogel auch ein Freerider-Geheimtipp.

6Unterberg / Niederösterreich

Der Unterberg ist das niederösterreichische Naturschneeparadies – da fällt der Schnee wahrlich noch vom Himmel. Die Heimat von Ex-Skirennläuferin Michaela Dorfmeister ist eine Autostunde von der Bundeshauptstadt entfernt und somit der „Ski-Nahversorger“ der Wiener. Ein kostenloser Bus sammelt alle mit Voranmeldung ein, die mit dem Zug anreisen, auf dem Parkplatz Drahtal kommen dann auch die Autofahrer dazu. Denn zu den Pisten geht’s nur mit dem Zubringerbus: umweltfreundlich und entspannt. Auch wunderbar für Tourengeher und Funparker.

7Hinterstoder / Oberösterreich

Hinterstoder im Süden von Oberösterreich gehört ebenfalls zu jenen Dörfern, die auf sanft-mobilen Urlaub setzen und das Auto stehen lassen. Das braucht man in diesem „Schneeloch“ auch nicht, denn hier gibt es so viel weißes Gold, dass man gar nicht dazukommt, mit dem Auto zu fahren. Auf dem Hütterer Höss-Plateau ist alles da, was man für einen Winterurlaub braucht: Kids- und Snow Park und die Stoderer Höhenloipe. Das Hinterstoder Skigebiet ist familiär und übersichtlich – das allein ist schon sehr beruhigend.

8Weißensee / Kärnten

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Skifahren-Geheimtipp für Österreich

"Slow Wintersports" ist am Weißensee in Kärnten die Devise. Der Skibus bringt die Genusssportler von allen Orten rund um den See zur Bergbahn-Talstation. Wer nicht den Hang hinunter wedeln will, hat andere Möglichkeiten, sich auszutoben. Mit Ballonreifen-Fatbikes auf beschneiten Waldwegen fahren und bei Vollmondwanderungen mit einem Naturparkranger die Winterlandschaft bei Nacht entdecken. Oder am zugefrorenen See, auf einer der größten Natureisflächen Europas, die Kuven schwingen. In der Weißenseer Unterwasserwelt sieht man Fischschwärme, versunkene Bäume und ungefähr 20 Meter weit.

9Neukirchen am Großvenediger / Salzburg

Auf der Salzburger Seite der Hohen Tauern, ebenfalls im Nationalpark, liegt Neukirchen am Großvenediger. Dort fährt man mit der Aussicht auf den höchsten Salzburger Berg (über 3.600 Meter) in einem der umweltfreundlichsten Skibetriebe des Landes. Der Großteil des Stromes für die Bergbahnen kommt aus einer Photovoltaik-Anlage, aus dem höchstgelegenen Solarkraftwerk Europas. Und natürlich steht auch hier, ebenso wie bei allen österreichischen Alpine Pearls-Mitgliedern, sanfte Mobilität im Mittelpunkt: Shuttle-Service und Gratis-Skibus sichern die naturverbundene Form des Reisens.

10Werfenweng / Salzburg

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skifahren geheimtipp oesterreich

Das Salzburger Werfenweng macht seine Gäste „schneller langsam“. Zum Urlaubsstart werden sie vom Bahnhof Bischofshofen abgeholt und mit klimaneutralen E-Autos ins Hotel gebracht. So probiert man gleich einmal die neue Art zu fahren aus und zahlt dafür – rein gar nichts! Stattdessen tankt man in der intakten Salzburger Natur erneuerbare Energie. Beim Pistenwedeln, Schneeschuhwandern oder Pferdeschlittenfahren, Paragleiten, Eislaufen oder Rodeln auf der Köpfl-Flitzer-Rodelbahn.

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Erlebniszentrum Weidendom

Erlebniszentrum Weidendom

14. Aug. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH
  • Öffnungszeiten: (der Weidendom ist ganzjährig frei betretbar, betreutes Besucherprogramm zu folgenden Zeiten)

    Mai, Juni, September: Samstag, Sonntag, Feiertage, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
    Juli, August: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

Sondertermine außerhalb der Öffnungszeiten, sowie spezielle Programme für Gruppen, Busgruppen und Schulen werden im Informationsbüro in Admont organisiert, Tel. +43(0)3613/21160-20, info@nationalpark-gesaeuse.at

    Direkt an der Abzweigung nach Johnsbach hat das lebendige Bauwerk des Weidendoms am Ufer der Enns seine Wurzeln geschlagen. Die Forschungswerkstatt mit ihren vielfältigen Angeboten lässt die Besucher:innen für einige Zeit in die ungeahnte Welt eines faszinierenden Mikrokosmos eintauchen. Der kleine Bauerngarten und die Obstbaumallee bieten eine Vielfalt an saisonalen Kräutern, Gemüse und alten Hausobstsorten! Im gesamten Areal finden die Gäste Ruheinseln mit gemütlichen Schaukeln, die zum Rasten und Verweilen einladen. Durch die Tribüne mit einem spektakulären Blick auf die Nordwände der Hochtorgruppe wird die gesamte Anlage im Sommer durch interessante Vorträge und Kinoprogramme aufgewertet. Das Erlebniszentrum Weidendom eignet sich auch hervorragend für Kindergeburtstage ! Und wer sich im kühlen Nass der Enns erfrischen möchte, der tut dies am Besucherbereich Johnsbachsteg mit herrlichem Ausblick auf die Gesäuseberge.

    Das Areal des Weidendoms ist außerhalb der Öffnungszeiten frei begehbar! Weidendom-Folder

    Das Erlebniszentrum Weidendom ist Ausgangspunkt zahlreicher Themenwege

    Forschungsprogramm 1: Die Reise in den Mikrokosmos "Wasser" (um 14:00 Uhr buchbar)

    Tauchen Sie in die spanndende Welt der Wasserlebewesen ein. Eine selbst genommene Wasserprobe kann beim Mikroskopieren "unter die Lupe" genommen werden. Dabei entdeckt man Kleinstlebewesen, die man in dieser Größe noch nie gesehen hat.

     Forschungsprogramm 2: Wildnis erforschen im Auwald (um 11:00 Uhr buchbar)

    Gehen Sie auf die Suche nach Wildnis in der Aulandschaft um den Weidendom und erfahren, welche Bäume gerne nasse Füße haben und welche seltene Vogelart ganz in der Nähe brütet.

    Forschungsprogramm3: Abenteuer Wilde Wiese (um 16:00 Uhr buchbar)

    Ein:e Nationalpark Ranger:in zeigt IHnen wie Sie in einer wilden Wiese auf Entdeckungsreise gehen können und neben schillernden Käfern und Bienen auf Nektarsuche auch Russischen Bären oder eine rotflügelige Schnarrschrecke aufspüren.

    Aktuelle Informationen (COVID-19):

    Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der aktuellen COVID19 Maßnahmen kurzfristig zu Änderungen von einzelnen Veranstaltungen kommen kann!

    Kosten für Forschungsprogramme (11:00, 14:00 und 16:00 Uhr):

    Erwachsene: € 7,00
    Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre: € 5,00
    Familienkarte (max. 4 Personen): € 12,00

    Sondertermine sowie spezielle Programme für (Bus-)Gruppen und Schulen werden im Infobüro Admont organisiert. Unsere Gruppenangebote finden Sie hier.

    Wir sind Partner der Steiermark-Card, Bonuspartner der Schladming-Dachstein Card und ZWEI UND MEHR Vorteilsbetrieb.
    Bitte geben Sie uns bei Buchung 

    Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

    Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

    Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Direkt beim Weidendom ist eine Bushaltestelle. Suchen Sie Ihre Verbindung bei der ÖBB-Auskunft oder BusBahnBim-Auskunft.

    Erlebniszentrum Weidendom
    Der Fährte folgen
    Blick von oben auf die Enns bei Ternberg.

    Flussexpedition auf der Enns - Ternberg

    14. Aug. |
    Oberösterreich
    Veranstalter: NATURSCHAUSPIEL

    Mit dem Stand Up Paddleboard zum Naturdenkmal Fallerbucht.

    Wir erlernen die richtige Handhabung eines Stand Up Paddleboards und gleiten lautlos über das Wasser, vorbei an Biberspuren, Stockenten und Schwänen, die im Weidengebüsch und Schilfröhricht ihren Lebensraum haben. Genuss und Entschleunigung stehen bei dieser Naturerkundung im Vordergrund.
    Wir befahren ein Teilstück der Enns in Ternberg bis zum malerischen Naturdenkmal Fallerbach mit seinem zehn Meter hohen Wasserfall. 

    Bekleidet mit Neoprenanzug und Schwimmweste starten wir mit dem Stand Up Paddelboard in Ternberg und paddeln ca. 7 km flussabwärts bis zum Naturdenkmal Fallerbucht und dann weiter bis Lahrndorf.

    Vor Beginn der Fahrt erklärt uns der Guide noch die richtige Handhabe des Geräts und vermittelt wichtige Tipps und Tricks, gepaart mit einigen Gleichgewichtsübungen.

    Wir gleiten lautlos über das Wasser, vorbei an Stockenten und Schwänen, die im Weidengebüsch und im Schilfröhricht ihren Lebensraum haben. Auch der neu angesiedelte Biber hinterlässt hier seine einzigartigen Spuren. Die paradiesisch gelegene Bucht mit dem idyllischen zehn Meter hohen Wasserfall des Fallerbachs, der im Sommer auch einmal trocken sein kann, der große Tümpel, der als Kinderstube für verschiedene Fischarten dient, und die riesige Konglomerathöhle laden zum Verweilen ein. 

    Nach der Tour werden wir zu unserem Ausgangspunkt zurückgebracht.

    Stand Up Paddeln ist leicht und schnell erlernbar. Es bedarf lediglich etwas Gleichgewichtsgefühls und dann kann der Ausflug in die Natur so richtig genossen werden!

    Spezielle Flussexpedition für Schulklassen: Anreise mit dem Zug nach Ternberg mit anschließender naturkundlicher Wanderung zur Fallerbucht (Natur-Aktivweg ca. 1 Std.). Hier warten die Stand Up Paddlboards auf uns, mit denen wir das Gebiet rund um die Fallerbucht erkunden und dem dort ansässigen Biber (Derek) einen Besuch abstatten. Die Heimreise kann wiederum mit dem Zug vom naheliegenden Bahnhof in Dürnbach (10 min. Gehweg) erfolgen.

    Info & Anmeldung zum NATURSCHAUSPIEL
    Individuelle Termine für Gruppen ab 7 Personen nach Vereinbarung.

    Flussexpedition auf der Enns - Ternberg
    Der Fährte folgen