Blühendes Österreich stellt zehn Nadelbäume vor, die in Österreich wachsen.

1Die Fichte

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Die Fichte ist einer der in Österreich am meisten verbreiteten Nadelbäume. Sie bedeckt rund 60 Prozent des heimischen Ertragswaldes und wächst auf bis zu 2.000 Meter Seehöhe. Der eher anspruchslose Baum kann bis zu 40 Meter hoch und 600 Jahre alt werden. Die Fichte ist ein Flachwurzler und entwurzelt deshalb bei Stürmen sehr leicht. Der große Unterschied zur Tanne liegt in den weiblichen Blütenzapfen: Sie wachsen nach der Befruchtung nach unten. Mehr zur Fichte: Nachzulesen in unserem Naturlexikon.

2Die Tanne

Die heimische Weißtanne ist Baum des Jahres 2015 und zählt zu den gefährdeten Arten – insgesamt besiedelt die Weißtanne aktuell nur 2,4 Prozent der gesamten Waldfläche. Dabei ist sie ein robuster Baum, braucht wenig Licht, mag kaltes Klima und nährstoffreiche Böden. Aufgrund ihrer tiefen Wurzeln ist sie kaum sturmgefährdet. Die Weißtanne kann bis zu 800 Jahre alt und 65 Meter hoch werden. Ihre langen Zapfen wachsen, wie erwähnt, nach oben – und zerfallen, wenn sie reif sind. Somit gilt bei der Weihnachtsdeko: Nicht jeder Zapfen ist ein Tannenzapfen! Mehr zur Tanne: Nachzulesen in unserem Naturlexikon.

3Die Kiefer

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Zillertaler Hauptkamm, Landschaft mit Kiefern und Latschen

In Österreich wachsen Weiß- und Schwarz-, aber auch Latschenkiefern (in den Bergen, siehe Foto). Mancherorts nennt man die Kiefer auch Föhre. Sie gilt unter Fachleuten als Baum der Zukunft, da sie trockene und frostige Wetterperioden gut übersteht – nicht unwichtig angesichts des Klimawandels. Die Kiefer ist bis auf 2.000 Meter Seehöhe zu finden. Früher wurde sie vor allem wegen ihres hohen Harzgehaltes angebaut, heute ist sie neben der Fichte eine der wichtigsten Nadelhölzer. Beide Bäume wachsen relativ rasch und sind so für die Holzindustrie unverzichtbar. Mehr zu den Unterschieden zwischen Rotkiefer und Schwarzkiefer findest du in unserem Naturlexikon.

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4Die Lärche

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Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der sich im Herbst verfärbt und ganze Berglandschaften in leuchtendes Gold-Gelb taucht. Im Winter wirft der sommergrüne Nadelbaum die Nadeln ab und ist gänzlich nackt, bis auf die Zapfen, die der Baum oft mehrere Jahre auf den Zweigen behält. Die Lärche (nicht zu verwechseln mit dem Vogel, der Lerche) wird bis zu 40 Meter hoch und gedeiht bis über 2.000 Meter Seehöhe auf basenreichen, frischen Böden. Aus Sicht der Forstwirtschaft ist die Lärche besonders wertvoll, unter anderem als tiefwurzelnder Schutzbaum in den Bergen. Mehr zur Lärche: Nachzulesen in unserem Naturlexikon.

5Die Zirbe

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Das Holz der Zirbe ist aktuell sehr gefragt – Grund ist die beruhigende Wirkung, die es auf den Organismus des Menschen hat. Zusätzlich zur Gesundheit trägt die Zirbe, die auch Arve genannt wird, aber vor allem zur Sicherheit der Menschen bei: als dichter, gesunder Wald, in Österreich ab rund 1.500 Meter Seehöhe, bietet sie einmaligen Schutz vor Lawinen oder Überschwemmungen. Die Zirbe, die bis zu 400 Jahre alt werden kann, bevorzugt saure Steinböden und wächst oft auf Felsen oder Bergrücken. Empfindlich ist sie gegen Frosttrocknis. Mehr zur Zirbe findest du in unserem Naturlexikon.

6Die Eibe

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Eibe, Ast mit Früchten

Reine Eibenbestände findet man in Österreich kaum noch. In Pichlwald am Mondsee gibt es ein größeres Eibenvorkommen, eine kleine Berühmtheit ist die Tausendjährige Eibe am Rennweg im dritten Wiener Gemeindebezirk: Wiens ältestes Naturdenkmal. Sonst ist dieser recht langsam wachsende Baum, der auf rund 15 Meter Höhe kommt und endlos in die Breite gehen kann, vor allem als Hecke und in Parks zu finden. Was den Boden betrifft, ist die Eibe nicht wählerisch, in Bezug auf die Verbreitung ihrer Samen schon: Sie braucht dazu Vögel, die den Samen verzehren und wieder ausscheiden. Mehr zur Eibe: Nachzulesen in unserem Naturlexikon.

7Der Wacholder

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In Österreich kennt man etwa den Gemeinen Wacholder oder den Zwergwacholder, der am Berg wächst. Die Wacholderbeeren, eigentlich ganz kleine Zapfen, schmecken im Tee, im Schnaps oder im Gin. Je nach Standort kann der Gemeine Wacholder über zehn Meter hoch werden, der Zwergwacholder bleibt bodennah. Beide Arten haben äußerst stachelige Nadeln. Ist er auch aus Sicht der Forstwirtschaft nicht von großer Bedeutung, so gibt der Wacholder mehreren Tier-, Vogel- und Insektenarten eine Heimat, etwa dem Wacholderprachtkäfer. Mehr zum Wacholder findest du in unserem Naturlexikon.

8Die Zeder

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Man kennt sie in Österreich seit dem 19. Jahrhundert: die Atlas-Zeder, die vor allem gerne und viel um den Bodensee wächst. Eigentlich kommt die Zeder aus dem nordafrikanischen Atlas-Gebirge, bei uns vergesellschaftet sie sich auch gerne mit Tannen. Der Baum erreicht bis zu 40 Meter Wuchshöhe. Je älter er wird, desto verwachsener gestaltet er sich, oft entwickelt er mehrere Stämme. Bekannt ist die Zeder auch für ihr ätherisches Zedernöl, das unter anderem antiseptisch wirken soll.

9Der Mammutbaum

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Der Mammutbaum kam erst Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa, die ursprüngliche Heimat des immergrünen Baumes, der bis über 3.000 Jahre alt und über 80 Meter hoch werden kann, ist die USA. Der größte Mammutbaumbestand in Österreich steht im niederösterreichischen Paudorf, wo 1880 der spätere Abt Adalbert Dungl auf dem Plateau des Eichbergs mehrere Samen einsetzte. Interessant ist, dass sich die Zapfen der Bäume nur nach Waldbränden öffnen. So können die Samen ohne Konkurrenz keimen. Die Nadeln der Mammutbäume sind ganz klein und kurz.

10Die Thuje

Thujen sind Lebensbäume, doch leider – in großer Zahl gesetzt – der Feind jeglicher Artenvielfalt. Bei uns beliebt und bekannt als Heckenpflanzen, können Thujen auch zu Bäumen heranwachsen – der Riesen-Lebensbaum wird in seinem Ursprungsland, der USA, etwa bis zu 70 Meter hoch. Insgesamt gibt es fünf Arten von Lebensbäumen, die in freier Natur primär in Nordamerika und Asien gedeihen. Bei uns ist besonders der Abendländische Lebensbaum bekannt und als Zierpflanze beliebt. Ihren Beinamen – Lebensbaum – hat die Pflanze von der im 18. Jahrhundert gebräuchlichen Bezeichnung Arbor Vitae (lat: Arbor = Baum, Vita = Leben).

Autorin: Maria Schoiswohl

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Termine: während der Öffnungszeiten des Weidendoms jeweils um 11:00, 14:00, und 16:00

Öffnungszeiten Nationalpark Erlebniszentrum Weidendom:

Mai, Juni: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr
Juli, August, bis Mitte September: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
September: Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt: Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

Für Navi-Nutzer: Der Weidendom hat keine eigene Adresse. Am besten ist die Eingabe der Adresse des Gasthofes zur Bachbrücke: Krumau 97, 8911 Admont.

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Samstag, Sonntag, sowie an Feier- und Fenstertagen geöffnet, jeweils 10:00 bis 18:00 Uhr

Anfahrt:
Das Erlebniszentrum liegt an der Bundesstraße B146 direkt an der Abzweigung nach Johnsbach, gleich gegenüber vom Gasthof zur Bachbrücke.

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